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Wall Street: Geld schläft nicht

Wall Street: Money Never Sleeps

Drama. USA 2010. 133 Minuten.

Regie: Oliver Stone
Mit: Shia LaBeouf, Josh Brolin, Michael Douglas

Show me the money! Gordon Gekko is back: Nach 23 Jahren geht Oliver Stones Börsen-Saga in die zweite Runde, mit Michael Douglas in alter Hochform sowie Shia LaBeouf, Carey Mulligan und Josh Brolin als heiße Neuinvestitionen.

Filmstart: 22. Oktober 2010

In den 1980ern war Gordon Gekko (Michael Douglas) der Gott der Wall Street, und "Gier ist gut!“ sein Vaterunser. Er trieb den jungen Bud Fox (Charlie Sheen, hier in einem feinen Cameo-Auftritt) fast in den Abgrund, und brachte sich selbst zu Fall.
Nach einigen Jährchen Gefängnis kommt Gekko nun frei - es ist 2008, kurz vor dem großen Börsencrash. Und er ist ein besserer Mensch geworden, ganz ehrlich, und so nutzt er sein Expertenwissen, die Finanzwelt vor genau dem zu warnen, was er früher gemacht hat - dem gewissenlosen Geldmachen. Denn Gekko hat erkannt, dass dieses System in kürzester Zeit zusammenbrechen wird.
Als der ungebrochen charismatische Gekko sein Buch über seine neuen Wirtschaftstheorien vorstellt, hört einer ganz besonders gut zu: Jake Moore (Shia LaBeouf), Jung-Broker und hochbegabter Vertreter der neuen Wall Street-Generation. Er fährt Motorrad statt Ferrari, funktioniert auf Koffein statt auf Koks und redet seinen Kunden lieber Aktien von Forschungsprojekten über erneuerbare Energie ein als dubiose Heuschrecken-Fonds.
Jakes Verlobte, die zauberhafte Winnie (Carey Mulligan), ist Gekkos Rückkehr auch nicht egal - sie ist nämlich seine Tochter. Das letzte Mal, als sie ihn gesehen hat, war sie ein kleines Mädchen, und nun will er plötzlich wieder Teil ihres Lebens sein. Winnie verweigert, doch Jake ist fasziniert von der lebenden Legende, er freundet sich hinter Winnies Rücken mit Gekko an und beginnt, ihm zu vertrauen. Schließlich können sich Menschen ändern, und der ehemals so grundböse Gordon Gekko scheint im Gefängnis tatsächlich geläutert worden zu sein. Die Bösen, die sehen heutzutage ganz anders aus - etwa wie der großspurige Hedgefonds-Manager Bretton James (Josh Brolin), der für Kursgewinne über Leichen geht. Nur - Menschen überzeugen und manipulieren, das konnte Gekko immer schon am besten von allen, und Jake hat keine Ahnung, auf welches Spiel er sich hier einlässt ...

Mit Wall Street und seinem aalglatten, völlig gewissenlosen Protagonisten Gordon Gekko schuf Oliver Stone 1987 ein archetypisches Porträt der Yuppie-Generation - mit einem Happy End für die Gerechtigkeit. Heute, fast ein Vierteljahrhundert später, lässt er den Bösen von damals wieder aus dem Knast, und es hat sich vieles verändert: Die Handies sind kleiner, die Summen, um die auf der Wall Street gepokert wird, viel viel größer geworden, und der einstmals so souveräne Gekko ist längst nicht mehr der dickste Hecht im Teich. Wall Street: Geld schläft nicht ist eine ungleich komplexere Geschichte in einer ungleich komplexeren Welt - mit völlig neuen Lösungsansätzen für eine bessere Zukunft.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Wall Street: Geld schläft nicht
Originaltitel Wall Street: Money Never Sleeps
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2010
Länge 133 Minuten
Regie Oliver Stone
Drehbuch Allan Loeb, Stephen Schiff basierend auf den Charakteren von Oliver Stone und Stanley Weiser
Kamera Rodrigo Prieto
Schnitt David Brenner, Julie Monroe
Musik Craig Armstrong
Produktion Eric Kopeloff, Oliver Stone, Edward R. Pressman
Darsteller Shia LaBeouf, Josh Brolin, Michael Douglas, Carey Mulligan, Eli Wallach, Susan Sarandon, Frank Langella, Vanessa Ferlito, Christian Baha, Jason Clarke
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Wall Street 2

ist viel natürlicher gespielt als der erste teil. und gordon gekkos gefängnisaufenthalt hat auch ihn sicherlich verändert. ne gute story und toll besetzter cast. auch charlie sheen hatte eine typische nebenrolle. alles im ganzen, - 2 unterhaltsame stunden im kino. ne sehr gute fortsetzung. unbedingt empfehlenswert!

18. November 2010
09:42 Uhr

von Philipp87

Ganz ok

Geld regiert immer noch die Welt ... und Oliver Stone macht erneut einen sehenswerten Film darüber. Ich finde, er wurde für diese solide Fortsetzung grundlos geprügelt. Auch wenn Shia LaBeoufs Hundeblick nervt (und etwas auch Cary Mulligans treuherziges G'schau) - vorallem, was den Teil der Story betrifft, der sich mit dem Finanzsystem und den Hintergründen des Kollaps beschäftigt, ist der Film gelungen.

5. August 2013
15:57 Uhr

von Troublemaker

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