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Drive

Drive

Action, Drama. USA 2011. 101 Minuten.

Regie: Nicolas Winding Refn
Mit: Ryan Gosling, Carey Mulligan

Beruf: Stuntman. Nebenjob: Fluchtfahrer. Ryan Gosling schreibt im Thriller Drive an der Seite von Cary Mulligan Filmgeschichte.
Hinter dem Projekt steckt Wahnsinns-Regisseur Nicolas Winding Refn, der dafür in Cannes den Regiepreis bekam.

Filmstart: 26. Januar 2012

Driver ist Stuntman. Untertags fährt er Autos zu Schrott, nachts fährt er Fluchtwagen. Er stellt keine Fragen, aber Bedingungen: Niemals arbeiter er zweimal für denselben Auftraggeber, und genau fünf Minuten hat jeder Verbrecher Zeit, dann sorgt Driver für eine gelungene Flucht. Drivers Arbeitgeber Shannon (Bryan Cranston) würde ihn am liebsten als Rennfahrer sehen, und bringt Bernie Rose (Albert Brooks) ins Spiel: Der schmierige Ex-Filmproduzent arbeitet jetzt für die Mafia und ist von Drivers Fahrstil begeistert, er holt auch Jugendfreund Nino (Ron Perlman) an Bord. Drivers Renn-Karriere steht also nix im Weg und auch in Liebesdingen tut sich was: Ausgerechnet im Lift des öden Wohnblocks, in dem Driver zurückgezogen wie sparsam lebt, lernt er Irene (Carey Mulligan) kennen. Ihr Gatte sitzt im Häf’n, also hat sie mit ihrem kleinen Sohn Benicio jede Menge Zeit, die sie gern mit Driver verbringt. Bis Irenes Mann Standard wieder freikommt. Ihm sitzt eine böse Bande im Genick - um Irene und Benicio zu helfen, beschließt Driver selbstlos, eben auch Standard zu unterstützen. Doch als kurz später, alles, wirklich alles, schiefgeht und Driver von sämtlichen bösen Mächten gejagt wird, mausert er sich in Nullkommanix zum brutalen Helden, der durchaus Blut sehen kann: Für Liebe und Leben ist Driver jedes Mittel recht.

Ein ungewöhnlicher Thriller verlangt eine ungewöhnliche Besetzung, dachte der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn, der 2009 mit dem abgedrehten Wikinger-Drama Valhalla Rising in Venedig für Aufsehen gesorgt hat, und besetzte seinen brutalen Helden mit dem immer freundlich aussehenden Ryan Gosling völlig gegen den Strich. Ihm zur Seite steht die großartige Britin Carey Mulligan, die in An Education und Wall Street: Geld schläft nicht die Welt von ihren Fähigkeiten überzeugte. Auch die Nebenrollen machen große Freude: Da ist zum Beispiel Bryan Cranston, Held aus Breaking Bad und Malcolm mittendrin, als Drivers Vertrauter, Schauspiellegenden Albert Brooks und Ron Perlman geben verräterische Arschlöcher verschiedener Couleurs. Die größte Überraschung ist allerdings Mad-Men-Sexbombe Christina Hendricks als gescheitertes Gangster-Girl. Wenn Ryan Gosling durch das düstere nächtliche LA in großartiger Eighties-Optik fährt und die Kamera so nebenbei fast meditativ eine Abhandlung über die USA on the road schreibt, weiß man, dass man in einem ganz großen Film sitzt: atemlos, atemberaubend, ganz brutal und doch so schön. Das wusste man auch in Cannes zu schätzen: Da gabs für Nicolas Winding Refn den Preis für die Beste Regie.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel Drive
Originaltitel Drive
Genre Action/Drama
Land, Jahr USA, 2011
Länge 101 Minuten
Regie Nicolas Winding Refn
Drehbuch Hossein Amini
Kamera Newton Thomas Sigel
Schnitt Matthew Newman
Musik Cliff Martinez
Darsteller Ryan Gosling, Carey Mulligan, Christina Hendricks, Albert Brooks, Ron Perlman, Bryan Cranston, Kaden Leos, Oscar Isaac
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

und action!..

Ryan Gosling, Auto & Action?! Tolle Mischung.

21. Januar 2012
15:33 Uhr

von Aniita

Sehenswert

Und das ist untertrieben! Toller Action Movie mit teilweise schockierenden Szenen (blutig), toller Musik - allgemein sehr viel 80er Jahre Flair.
Ryan Gosling beweist mal wieder sein schauspielerisches Können, er hat zwar nicht viel Text aber seine Blicke sprechen Bände.

4. Februar 2012
15:29 Uhr

von eddy87

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