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Contraband

Contraband

Thriller. GB, USA 2012. 109 Minuten.

Regie: Baltasar Kormákur
Mit: Ben Foster, Mark Wahlberg, Kate Beckinsale

Ein anständig gewordener Schmuggler verstrickt sich wegen dem Bruder seiner Frau in ein von Panama bis New Orleans gesponnenes Komplott aus Drogen und Falschgeld: Mark Wahlberg in einem smarten Heist-Action-Movie mit Traum-Cast.

Filmstart: 16. März 2012

Chris Farraday (Mark Wahlberg) hat ein Problem. Andy (Caleb Landry Jones), der kleine Bruder seiner großen Liebe und Gattin Kate (Kate Beckinsale), hats im großen Stil vergeigt. Und irgendwie ist Chris mit Schuld. Schließlich ist er nicht nur der Sohn der ziemlich berühmten, gefürchteten und aktuell für längere Zeit eingebuchteten Schmugglerlegende Farraday, sondern selbst ein Mann mit Vergangenheit in der Zunft der Schieber heißer Ware. Chris hat jetzt zwar Familie - eine Frau, zwei super erzogene Buben - und eine eigene Security-Technik-Firma. Er ist anstänig geworden und es gibt nichts, worauf sein Vater stolzer wäre. Aber leider ist diesem Andy nichts Besseres eingefallen, als sich an dem früheren Chris ein Beispiel zu nehmen und im Auftrag des gefährlich asozialen Koks-Pushers und Gangsters Briggs (fantastisch abgefuckt: Giovanni Ribisi) eine Ladung Marschierpulver aus Panama in einem Containerschiff in die USA zu bringen. Im Hafen von New Orleans fällt die Ladung ins Wasser, weil die Zollbehörde eine Razzia auf dem Schiff durchführt und Andy das Koks im Meer versenkt. Briggs fackelt ob dieser Kunde nicht lange. Mit aller Härte befördert er Andy ins Krankenhaus und stellt ihm ein Ultimatum. Das kann der natürlich nur mit Hilfe von Chris einhalten. Und so verspricht Chris, das Geld aufzustellen. Als Insider in allen Bereichen des Hafens von New Orleans fällt es ihm nicht schwer, mit Andy und einigen anderen Komplizen in einem Containerschiff anzuheueren, das sich perfekt eignet, um einen Schmuggel-Coup durchzuziehen, der die Probleme lösen soll. In Panama hatte Chris früher Top-Verbindungen zur Falschgeld-Mafia, und auch einen fixen Abnehmer (unglaublich bedrohlich: David O'Hare) für die Unmengen nachgedruckter Dollars hat er noch. So will es Chris machen: zuerst einige Millionen falsche Dollar in die USA schmuggeln und dann für ein paar hunderttausend echte Dollar verkaufen - und damit Andy auslösen. Aber die erste angebotene Palette voll ungeschnittener Dollar-Druckbögen erweist sich als minderwertig. Da bleibt nur noch ein persönliches Vorsprechen beim neuen Fälscherboss Gonzalo (verwegen und verrückt: Diego Luna), der Chris' früheren Vertrauensmann scheinbar aus dem Weg geräumt hat. Gonzalo kennt Chris auch. Deswegen weiß er, daß es gefährlich werden könnte. Und dann macht Andy die nächste riesengroße Dummheit. Aber auch zuhause in New Orleans spitzen sich die Dinge zu: Kate musste mit den Buben bei Chris' bestem Freund und Vertrauensmann Sebastian (Ben Foster) untertauchen. Es wird brenzlig für alle Beteiligten - und nicht nur einmal schlittern Chris und Kate arschknapp an einer Katastrophe vorbei …

Ein schwedischer Film war Vorbild für diesen von vorne bis hinten gelungenen US-Krimi, der die Register des modernen Unterhaltungskinos so gekonnt zieht, dass man sich in die besten Zeiten eines Jerry Bruckheimer versetzt fühlt. Mark Wahlberg spielt den strong-and-silent-type absolut in sich ruhend und deutlich zurückhaltender als etwa ein Bruce Willis, aber nicht nur am Rosen-Tattoo im Nacken von Kate Beckinsale erkennen wir unmissverständlich, in welcher sozialen Schicht hier gedealt, geschmuggelt und geschossen wird. Auch Prügel setzt es hier und da - aber immer verdient. Und das bei Top-Besetzung in fast jeder mittelgroßen Rolle. Ben Foster etwa kennen wir aus dem SciFi-Schocker Pandorum, David O'Hare aus Cowboys & Aliens, J.K. Simmons aus Spider-Man und Giovanni Ribisi aus Avatar - auch wenn ihn seine Häfn-Peckerln und die krächzende Ratten-Stimme mehr als maßgeblich verändern. Regisseur Baltasar Kormákur ist übrigens der wahrscheinlich erfolgreichste Filmkünstler Islands - er ist auf seiner Heimatinsel, dem mit Riesenabstand interessantesten Fallbeispiel eines Finanzkrise-Opfers der 0er-Jahre, ein gefeierter Schauspielstar und ebenso erfolgreicher Regisseur. Contraband ist sein Hollywood-Einstand.

Text:  ag

Credits

Titel Contraband
Originaltitel Contraband
Genre Thriller
Land, Jahr GB/USA, 2012
Länge 109 Minuten
Regie Baltasar Kormákur
Drehbuch Aaron Guzikowski basierend auf dem Film Reykjavik-Rotterdam
Kamera Barry Ackroyd
Schnitt Elísabet Ronaldsdóttir
Musik Clinton Shorter
Produktion Tim Bevan, Mark Wahlberg, Eric Fellner, Baltasar Kormákur, Stephen Levinson
Darsteller Ben Foster, Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Lukas Haas, J. K. Simmons, Giovanni Ribisi, Robert Wahlberg, Caleb Landry Jones, David O´Hara, Diego Luna
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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