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TRON: Legacy

TRON: Legacy

Action, Science-Fiction. USA 2010. 125 Minuten.

Regie: Joseph Kosinski
Mit: Jeff Bridges, Olivia Wilde

Auf der Suche nach seinem Vater, dem Software-Magnaten Flynn (Jeff Bridges), gerät der junge Sam (Garrett Hedlund) in eine sich verselbständigende, tödliche Computerspiel-VR: Informatische Evolution in der bahnbrechenden Fortsetzung des legendären 80er-Kultfilms.

Filmstart: 27. Januar 2011

Kevin Flynn (Jeff Bridges) ist einer der strahlendsten Pioniere der Computerspielbranche. Seit der Spielautomatenhallenbetreiber in den 80er Jahren den "Raster" entwickelte, hat sich seine Firma Encom zu einem regelrechten Imperium aufgebauscht. Flynn war nicht nur ein genialer Kopf. Er war auch ein wirklich guter Vater, der seinem Sohn Sam (Garrett Hedlund) stets die Welt als Ort voller Wunder beschrieben und gezeigt hat. Aber dieser Mann hatte ein Geheimnis, und das verfolgt seinen Sohn bis heute: 1989 verschwand er spurlos und wurde nie wieder gesehen. Encom wird heute von Allen Brady (Bruce Boxleitner), Flynns altem Partner, geleitet. Aber Sam, Flynns Sohn, will von seinem milliardenschweren Erbe nichts wissen. Er ist ein Außenseiter und Einzelgänger, den die Gedanken an das Verschwinden seines Vaters verfolgen. Aber dann ereignet sich ein Lebenszeichen. Es kommt als altmodische Pager-Nachricht auf Allen Bradys Handy - direkt aus Flynns alter Spielhalle. Klar, dass Sam sofort hinfährt. Was er dort findet, wird ihn ziemlich überraschen - und sein Leben total auf den Kopf stellen.
An dieser Stelle beginnt eine Geschichte, bei der alle, die den Film Tron aus den 80er Jahren kennen, einen entscheidenden Vorteil haben. Weil sie sofort wissen, was gemeint ist, wenn hier von Programm und User gesprochen wird. Kevin Flynn hat damals die erste Version des Rasters, einer faszinierenden Technologie, die die digitale und die menschliche Welt vermischen kann, entwickelt. Aber seit damals ist viel Zeit vergangen. Und Kevins Schöpfung hat eine fantastische Evolution durchgemacht. Sie ist gefüllt mit Fahrzeugen, Luftschiffen, einem Gewirr aus Gebäudefronten und Informationsleitungen - und natürlich den Spielarenen, in denen die Programme gegeneinander antreten, um sich im Wettkampf zu besiegen. Verliert ein Programm den Kampf, wird es gelöscht.
Der Knackpunkt: In den Programmstrukturen der Wettkämpfer stecken bisweilen auch menschliche Seelen. Zum Beispiel die von Sam, als er von der Technologie seines Vaters "gerastert" wird und sich im Raster wiederfindet, wo ein Programm, das aussieht wie sein Vater, eine tyrannische Expansions-Herrschaft führt und auf der Jagd ist nach Kevin Flynn, der seit 20 Jahren hier im Exil lebt und sich versteckt hält. Mit Hilfe des attraktiven Kampfprogramms Quorra (Olivia Wilde) ziehen Vater und Sohn in dieser überwältigenden digitalen Schattenwelt in den Kampf gegen Clu 2.0, den Tyrannen, den Kevin Flynn einst erschuf ... …

Man kann davon ausgehen, dass die 3D-Effekte in TRON: Legacy einen Meilenstein setzen werden. Das zeigen die Trailer hinlänglich. Dass mit Jeff Bridges erstmals ein Schauspieler als 65-Jähriger und als Mittdreißiger gleichzeitig vor der Kamera steht, ist natürlich ein Computertrick, aber er funktioniert atemberaubend wie so vieles in dieser Fortsetzung des ersten wirklichen Virtual Reality-Films der Kinogeschichte, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit eben als zweiter relevanter Film in diesem Genre ins Geschichtsbuch schreiben könnte. Mit Garrett Hedlund und Olivia Wilde sorgen zwei heiße Nachwuchsstars für Eye Candy und erotische Spannung.
TRON: Legacy
ist übrigens das Spielfilmdebüt von Joseph Kosinski, der seinen einzigartigen optisch visionären Stil als Regisseur z. B. von Werbespots für die Computerspiele Halo und Gears of War sowie für Nike unter Beweis gestellt hat. Das Drehbuch stammt von Eddy Kitsis und Adam Horowitz, die informierten Menschen als Autoren des Serienphänomens Lost in guter Erinnerung sein sollten. Und die Musik stammt vom französischen Technopop-Phänomen Daft Punk. Wenn das alles nicht Kultpotential hat ...

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel TRON: Legacy
Originaltitel TRON: Legacy
Genre Action/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2010
Länge 125 Minuten
Regie Joseph Kosinski
Drehbuch Edward Kitsis, Adam Horowitz
Kamera Claudio Miranda
Schnitt James Haygood
Musik Daft Punk
Produktion Sean Bailey, Steven Lisberger, Jeffrey Silver
Darsteller Jeff Bridges, Olivia Wilde, Beau Garrett, John Hurt, Garrett Hedlund, Bruce Boxleitner, Michael Sheen
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Endlich !

Schon in meiner Kindheit hat mich die Welt von Tron fasziniert und das ist auch bis heute so geblieben. Nicht nur einmal habe ich das Original von 1983 gesehen. MIt jedem Jahr das ich älter geworden bin wird die Betrachtung des Films für mich unglaubwürdiger ! Und somit sah ich mir den Film in reiferen Jahr nur noch selten in voller Spielfilmlänge an ! Doch mit der heutigen Technik und kreativen Designern wird dieser Film wieder richtig interessant sein. Damals ging die Vorstellungskraft von der digitalen Welt und der Umsetzung nicht Hand in Hand , aber nun nimmt die Sache wieder Form an !

Ein muss für Science Fiction Fans und Fans von aussergewöhnlichen Ideen. Aber da es ein wenig den original Film anknüpft sollte man sich auch diesen vorher ansehen !

12. August 2010
01:17 Uhr

von waity75

beeindruckendes erstes highlight 2011!

wer sich ein wenig mit computer beschäftigt, wird über die gezeigte sci-fi-welt vermutlich etwas schmunzeln müssen, aber das ist auch schon das einzige, das man im entferntesten kritisieren kann. sonst passt alles. design, special effects, soundtrack (daft punk!) und cast (jeff bridges x2, olivia wilde ein echter hingucker). die story hat nebst stylisher action auch ihre ruhigen momente zum durchatmen, weiß aber v.a. bis zum ende hin die spannung zu halten. - kleiner tipp: in 3d anschauen.

28. Januar 2011
03:33 Uhr

von stgm

Loved It!

Habe den Film glücklicherweise schon Anfang Jänner sehen können (war in NYC)! Und das war definitv ein Highlight des Aufenthalts dort!

Fazit:
- in 3D definitiv empfehlenswert
- gute Story
- gute Special-Effects
- ein paar Gags gibt es auch
- und der verjüngerte/animierte Jeff Bridges (siehe auch Plakat) ist gelungen und doch witzig zugleich

30. Januar 2011
20:35 Uhr

von Cornetto

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