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The Ides of March - Tage des Verrats

The Ides of March

Drama, Thriller. USA 2011. 97 Minuten.

Regie: George Clooney
Mit: Ryan Gosling, George Clooney, Paul Giamatti, Philip Seymour Hoffman

Integrität. Werte. Gewissen. Wer all das für wertvoll hält, sollte besser nicht in die Politik gehen - eine Lektion, die der Consulter Stephen (Ryan Gosling) auf die harte Tour lernt, als er sich im Wahlkampf für einen Präsidentschaftskandidaten (George Clooney) engagiert ...

Filmstart: 23. Dezember 2011

Wer auch nur oberflächlich die Nachrichten aus den USA verfolgt, der kann gar nicht übersehen, wie verbittert alle vier Jahre schon lange vor den eigentlichen Präsidentschaftswahlen um die Kandidatur gerungen wird. Schon läuft die Maschinerie des komplizierten Vorwahl-Systems, bei dem großer Wert auf die jeweiligen Mehrheiten in den einzelnen Bundesstaaten gelegt wird. Insbesondere die republikanischen Bewerber um die Kandidatur schenken einander bereits jetzt, fast ein Jahr vor dem Wahltermin (am 6. November 2012, Anm.), nichts - obwohl das Rennen um die Teilnahme am Finale erst im Spätsommer 2012 entschieden sein wird.
In The Ides of March -Tage des Verrats dreht sich alles um einen äußerst aussichtsreichen Vorwahl-Kandidaten der Demokratischen Partei, Governor Mike Morris (George Clooney). Es ist Mitte März, ein Datum, das die alten Römer als Iden bezeichneten, der Wahlkampftross hat gerade Ohio erreicht. Wenn Morris hier in den sogenannten Primaries die Mehrheit kriegt, dann ist er quasi schon in der Zielgeraden um das Weiße Haus. Es schaut auch ziemlich gut aus: Morris ist cleverer, charismatischer und schlagfertiger als sein Konkurrent Ted Pullmann (Michael Mantell). Und er hat das beste Team hinter sich, die Kampagne wird geleitet von PR-Profi Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) und dessen rechter Hand, des erst 30-jährigen Medien- und Organisationsgenies Stephen Meyers (Ryan Gosling). Für Pullmann arbeitet nur der zweitbeste: Tom Duffy (Paul Giamatti).
Stephen macht seinen Job mit Verve und viel Überzeugung. Und ohne Pause. Um so anfälliger ist er für die Avancen der blutjungen Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood), eine heiße Affäre beginnt. Doch dann erreicht Stephen ein seltsamer Anruf von der Gegenseite, von Tom Duffy persönlich. Gleichzeitig schockiert ihn Molly mit einer niederschmetternden Nachricht. Und pötzlich kann keiner mehr die drängenden Fragen der immer viel zu verbindlichen Politjournalistin Ida Horovitz (Marisa Tomei) beantworten. Und Stephen lernt: Oft entscheidet nur ein Augenblick zwischen Sieg und Supergau.

Politik von ganz weit innen. George Clooneys Kammerspiel, das er nicht nur als Überpolitiker bereichert sondern souverän inszeniert hat, ist ein beklemmendes Drama um Macht, Verrat und menschliche Schwäche. Getragen vom brillanten Ensemble läuft vor allem Ryan Gosling, Liebling der Stunde, zu Höchstform auf: Ein Filmgenuss mit Klasse und Charakter, der schon als Eröffnungsfilm in Venedig und als Finale der VIENNALE begeistert hat.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel The Ides of March - Tage des Verrats
Originaltitel The Ides of March
Genre Drama/Thriller
Land, Jahr USA, 2011
Länge 97 Minuten
Regie George Clooney
Drehbuch George Clooney, Grant Heslov, Beau Willimon basierend auf dem Theaterstück von Beau Willimon
Kamera Phedon Papamichael
Schnitt Stephen Mirrione
Musik Alexandre Desplat
Produktion George Clooney, Leonardo DiCaprio, Brian Oliver, Grant Heslov
Darsteller Philip Seymour Hoffman, Ryan Gosling, George Clooney, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Jeffrey Wright, Evan Rachel Wood
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

nein danke

werde mir den Film nichtansehen weil ich einfach nicht auf Dramen/Thriller stehe.
Der einzige Grund das ich ihn mir anschaue wäre wohl Ryan Gosling.
Aber für alle die auch solche Art von Film stehen soll er verdammt gut sein...

28. Dezember 2011
19:24 Uhr

von Aniita

Bester Film seit langer Zeit!

Nach 10 Minuten dachte ich schon, dass dies ein fader und biederer Hollywood-Schinken Kinoabend werden würde. Aber danach überschlugen sich die Ereignisse.

Der Film ist extrem gut und spannend, ich kann ihn nur schwerstens empfehlen!

28. Dezember 2011
20:34 Uhr

von xandii

The Ides of March....

was den anspruch betrifft, so ist diese regiearbeit von george clooney mit sicherheit anspruchsvoll. die spannung die nach ca 15 minuten hineinkommt - wird nach einiger zeit durch zusätzliche spannung aufgebaut und das ende ist grandios. ein film über die wahlkampfstrategien und manager bei einer präsidentschaftsvorwahl in den USA. so schön das wahl-kämpfen nach außen transportiert wird - so dreckig werden die fäden hinter den kullissen gezogen. ryan gosling und evan rachel wood sind in diesem drama sehr überzeugend und george clooney als produzent, regiesseur, drehbuchautor und schauspieler in einer mehrfachfunktion mehr als gelungen. in der skip bewertung 5 von 5 punkten. kein wunder das dieser film auf der viennale 2011 nach einigen tagen ausverkauft war! sehr sehenswert!

19. Januar 2012
20:48 Uhr

von Philipp87

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