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Valentinstag

Valentine's Day

Liebeskomödie. USA 2010. 124 Minuten.

Regie: Garry Marshall
Mit: Anne Hathaway, Ashton Kutcher, Julia Roberts, Jennifer Garner, Jessica Biel, Jessica Alba

Love rules. Im Siebten Himmel leuchten die Superstars: Pretty Woman-Regisseur Garry Marshall schickt in seinem vergnüglichen Romantik-Reigen à la Tatsächlich Liebe halb Hollywood in den kollektiven Liebesrausch.

Filmstart: 11. Februar 2010

Ein einziges großes Fest der Liebe und Romantik, oder nur noch ein gefinkelter Plan der Kapitalisten, um den Konsumrausch anzukurbeln? Für viele bedeutet der Valentinstag ganz klar Letzteres. Man lässt sich doch nicht vom Kalender vorschreiben, wann man seinem Herzblatt was Romantisches antut! Dass das meist genau die sagen, die auch an den restlichen 364 Tagen nicht unbedingt die Aufmerksamkeits-Streber sind, ist bezeichnend. Noch dazu vergessen die Valentinstags-Muffel, dass dieser Feiertag der Paarbeziehung keineswegs eine neue Erfindung der Generation Shopping ist, sondern eine Jahrhunderte alte Tradition aus Europa - schon im Mittelalter schickten einander verliebte Briten und Britinnen am Tag des heiligen Valentin Briefe und Blumen. Durch englische Auswanderer wurde der Brauch dann vor allem in den USA populär ­- und kam nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zurück in die Alte Welt. Anders als den USA, in Südamerika oder etwa in Japan, wo sich um den 14. Februar unglaubliche Schoko- und Herzchen-Kitschorgien abspielen, hat sich der Valentinstag in Österreich bis jetzt noch nicht so breitenwirksam durchgesetzt. Das liegt wohl daran, dass sich die Österreicher mit Romantik generell schwer tun. Zum Glück gibts heuer Nachhilfe, und zwar von einem sehr kompetenten Mann: Regisseur Garry Marshall ist kein Geringerer als der Mastermind hinter Pretty Woman, Die Braut, die sich nicht traut, Frankie & Johnny und den Plötzlich Prinzessin!-Movies. Für seinen neuesten Gefühls-Generalangriff ließ sich Marshall nicht lumpen und holte sich so ziemlich jeden Star vor die Kamera, der gerade Zeit hatte - und das für eine hinreißende, spaßige, turbulente und unglaublich romantische Komödie mit einem superspritzigen Drehbuch à la Tatsächlich Liebe, in dem sich zahlreiche Love Stories auf überaus erquickliche Art und Weise ineinander verweben: So trifft die im Irak stationierte Kate (Julia Roberts) auf dem Urlaubsflug in die Heimat den liebesverwirrten Holden (Hangover-Schnucki Bradley Cooper). Liz (Anne Hathaway) tut sich schwer mit 100%iger Offenheit ihrem Liebsten (Topher Grace) gegenüber - hat sie doch einen nicht alltäglichen Nebenjob. Reed (Ashton Kutcher), Besitzer eines Blumengeschäfts und demzufolge im Zentrum des Valentinstags-Geschehens, schwelgt derweil im totalen Glück - das allerdings nur von kurzer Dauer ist. Reeds beste Freundin Julia (Jennifer Garner) hats auch nicht leicht: Ihr Lover (Patrick Dempsey) ist schon verheiratet, allerdings mit einer anderen! Kein Einzelfall: Auch Julias Mutter (Shirley MacLaine) muss ihrem Ehemann (Hector Elizondo) gestehen, dass er nicht immer der einzige war - und Teenager-Enkelin Grace (Emma Roberts, Julias Nichte) verkündet unverblümt, dass sie zur Feier des Tages endlich mit ihrem Boyfriend Sex haben wird. Ein Erlebnis, dass die beiden Schul-Turteltäubchen Samantha (Charts-Stürmerin Taylor Swift) und Tyler (Twilight-Werwolf Taylor Lautner) wohl schon hinter sich haben ... Kara (Jessica Biel) hingegen verweigert das romantische Getue: Sie hat schmeißt lieber eine Anti-Valentins-Party - und über all dem schwebt wie ein moderner Amor die lebenskluge Paartherapeutin (Kathy Bates).

Ein Valentinstag in Los Angeles: Alles, was an Herz, Schmerz und Scherz in 24 Stunden passt. Ein berückendes Vergnügen - und uns bleibt nur noch eins anzumerken: Meine Damen und Herren, kleine Geschenke sind nicht zwangsläufig ein Zeichen von Oberflächlichkeit oder Konsumwahn. Nette Aufmerksamkeiten wie Blumen, ein Kuss oder eine Kinokarte machen einfach Freude - weil sie zeigen, dass jemand zumindest ein Paar Minuten lang in Liebe an einen gedacht hat. Also lassen Sie sich die Romantik nicht vermiesen. Genießen Sie den Valentinstag! 

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Valentinstag
Originaltitel Valentine's Day
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr USA, 2010
Länge 124 Minuten
Regie Garry Marshall
Drehbuch Katherine Fugate, Abby Kohn, Marc Silverstein
Kamera Charles Minsky
Schnitt Bruce Green
Musik John Debney
Produktion Mike Karz, Josie Rosen, Wayne Allan Rice
Darsteller Anne Hathaway, Ashton Kutcher, Julia Roberts, Jennifer Garner, Jessica Biel, Jessica Alba, Patrick Dempsey, Shirley MacLaine, Kathy Bates
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Romantisch?? eher fad wie fadennudeln

was ist das wichtigste bei romantik im kino? dass der funke überspringt - aufs Publikum und auch zwischen den Darstellern. Hier tut er das gerade mal bei vielleicht 2 paarungen - und das sind keine pärchen sondern bekanntschaften. All das, was wir an tatsächlich ... liebe zu recht so geliebt haben - originalität, romantik zum lachen und zum weinen, echte gefühle - vermisst man an diesem glatten, oberflächlichen, vorhersehbaren schmarrn. 20 superstars machen eben noch keinen sehenswerten film, vor allem, wenn das drehbuch einfach nicht interessant und bewegend genug ist. Also, zum valentinstag lieber Love Actually nochmal genießen oder gut essen gehen - dieses schwerfällige romantikvehikel kann man jedenfalls guten gewissens auslassen.

4. Februar 2010
13:28 Uhr

von Wemmu

Toller Film...

... ich habe mich selten so gut von einem Film unterhalten lassen. Es stimmte einfach alles, viel Charme, liebenswürdige Charaktere, tolle Filmmusik und einfach rundherum zum Genießen. Der perfekte Film zum Abschalten und von der surrealen großen Liebe zu träumen ;)

14. Februar 2010
13:41 Uhr

von Deeda

Nettes, belangloses Popcorn- Kino

Eins vorweg: Wer Episodenfilme nicht mag ist hier schlecht bedient. Zig Handlungsstränge laufen nebeneinander her und werden gegen Ende des Filmes miteinander verwoben. Lustig, sympathisch, unspektakulär. Leichte Kost für den Freund von Slapstick und manchmal dunkelgrauem Humor, dennoch verliert der Streifen meistens nicht das Niveau. Die enorm hochkarätige Besetzung gibt sich bemüht und meist liebenswert, wenn auch das Drehbuch nicht wirklich große Überraschungen parat hält. Ein harmlos-netter Kinoabend aber nichts für die Videothek der Lieblingsfilme.

17. Februar 2010
20:49 Uhr

von gothicvoice

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