Filminfo zu

Winnie Puuh

Winnie the Pooh

Animation, Kinderfilm. USA 2011. 65 Minuten.

Regie: Don Hall, Stephen J. Anderson

Das Leben, ein Honigschlecken! Zumindest, wenn es nach Winnie Puuh geht. Doch plötzlich ist Christopher Robin verschwunden, und der Honig muss erst mal warten ... Der dumme alte Bär ist zurück - herrlich altmodisch, niedlicher als je zuvor und mit viel Liebe zum Leben erweckt: klassisches Zeichentrickkino in bester Disney-Tradition - das perfekte Einsteiger-Movie für ganz kleine Kinofreunde.

Filmstart: 14. April 2011

 

Gerade erst vom allerschönsten aller Träume aufgewacht, knurrt Winnie Puuh ganz ordentlich der Magen. Er brummt und rumpelt und gluckst, "Honig, Honig“ bettelt er. Und natürlich lässt sich der gemütliche Bär aus dem Hundertmorgenwald nicht lange bitten. Doch, wie furchtbar: Puuhs Honigtöpfe sind allesamt leergeschleckt. Ach herrjeh!
Und damit sind wir auch schon mitten drin im ersten Kapitel des neuen Winnie Puuh-Disney-Films. Genau, Kapitel. Denn als Hommage an Puuhs Ursprung als Kinderbuch-Bär aus der Feder des Engländers A.A. Milne gibt sich der Film äußerst verspielt und hüpft zwischen Zeichentrick und Buchseiten herum, lässt den Erzähler (im Original: John Cleese) mit den Figuren interagieren, sogar einen Buchstabensalat gibts auf der Leinwand.
Puuh hat also etwas äußerst Wichtiges zu tun: Honig muss her. Dazu trollt er sich aus seinem honiglosen Domizil, macht sich bärenstarke Gedanken, wie er denn nun an die nächste Portion seiner Leibspeise kommen könnten - und wird jäh abgelenkt von etwas, was eigentlich gar nicht da ist: I-Aah ist sein Schwanz abhanden gekommen. Wiedereinmal. Grund genug für den eh schon trübseligen Esel erst recht den Kopf hängen zu lassen. Doch schnell hat man eine Lösung parat: Gemeinsam mit Christopher Robin sucht man einen einfach neuen Schwanz für I-Aah. Und wer die beste Idee hat, was sich I-Aah hintenrum umhängen könnte, der gewinnt einen Honigtopf! Hochmotiviert legen sich Ferkel, Tigger, Kanga und der Rest der Bande ins Zeug - aber so richtig mag keines der Dinge passen, die sie anschleppen. Für Puuh bleibt außerdem wieder keine Zeit, sich um die von der Körpermitte so vehement eingeforderte Nahrungsaufnahme zu kümmern - Christopher Robin ist nämlich verschwunden! Zumindest lässt ein Zettel an seiner Türe, den die obergescheite Eule flugs entziffert, diesen Schluss zu: "Bin beschäftigt. Bald zurück.“ Keine Frage, das furchterregende Monster Balzrück hat Christopher entführt! Und sicher hat es sich auch I-Aahs Schwanz geholt! Oder ist da mit der leseschwachen Eule einfach die Fantasie durchgegangen? Die Abenteuer im Hundertmorgenwald nehmen jedenfalls kein Ende, genausowenig, wie Winnies Bauch daran denkt, endlich Ruhe zu geben ...

Wer kennt sie nicht, die entzückenden Figuren aus dem Hundertmorgenwald: den dicken Bären, den hüpfenden Tiger, den stets niedergeschlagenen Esel, das furchtsame Ferkel und natürlich Christopher Robin, den Buben, in dessen Fantasie die Stofftiere überhaupt erst lebendig werden. Und diese Filmversion ist pure Fantasie, wie ein Bilderbuch auf der Leinwand - das perfekte Einsteigermovie für ganz kleine Kinofans. Und, versprochen: Kein Erwachsener muss Angst haben, sich zu langweilen!

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

Warum dieser Winnie Puuh gleich auf den ersten Blick um ein Eck liebenswürdiger wirkt als in seinen letzten Filmauftritten? Die Antwort heißt John Lasseter. Als Chef der Disney Animationsfilmabteilung hat er darauf geachtet, dass sich die Filmemacher auf die Wurzeln der Figuren rückbesinnen. Als Inspiration dienten ausdrücklich die zeitlos-herzigen Filme aus den 1960ern wie Winnie Puuh und der Honigbaum, nicht die moderneren Versionen der Stofftier-Bande.

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Winnie Puuh
Originaltitel Winnie the Pooh
Genre Animation/Kinderfilm
Land, Jahr USA, 2011
Länge 65 Minuten
Regie Don Hall, Stephen J. Anderson
Drehbuch Burny Mattinson basierend auf den Kinderbüchern von A.A. Milne
Kamera Julio Macat
Schnitt Lisa Linder
Musik Henry Jackman
Produktion Clark Spencer, John Lasseter, Peter Del Vecho
Stimmen in der OV Jim Cummings, Craig Ferguson, John Cleese
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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