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Hangover 2

The Hangover: Part II

Komödie. USA 2011. 102 Minuten.

Regie: Todd Phillips
Mit: Bradley Cooper, Zach Galifianakis

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten … Was hilft am besten gegen Kater? Genau, weitersaufen. Im zweiten Teil der wahrlich umwerfenden Brachialkomödie verschlägt es Bradley Cooper, Zach Galifianakis, Ed Helms und ein paar weitere hochgeistige Saufköpfe gar nach Fernost: Im brodelnden Sündenpfuhl Bangkok wird ihnen vom Lotterleben erneut ordentlich einschenkt. Na dann Prost Schädelweh!

Filmstart: 2. Juni 2011

Fragen über Fragen. Warum habe ich so unglaubliche Kopfschmerzen? Wo bin ich? Was ist das Nasse, was ich an meinen Beinen spüre? Wie war nochmal mein Name? Was ist eigentlich verdammt während der letzten Stunden passiert? Und - werde ich das jemals hinbiegen können?
Hangover, ein verhältnismäßig kleiner Film voller äußerst schmutziger Witze und so gut wie ohne große Namen, wurde mit völlig anarchischem Schmäh und einer Story, die keinerlei Respekt vor ihren eigenen Hauptfiguren zeigte, zu einer der erfolgreichsten Komödien 2009. Auch wenn die Protagonisten hauptsächlich Männer waren, fanden sich Party People beiderlei Geschlechts in den wahnwitzigen Abenteuern der drei Hauptfiguren wieder: Der ganz große Kater ist eben eine universelle Erfahrung. Millionen ebenso begeisterter wie verstörter KinogeherInnen litten mit, wie der großmäulige Lehrer Phil (Bradley Cooper), der verklemmte Zahnarzt Stu (Ed Helms) und der generell völlig unmögliche Alan (Zach Galifianakis) nach einem wilden Polterabend in Las Vegas ihren Freund Doug, den Bräutigam (Justin Bartha), verloren - und sich dafür mit einem kleinen Baby, einer frisch geheirateten Stripperin und Mike Tysons hungrigem Tiger im völligen Chaos wiederfanden, und das nur ein paar Stunden vor der geplanten Hochzeit.
Dass Regisseur Todd Phillips diesen Irrsinn noch würde toppen können, daran glaubte eigentlich niemand. "Für ein Sequel müssten wir schon im Weltraum feiern!“ brachte Zach Galifianakis es auf den Punkt. Dennoch stand schon vor dem Kinostart des ersten Teils fest, dass es einen zweiten Teil geben würde, weil schon die Testscreenings derartig gut gelaufen waren. Und der spielt nicht im Weltraum - sondern in Thailand, laut übereinstimmender Kommentare der Hauptdarsteller "eine durchaus vergleichbare Erfahrung.“
Dabei fängt alles so nett und geordnet an. Der biedere Stu, der sich ja am Ende des ersten Teils endlich von seiner unmöglichen Freundin getrennt hat, ist nun in der Zielgeraden zum persönlichen Happy-end: Er wird seine ganz große Liebe (Jamie Chung) heiraten. Deren Eltern kommen aus Thailand, deshalb wird die Feier dort stattfinden in einem wunderschönen Resort. Stus beste Freunde sind natürlich auch eingeladen. Und ja, nach einigem hin und her darf auch der durchgeknallte Alan wieder mit. Aber halt: Vorabendliches Besäufnis wirds diesmal SICHER keines geben. Das Trauma sitzt viel zu tief. Stattdessen soll ein gepflegter Brunch die harmonischen Festivitäten würdig einleiten. Ohne Kater, ohne Katastrophen - und vor allem, ohne dass wieder der Bräutigam verschwindet.
Schwarzblende. Eben erwähnter Bräutigam Stu, Phil und Alan wachen am nächsten Tag in irgendeinem dreckigen Loch in Bangkok auf, mit unglaublichem Brummschädel und ohne jegliche Erinnerung daran, wie sie hier gelandet sind. Dafür hat Alan einen kahlrasierten Schädel, Stu hat Mike Tysons Tattoo im Gesicht, und im Zimmer randaliert ein drogenhandelner, zigaretterauchender Affe. Was folgt, ist einer der bösesten und schmutzigsten Wahnsinns-Kinotrips seit langem - mit Pointen von nie geahnter Tiefe, einer total abgefuckten Auto-Verfolgungsjagd, noch grausigeren Szenen mit dem haarigen Alan und unerwarteten Einblicken in Stus durchaus krankes Sexualleben. Dazu gibts kesse Cameos von - da capo - Mike Tyson, Indie-Liebling Paul Giamatti und Hollywood-Hero Nick Cassavetes als Tätowierkünstler, der die Mini-Rolle vom in Ungnade gefallenen Mel Gibson und dem beruflich verhindeten Liam Neeson erbte. Ebenfalls mit von der Partie sind auch wieder Ken Jeong als superwiderlicher Mafioso und Justin Bartha als mittlerweile glücklich verheirateter Doug.
"Es gibt sehr, sehr wenige Sequels, die dem Vorgänger gleichwertig sind, oder ihn gar übertreffen“, meint Phillips. "Der Pate 2 war einer der ersten, der das schaffte. Und jetzt schafft das Hangover 2. Noch dazu musste Scorsese mit de Niro auskommen - und wir haben einen rauchenden Affen!“

Text:  Gini Brenner, Kurt Zechner

Credits

Titel Hangover 2
Originaltitel The Hangover: Part II
Genre Komödie
Land, Jahr USA, 2011
Länge 102 Minuten
Regie Todd Phillips
Drehbuch Todd Phillips, Craig Mazin, Scot Armstrong
Kamera Lawrence Sher
Schnitt Debra Neil-Fisher, Michael L. Sale
Musik Christophe Beck
Produktion Daniel Goldberg, Todd Phillips
Darsteller Bradley Cooper, Zach Galifianakis, Ken Jeong, Paul Giamatti, Jeffrey Tambor, Mason Lee, Jamie Chung, Nick Cassavetes, Ed Helms, Justin Bartha
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

grauslich-genial

ein aufgewärmter Kater? ich war skeptisch, aber irgendwie funktioniert Hangover auch im zweiten anlauf ...

18. Juli 2011
17:23 Uhr

von Troublemaker

spitzenklasse

Nach Teil 1, der für mich kaum noch zu überbieten war an witzigen und kuriosen szenen, kam Teil 2 und belehrte mich eines besseren!! Sehr geniale Fortsetzung die für mich mit Teil 1 gleich zu stellen ist.

Unbedingt sehenswert!!

24. Juli 2011
13:33 Uhr

von Geraldo

witzig bis zur letzten Sekunde

Der Film ähnelt zwar sehr dem Vorgänger aber man wird als Zuschauer trotzdem immer wieder mit Humor und unerwarteten Wendungen überschüttet.
Die 3 Hauptdarsteller spielen ihre Rollen genial. Schade das Justin Bartha keine größere Rolle hat. Er ist auch fantastisch. Wer weiß vielleicht hat er ja in 3 Teil erneut einen Hangover..

14. Januar 2012
01:47 Uhr

von Aniita

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