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(500) Days of Summer

(500) Days of Summer

Liebeskomödie. USA 2009.

Regie: Marc Webb
Mit: Zooey Deschanel, Joseph Gordon-Levitt

Er verliebt sich Hals über Kopf. Sie nicht. Genau 500 Tage dauert die Herz-Schmerz-Liebesgeschichte zwischen Tom und Summer – eine der wunderbarsten Indie-Komödien dieses Kinoherbstes.

Filmstart: 23. Oktober 2009

Tom (Joseph Gordon-Levitt) wollte eigentlich mal Architekt werden, nun verdient er sein Geld mit dem Texten von Grußkarten. Eines Tages bekommt sein Boss eine neue Assistentin: Summer (Zooey Deschanel). Summer ist unbeschreiblich: sexy, wild, lustig, intelligent und überhaupt das fabelhafteste Wesen, das Romantiker Tom jemals gesehen hat. Es ist schlagartig um ihn geschehen. Und sie? Sie findet Tom interessant, möchte mit ihm befreundet sein. Sagt sie. Aber bei der Freundschaft bleibt es natürlich nicht – der ganz normale Liebeswahnsinn bricht los. Erster Sex, Küsse zum Niederknien, große Gefühle. Für Tom ist klar: jetzt wird zusammengekommen. Doch Summer sieht das anders. Sie ist gar nicht auf der Suche nach etwas Ernsthaftem. Findet Träume von der großen Liebe eher albern. Will jung sein und nichts versäumen. Sie ist gleichzeitig hinreißend, ein einziges Mysterium ("Was denkt diese Frau?" fragt sich Tom mehr als einmal) und gnadenlos ehrlich, wenn es um ihre Lebens- und Liebesplanung geht. Der gute Tom hört gern die Smiths, The Clash und Joy Division und sieht nicht, dass "Love Will Tear Us Apart" bald zum eigenen Motto werden könnte. Summer erkennt richtig: "Wir sind schon seit Monaten wie Sid und Nancy." Auf Toms Einwurf, Sid hätte Nancy erstochen, meint sie gelassen: "Weißt du, ich bin Sid!" ...

Regisseur Marc Webb schafft mit seinem ersten Langfilm ein echtes cineastisches Wunder: eine Komödie über das Scheitern einer Liebe. Und sind wir uns ehrlich – das kennt wohl jeder von uns gut genug, und rückblickend sind gerade diese Geschichten oft die lustigsten. Aber auch wenn Webb auf den Zuckerguss verzichtet, alles andere ist da: Romantik, herrlich witzige Wortgefechte, sogar eine hinreißende Musical-Sequenz, in der Tom nach dem ersten Sex mit Summer durch den Park tanzt. Webb kennt sich mit dem richtigen Einsatz von Musik aus, dreht er doch zahllose Musikvideos für Stars von My Chemical Romance, Fergie, Snow Patrol, Good Charlotte bis hin zu den Pussycat Dolls. Für (500) Days of Summer holte er zwei formidable Jungdarsteller an Bord: Zooey Deschanel brilliert als geheimnisvoll-betörend-wilde Summer, Weed-Fans erkennen in ihr die durchgeknallte Freundin von Mary-Louise Parkers Bruder, die in der Serie für einige Dramen sorgte. Und Joseph Gordon-Levitt, Jungstar aus Hinterm Mond gleich links sowie in klug ausgewählten Indie-Filmen wie Brick, The Lookout und Stop-Loss, sieht, liebe Damen, auch noch aus wie der junge Heath Ledger. Ein Glücksfall von einem Film in jeder Hinsicht – auch ohne Happy End. Und was passiert nach dem großen Drama? Das Leben. Wie immer.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel (500) Days of Summer
Originaltitel (500) Days of Summer
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr USA, 2009
Regie Marc Webb
Drehbuch Scott Neustadter, Michael H. Weber
Kamera Eric Steelberg
Schnitt Alan Edward Bell
Musik Mychael Danna, Rob Simonsen
Produktion Mason Novick, Steven J. Wolfe, Jessica Tuchinsky, Mark Waters
Darsteller Zooey Deschanel, Joseph Gordon-Levitt, Geoffrey Arend, Matthew Gray Gubler, Clark Gregg, Chloë Grace Moretz, Minka Kelly
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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