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Wild Christmas

Reindeer Games

Krimi. USA 1999. 100 Minuten.

Regie: John Frankenheimer
Mit: Ben Affleck, Charlize Theron, Gary Sinise

Versuchung. Verführung. Verwicklung. Verdammt! Ben Affleck stolpert über die älteste Regel des Krimigenres: Trau keiner schönen Frau. Besonders wenn ihr Bruder eine Pistole hat.

Rudy Duncan (Ben Affleck), Spezialist für Kurzschließen und Knacken schneller Autos hat nur noch drei Tage Kittchen abzusitzen. So auch sein Zellengenosse Nick Cassidy (James Frain), der einen Mann totschlug, weil der seine Freundin anmachte, doch ansonsten ein ganz netter Kerl ist. Aber während Rudy nur davon träumt, die kommenden Weihnachtsfeiertage im Kreise seiner Familie verbringen zu können, hat Nick weit weichere Pläne: Auf ihn wartet eine Frau, die so schön, süß, scharf und lebendig ist, dass Rudy schon vom Zuhören auch ganz weiche Knie bekommt. Würde der natürlich nie zugeben.
Nick hat Ashley (Charlize Theron) über eine Brieffreundschaft kennengelernt. Irgendwie wurde das dann die große Liebe. Drei Tage noch. Blöd nur, dass Nick abgestochen wird. Zwar wollte der schwarze Hüne Alamo (Dana Stubblefield) eigentlich Rudy aufs Messer nehmen, da war noch eine alte Rechnung offen, aber dann ist Nick in die Klinge gelaufen und jetzt liegt der am Boden der Gefängniskantine, blutet aus vollen Rohren, keucht wie eine alte Küchenschabe und stirbt.
Am Tag der Entlassung steht Rudy im Schnee vorm Gefängnis, Ashley auch, und als Rudy schließlich sagt: "Hey, ich bin Nick", strahlt die Kleine übers ganze Gesicht, denn all die Jahre hat sie ihren Schatz nur als romantischen Briefeschreiber kennengelernt, ein Foto sah sie nie, das Gesicht, so schrieb Nick, wolle er sich für die Freiheit aufheben. Und jetzt sieht er eben wie Rudy aus. Klar hat der ein schlechtes Gewissen. Anfangs. Dann nehmen sie ein Zimmer im nächsten Motel und schnell sind alle Skrupel vergessen. Ashley ist nämlich genau die Frau von der du im Gefängnis träumst. Und wenn du rauskommst erst recht. Schade nur, dass sie einen Bruder hat.
Gabriel (Gary Sinise) ist ein ganz besonders fieser Drecksack. Zuerst schaut er sich heimlich die Liebesbriefe seiner Schwester durch, dann merkt er, dass die sich in einen Knacki verknallt hat, dann schreibt der Knacki, dass er mal in einem Spielcasino als Securityguard gearbeitet hat, und dann macht es "Klick"” bei Gabriel. Jetzt steht er vor Rudy, hält ihm eine Pistole unter die blutende Nase und erzählt ihm folgendes: Am Weihnachtsabend wollen Gabriel und seine Gang das Casino überfallen. Sie werden als Weihnachtsmänner verkleidet und schwer bewaffnet sein. Es dürfte aber eh keine Probleme geben. Denn Nick wird ihnen einen Plan zeichnen. Wo der Safe steht, wo die Bewacher sitzen, in welche Fettnäpfchen man treten könnte, nur für den Fall der Fälle. Schließlich hat Nick ja mal im Casino gearbeitet. Rudy schluckt. Denn er ist nicht Nick. Aber wie soll er das Gabriel erklären? Erstens. Und zweitens: Gabriel schaut gar nicht so aus, als ob er diese Neuigkeit gut aufnehmen würde.

John Frankenheimers Wild Christmas ist ein klassischer Gangsterfilm im coolen Gewand, der schön mit vielen Überraschungen spielt und voller feiner Regeln steckt. Erstens: Trau keiner schönen Frau - besonders wenn ihr Bruder eine Pistole hat. Zweitens: Wer als Weihnachtsmann ein Casino überfällt, schaut wie ein Trottel aus - und Trottel kommen nie weit. Drittens: Einmal tot ist noch lange nicht gestorben. Und viertens: Aber wenn du erst so richtig blutest, macht dich auch kein Christkind mehr lebendig. Frohe Weihnachten.

Credits

Titel Wild Christmas
Originaltitel Reindeer Games
Genre Krimi
Land, Jahr USA, 1999
Länge 100 Minuten
Regie John Frankenheimer
Drehbuch Ehren Kruger
Kamera Alan Caso
Schnitt Tony Gibbs, Michael Kahn
Musik Alan Silvestri
Produktion Marty Katz, Chris Moore, Bob Weinstein
Darsteller Ben Affleck, Charlize Theron, Gary Sinise, Clarence Williams III, James Frain, Isaac Hayes, Donal Logue, Danny Trejo, Dennis Farina, Ashton Kutcher
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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