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Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest

Brooklyn's Finest

Thriller. USA 2009.

Regie: Antoine Fuqua
Mit: Ethan Hawke, Don Cheadle, Richard Gere

It’s a jungle out there. Wesley Snipes, Richard Gere, Don Cheadle und Ethan Hawke in Antoine Fuquas furiosem Thriller aus einer Welt, in der man Recht und Verbrechen längst nicht mehr auseinanderhalten kann.

Filmstart: 2. April 2010

Brooklyn, New York, ist weit weg vom Hochglanz-Luxus Manhattans. Hier ist die Stadt dreckig, rau und hart, man kann hier nicht leben, ohne zu kämpfen, und man kann hier nicht reich werden, ohne Blut zu vergießen.
Die Cops, die hier Dienst tun, sind so verschieden wie ihre Hautfarben und Backgrounds. Was sie eint, ist das Bewusstsein, auf verlorenem Posten zu stehen: Viel zu wenig Leute, viel zu wenig Geld, viel zu viel dreckige Kriminelle da draußen. Und jeder von ihnen geht mit dem täglichen Drama anders um. Sal (Ethan Hawke) etwa, der schon lange den Glauben an Law and Order verloren hat, während er mit all seinen Kräften versucht, seinen zwei Söhnen und seiner schwangeren, schwerkranken Frau Angela (Lili Taylor) ein halbwegs ordentliches Leben zu ermöglichen. Das Geld dazu will sich Sal schließlich von denen holen, die es nicht verdient haben: Er erschießt Drogenkuriere und nimmt ihnen den verdienten Cash ab. Tango (Don Cheadle) dagegen glaubt noch an das System von Gut und Böse, auch wenn er sich kurzfristig auf die dunkle Seite geschlagen hat – rein beruflich allerdings, er arbeitet Undercover an der Aufdeckung eines ganz großen Drogenbosses. Leider ist auch sein bester Freund aus Jugendtagen, Caz (Wesley Snipes), einer von dessen Männern. Und nun soll Tango ausgerechnet Caz ans Messer liefern, dabei hat der, trotz seines fragwürdigen Berufes, mehr Ehre im Leib als das ganze Polizeirevier. Jedenfalls sicher mehr als Eddie (Richard Gere). Der war einst vielversprechender Cop, jetzt ist er nur noch eine dauersaufende Lachnummer kurz vor dem Ruhestand. Oder vor dem Abgang. Schon gleich nach dem Aufstehen steckt er sich probeweise den Lauf seiner Pistole in den Mund und spült den metallischen Geschmack mit dem ersten Whiskey des Tages runter. Dem noch viele weitere folgen werden. Gründe fürs Dauerdelirium gibt es viele, Chantel zum Beispiel, seine Freundin, die schon allein wegen ihres Brotberufs als Prostituierte nie ihm allein gehören wird. Oder sein neuer junger Partner, frisch aus der Polizeischule, der den starken Mann spielen will und dabei prompt die Nerven verliert – mit schrecklichen Konsequenzen. Oder aber die Tatsache, dass Eddie, als er zufällig Zeuge einer offensichtlichen Entführung wird, zu schwach, zu depressiv, zu mutlos oder schlichtweg zu besoffen ist, um einzugreifen ...

Regisseur Antoine Fuqua, der schon mit so unterschiedlichen Filmen wie Training Day (mit Denzel Washington als korruptem Cop) oder King Arthur (mit Keira Knightley als wehrhafter Britin) den menschlichen Kampfgeist von allen Seiten beleuchtet hat, verfilmte diesmal das sensationelle Debüt-Drehbuch des jungen New Yorkers Michael Martin – ein actionreiches Geflecht aus zahlreichen ineinander verwobenen Handlungssträngen, in denen Fuquas Hauptdarsteller sämtlich zu Höchstleistungen auflaufen. "Dieser Film handelt nicht von korrupten Beamten, sondern von zum Scheitern verurteilten Polizisten“, kommentiert Fuqua. "In New York verüben ungewöhnlich viele Polizisten Selbstmord. Das bedeutet, dass hier etwas sehr falsch läuft - und es ist wichtig, darüber einen Film zu machen!“

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest
Originaltitel Brooklyn's Finest
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2009
Regie Antoine Fuqua
Drehbuch Michael C. Martin
Kamera Patrick Murguia
Schnitt Barbara Tulliver
Musik Marcelo Zarvos
Produktion Avi Lerner, John Thompson, Elie Cohn, Basil Iwanyk, John Langley
Darsteller Richard Gere, Ethan Hawke, Don Cheadle, Vincent D'Onofrio, Lili Taylor, Ellen Barkin, Brian F. O'Byrne, Wesley Snipes
Verleih Lunafilm
Website http://www.gesetzderstrasse.at/

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Gesetz der Straße

Vergleichbar mit Training Day und Traffic. Gute Ausstattung, Handlung schlüssig.

31. März 2010
09:51 Uhr

von freeze_disease_free

Eine Zumutung...

Starbesetzung, allerdings eine derart flache Leistung. Gepaart mit einer stinklangweiligen, pseudomoralischen Ami Story. Alle, die etwas bösen tun sterben zuletzt, und die "Guten", "Braven" überleben. Ansonsten einfach nur depresiv. Suggeriert, daß das Leben in NY ja sowas von besch***en ist, die Polizisten sowieso die ärmsten aller Menschen sind. Schlecht vorgespielte Authentizität, aber in Wirklichkeit absolute Pseudorealität. Es zieht sich elends lang, wie die Fäden eines klebrigen Kaugummis der nicht von den Schuhen abgeht. Die Handlung ist vorhersehbar. Ich finde, daß der Film sogar versteckten Rasissmus beinhaltet. Zumindest gibt es ausser den kaputten, korrupten (natürlich nur deswegen, weil das Leben ja zu ihnen sooo böse ist) Polizisten, keinen!!! einzigen weißen Kriminiellen. Komisch aber auch!?
Meine Empfehlung: Lieber mal Grand Torino anschaun. Leider spielts den nicht mehr im Kino, aber der hat wirklich absolut Klasse!

2. April 2010
07:19 Uhr

von Ein_Filmfreund

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