Filminfo zu

A Nightmare on Elm Street

A Nightmare on Elm Street

Horror. USA 2010. 101 Minuten.

Regie: Sam Bayer
Mit: Jackie Earle Haley

Nach Horror-Neuauflagen wie Freitag, der 13. und A Texas Chainsaw Massacre bringt Starproduzent Michael Bay (Transformers) die perverse Brandnarbenfresse mit dem Klingenhandschuh ohne Spaß zurück ins Kino.

Filmstart: 21. Mai 2010

Wenn dich in deinen schlimmsten Albträumen ein von übelsten Brandnarben entstellter Irrer mit einem tödlichen Klingenhandschuh aufschlitzt und du nach dem Aufwachen blutest wie ein Schwein, stehst du auf Fred Kruegers Abschussliste und kannst auch gleich gute Nacht sagen, weil du dann vollkommen chancenlos bist. Schlafentzug macht Leute wahnsinnig. Nach 70 Stunden durchgehenden Wachseins ist sowieso Sense, da schaltet sich das Gehirn zwischendurch von selber ab, auch ohne Hinlegen und Augenzumachen. Und dann kommt Freddy, um dich zu holen. Spätestens dann. Aber meistens kriegt er dich schon früher. So wie die Kids aus der Elm Street. Sein erstes Opfer ist Dean (Kellan Lutz), der neue Freund von Kris (Katie Cassidy). Er hat seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen, extrem grindige Albträume haben ein zitterndes Wrack aus ihm gemacht. Es sind nur Träume, beschwört ihn Kris im örtlichen Diner. Kurz danach schneidet er sich vor ihren Augen scheinbar selbst die Kehle durch. Die Tragödie lässt die Kids aus der Elm Street näher zusammenrücken. Sie stellen fest, dass sie alle in letzter Zeit dieselben beunruhigenden Albträume haben von einem entstellten Mann mit Hut, grün-rot-gestreiftem Strickpullover und klingenbewehrtem Gärtnerhandschuh, der sie filettieren will - was offenbar echte, physische Auswirkungen hat. Bevor sie auch nur ansatzweise verstehen können, was vor sich geht, ist Kris dran: In Anwesenheit von Jesse (Thomas Dekker) wird sie von einer unsichtbaren Macht quer durch ihr Zimmer geschleudert und von oben bis unten aufgeschlitzt. Jesse, den alle für den Täter halten, landet im Gefängnis, aber dort macht sein spektakulär blutiges Ableben schnell klar, dass er nicht der Täter gewesen sein dürfte. Jetzt sind nur noch Quentin (Kyle Gallner) und die einzelgängerische Nancy (Rooney Mara) übrig. Mit chemischen Wachmachern ausgerüstet, begeben sie sich auf die Spuren des hässlichen Schlächters aus ihren Träumen. Einst hieß der Mann Fred Krueger (Jackie Earle Haley). Er war Gärtner in der Volksschule, die alle seine Opfer besucht haben. Und es gibt sehr gute Gründe, warum ihre Eltern ihnen Kruegers Geschichte bisher tunlichst verschwiegen haben.

Acht Filme lang hat Robert Englund das legendäre Horrorfilm-Monster Fred Krueger gespielt, nun tritt der großartige Jackie Earle Haley (Watchmen) mehr als würdig die Nachfolge an: Die hässliche Fratze des neuen Freddy geht einem nicht so schnell aus dem Kopf, genau wie die teils wirklich gekonnt schauderhaft inszenierten Albtraumszenen. Und noch ein begeisterungswürdiger Faktor spielt bei der stets in erfreulicher Nähe zum ersten Freddy-Film von 1984 bleibenden Neuinszenierung mit: Hier wird richtig ernst zur Sache gegangen, gänzlich ohne ironische Distanz und Herumwitzelei.

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel A Nightmare on Elm Street
Originaltitel A Nightmare on Elm Street
Genre Horror
Land, Jahr USA, 2010
Länge 101 Minuten
Regie Sam Bayer
Drehbuch Wesley Strick, Eric Heisserer
Kamera Jeff Cutter
Schnitt Glen Scantlebury
Musik Steve Jablonsky
Produktion Michael Bay, Andrew Form, Bradley Fuller
Darsteller Jackie Earle Haley, Katie Cassidy, Thomas Dekker, Kellan Lutz, Rooney Mara, Kyle Gallner
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.