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3faltig

3faltig

Komödie. Deutschland, Österreich 2010. 95 Minuten.

Regie: Harald Sicheritz
Mit: Matthias Schweighöfer, Christian Tramitz, Roland Düringer, Alfred Dorfer

Kennen Sie den schon? Kommt der Jesus zum Heiligen Geist und sagt: "In sieben Tagen ist Weltuntergang.“ Das finden Sie nicht lustig? Na, dann warten Sie, bis Sie gesehen haben, was Christian Tramitz, Alfred Dorfer, Roland Düringer, Matthias Schweighöfer und Regisseur Harald Sicheritz daraus machen!

Filmstart: 21. Oktober 2010

Weihnachten im österreichischen Alpenvorland. Der Geruch von überzuckertem Glühwein liegt in der Luft, zerzauste Tannen harren traurig preisbewussten Last-Minute-Käufern, zwischen Schneehaufen wird in Lichterketten-behängten Hütten verlockend glitzernder Ramsch feilgeboten. Manchmal sogar mit Erfolg. Solcherart sein Glück versucht auch Hage (Christian Tramitz). Wortgewandt preist er ein buntes Sortiment mit dem Anlass entsprechendem religiösem Touch an und ist dabei nicht mal unsympathisch. Immerhin ist Hage der Heilige Geist. Genau, der aus "Im Namen des Vaters und des Sohnes …“. Amen.
Den Weihnachtsabend verbringt Hage mit seiner Haushälterin Irina (Adele Neuhauser) bei Würsteln und Erdäpfelsalat. Was diesen 24. Dezember im speziellen aber außergewöhnlich macht, ist der hohe Besuch, mit dem Tisch und Mahl geteilt werden: Christl (Matthias Schweighöfer) schneit plötzlich bei der Tür herein. Einfach so, nach 2000 Jahren, steht er da und sagt: "Ich soll dich ganz ganz lieb vom Papa grüßen.“ Nur damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen: Christl sieht mit seinen langen Haaren und den gütigen Augen nicht nur aus wie Jesus, er ist es. Christl ist der Sohn Gottes, der Heiland, der Erlöser, Jesus Christ Superstar himself. Vom Himmel herabgestiegen, zurückgekehrt auf die Erde. Allmächtiger!
Stellt sich natürlich die berechtigte Frage: Was macht der da? Hage ist von Christls Erscheinen eh schon genervt - aber als er hört, was dahintersteckt, kommt ihm auch der letzte Funken Weihnachtsstimmung augenblicklich abhanden: Apokalypse. In sieben Tagen. Na fein. Damit kann sich Hage die Silvester-Premiere seines Musicals Holy Spirit Megastar in die Haare schmieren. Und die gesamte Schöpfung wäre natürlich auch dahin - Menschen, Tiere, alles weg. So gehts nicht, findet Hage. Die Entscheidung über ein derart globales Ereignis kann nicht einfach über seinen Kopf hinweg getroffen werden. Er ist schließlich nicht irgendwer sondern der Heilige Geist und hat mindestens ein Vetorecht. Falsch gedacht. Papa will auch nach Rücksprache den Weltuntergang partout nicht absagen, und Vetorecht gibts keins für Geister, heilig hin oder her. Jetzt bleibt Hage nur noch ein Ausweg: Er muss Christl von der Schönheit der Welt überzeugen. Und da nicht besonders viel Zeit ist, bleibt nur die naheliegende Welt: das tief verschneite Alpenvorland mit all seinen Skurrilitäten. Heilige Maria Mutter Gottes, wenn das nur gutgeht …
Hages Anti-Apokalypse-Tour führt bald auch ins Beverly Hills, die Tanzbar von Friedl (Roland Düringer), in der - so Gott will - Holy Spirit Megastar seine Uraufführung erleben wird. Die Begegnung mit Mona, eine Gogo-Tänzerin und Hages Hauptdarstellerin, führt unmittelbar zur Erleuchtung Christls: Er verliebt sich. Doch damit ist der Weltuntergang noch nicht vom Tisch. Der Pfad zur Erlösung ist steinig, Unbill lauert in vielerlei Gestalt. Zum Beispiel hat Christl seine Gabe verloren, Wunder zu wirken, was sich als äußerst unpraktisch erweist, als er versehentlich Mona überfährt und die anschließende Auferweckung scheitert. Aber, wie heißt es so schön: Gottes Wege sind unergründlich. Und so führt Christls Versagen ihn direkt in die Wirkungsstätte von Pfarrer Erdinger (Alfred Dorfer) - der dann auch tatsächlich den entscheidenen Hinweis zur Heilung der Wunder-Hemmung liefert. Und damit nimmt Hages und Christls unglaubliche Reise in die letzten Tage der Menschheit so richtig Fahrt auf …
"Wir denken nur konsequent weiter, was in der Bibel steht. Nämlich, dass der Heilige Geist nach der Himmelfahrt Christi unter den Menschen zurückblieb“ sagt Harald Sicheritz. Mit der konsequenten Weiterführung des Gedankens von der Hausrenovierung war Herr Sicheritz ja schon einmal enorm erfolgreich (Hinterholz 8 erreichte 1998 mehr als 600.000 Besucher!). Und es wäre kein Wunder, könnte 3faltig an diesen Erfolg anschließen.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel 3faltig
Originaltitel 3faltig
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland/Österreich, 2010
Länge 95 Minuten
Regie Harald Sicheritz
Drehbuch Harald Sicheritz, Christian Tramitz, Murmel Clausen, Hermann Bräuer
Kamera Thomas Kiennast
Schnitt Paul Michael Sedlacek
Musik Lothar Scherpe
Produktion Andreas Fallscheer, Kurt J. Mrkwicka
Darsteller Matthias Schweighöfer, Christian Tramitz, Roland Düringer, Alfred Dorfer, Adele Neuhauser, Julia Hartmann, Raimund Wallisch, Stefanie Dvorak
Verleih Einhorn Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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