Filminfo zu

Das Haus der Dämonen

The Haunting in Connecticut

Horror. USA 2009. 92 Minuten.

Regie: Peter Cornwell
Mit: Virginia Madsen, Kyle Gallner

Nach dem Umzug in ein altes Haus nahe der Krebsklinik plagen den schwerkranken Matt (Kyle Gallner) grauenhafte Visionen. Die Medikamente? Oder die Seelen der Toten, die hier geschändet wurden?

Filmstart: 18. September 2009

Wo es spukt, da lass dich nicht nieder. Hätte Sara Campbell wohl auch nicht gemacht, wenn man ihr ein paar mehr Details über das erzählt hätte, was in diesem Haus in Connecticut, das sich in so praktischer Nähe zu jener Krebsklinik befindet, wo man ihrem sterbenskranken Sohn Matt (Kyle Glanner) vielleicht noch helfen kann, einst zugetragen hat. Ein abartiger verrückter Wissenschaftler hat hier nämlich ziemlich kranke Experimente unternommen mit den Körpern von Toten, die er vom Friedhof gestohlen hat. Aber der freundliche Vermieter, ein dickbäuchiger Bären-Typ, ist kein großer Geschichtenerzähler. Dafür bietet er den ersten Monat mietfrei an. Und so schlecht, wie es Matt mittlerweile geht, kann Sara gar nicht nein sagen. Auch wenn ihr die Intuition das eigentlich geboten hätte. Schon in der ersten Nacht hat Matt düstere Träume. Schnell wird es schlimmer. Die Ärzte meinen, es wären die Medikamente, Halluzinationen gehören nun mal zu den üblichen Nebenwirkungen. Aber dass der einstige Eigentümer eine besonders grauenhafte Form der Totenbeschwörung betrieben hat – nämliche jene schwarzmagische, bei der man Leichen angeblich zurück ins Leben zwingen kann – passt dann doch zu gut zu den zunehmend unerträglichen Zuständen in diesem alten, düsteren Gemäuer, in dessen Eingeweiden neben einem großzügigen Sezierraum noch viel schlimmere Überraschungen auf die Familie Campbell warten. Für Matt entwickelt sich die Auseinandersetzung mit den poltergeisterischen Umtrieben zusehends zur Überlebensfrage. Genauso schnell, wie die unerklärlichen spirituellen Übergriffe an Intensität zunehmen, verschlechtert sich sein Zustand. Als Matt im Krankenhaus den Geistlichen Reverend Popescu (Elias Koteas) kennenlernt, tut sich ein Hoffnungsschimmer auf: Popescu kennt sich aus mit den dunklen Kräften, und er glaubt, die Geister bannen zu können. Wenn er sich da nur nicht getäuscht hat …

Mit Geistern, Spuk und Horrorgeschichten ist der amerikanische Nordosten sozusagen gesegnet: Stephen King ist ein Sohn dieser Gegend, und auch die Geschichte der Familie Campbell hat sich einst in den 80er Jahren hier sehr ähnlich zugetragen. Ja, Das Haus der Dämonen beruht auf einer wahren Geschichte – jener von Carmen Snedeker und ihrer Familie, die jene Schrecken tatsächlich erlebt hat. Bestimmt ist das auch ein Grund dafür, dass der Film am Startwochenende auf Platz zwei der US-Kinocharts schoss und ein sensationelles bisheriges Einspielergebnis von über 54 Millionen US-Dollar verzeichnen konnte. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Mit Virginia Madsen (Candyman, Sideways, Firewall), Martin Donovan (The Opposite of Sex, Insomnia, Weeds) und Elias Koteas (Crash, Zodiac, Der seltsame Fall des Benjamin Button) wurden drei vielseitige, etablierte Darsteller engagiert, und für die Rolle der jüngeren Figuren Kyle Gallner (Red Eye) und Amanda Crew (Final Destination 3) attraktive Talente mit Horrorfilm-Erfahrung. Der wahre Fall des Spuks von Connecticut lässt sich übrigens nachlesen auf www.carmenreed.com.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Das Haus der Dämonen
Originaltitel The Haunting in Connecticut
Genre Horror
Land, Jahr USA, 2009
Länge 92 Minuten
Regie Peter Cornwell
Drehbuch Adam Simon, Tim Metcalfe
Kamera Adam Swica
Schnitt Tom Elkins
Musik Trevor Rabin
Produktion Paul Brooks
Darsteller Virginia Madsen, Kyle Gallner, Elias Koteas, Amanda Crew, Martin Donovan
Verleih Einhorn Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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