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Jack and the Giants

Jack the Giant Slayer

Abenteuer, Fantasy. GB 2012. 114 Minuten.

Regie: Bryan Singer
Mit: Nicholas Hoult, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Eleanor Tomlinson

Zwischen Himmel und Erde lebt ein Volk von Riesen mit Appetit auf Menschenfleisch. Nicholas Hoult (About a Boy, Warm Bodies) und Ewan McGregor sind zur Stelle und machen die hässlichen Ungetüme einen Kopf kürzer. Höchst unterhaltsames 3D-Fantasy-Abenteuer von Bryan Singer (X-Men).

Filmstart: 15. März 2013

Märchen, Mythen, Sagen. Wer liebt sie nicht, die Erzählungen von tapferen Helden, untergegangenen Welten und legendären Königen. So ist es nicht besonders verwunderlich, dass im Königreich Cloister zwei Kinder, deren Wege sich später noch aufs abenteuerlichste kreuzen sollen, aufgeregt der immergleichen Gutenachtgeschichte lauschen. Ob Prinzessin Isabelle im Königspalast oder Bauernbub Jack in einer ärmlichen Hütte - von der magischen Bohnenstange, die bis in den Himmel hinaufwuchs, von Eric dem Großen und seinem Sieg über die Riesen, davon kriegen sie nie genug. In jedem Wort steckt so viel Abenteuer, dass sie es gar nicht erwarten können, erwachsen zu werden und selber ein Wagnis von mindestens jenem Ausmaß in Angriff zu nehmen. Aber man soll ja bekanntlich vorsichtig sein, was man sich wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. Denn es gibt eine Prophezeihung. Und die besagt, dass die Riesen wiederkommen und alle von Erics Blut vernichten werden ...

Einige Jahre sind ins Land gezogen, aus Isabelle ist eine bildschöne junge Frau (Eleanor Tomlinson) geworden. Das einzige Abenteuer, das ihr als Prinzessin zugestanden wird, ist allerdings die Eheschließung mit Lord Roderick (Stanley Tucci), einem verschlagenen, machthungrigen Unsympathler mit einem Speichellecker als Diener. Irgendwann wird Isabelle ihrem Vater, dem König (Ian McShane), wohl oder übel gehorchen müssen und Lord Roderick zum Mann nehmen. Doch bis dahin kann man ja noch etwas ungezogen sein, und so hat sie es sich zur Angewohnheit gemacht, die Palastmauern von Zeit zu Zeit hinter sich zu lassen und sich inkognito im Königreich unters Volk zu mischen. Natürlich nur so lange, bis des besorgten Vaters Leibgarde sie aufspürt und der Abenteuerlust ein Ende setzt. Und bei genau so einem Ausflug kommt es zum ersten, kurzen Aufeinandertreffen von Isabelle und Jack (Nicholas Hoult), ein junger Mann aus dem Bauernstand, der sich als wahrer Gentleman erweist. Weniger Talent zeigt der durch und durch gutherzige Jack allerdings als Verkäufer: Sein Karren wird ihm gestohlen, sein Pferd lässt er sich von einem Mönch abnehmen, der ihm dafür das Versprechen auf reiche Entlohnung in der Zukunft und ein paar magische Bohnen, die nicht nass werden dürfen, andreht. Magische Bohnen? Wer weiß, denkt Jack, und hebt sie sicherheitshalber gut auf. Alle bis auf eine.  
Schon in der folgenden Nacht überschlagen sich die Ereignisse: Prinzessin Isabelle ist wiedermal auf und davon und sucht ausgerechnet in Jacks Hütte Zuflucht vor einem bösen Unwetter. Eine zu Boden gefallene Bohne wird vom Regenwasser getroffen, und in Nullkommanix ragt, wo eben noch die Hütte stand, eine himmelhohe Staude aus dem Boden und reißt im Wachsen die schockierte Prinzessin mit sich in die Höhe.

Das große Klettern. Zu Isabelles Rettung treten neben Roderick und seinem Diener noch Ritter Elmont (Ewan McGregor), ein ehrenhafter Vertrauter des Königs, sowie die mutigsten Männer der Leibgarde an. Und Jack, der sich freiwillig meldet. Wer lässt schon die Gelegenheit aus, einer Prinzessin zu Hilfe zu eilen. So schnell sie können, erklimmen die Männer also dieses stattliche Gewächs, sind bald so hoch wie die Wolken - und klettern weiter, immer weiter. Bis sie plötzlich wieder festen Boden unter ihren Füßen haben - sie sind im sagenumwobenen Gantua gelandet, jener Welt zwischen Himmel und Erde in der die Riesen leben. Unfreiwillig, denn einst waren sie auf Erden zuhause - bis König Eric einen Weg fand, sie zu verbannen. Sind die Legenden um das Riesenvolk am Ende also doch wahr! Und genau wie man es aus den Erzählungen kennt, ist mit diesen Kreaturen nicht zu spaßen: Meilenweit nehmen sie Menschengeruch wahr - und kriegen sie einen Erdling zu fassen, wird er verspeist. Doch nicht nur die Riesen dezimieren den königlichen Rettungstrupp: Mit Roderick sitzt der schlimmste Feind nämlich in den eigenen Reihen ...

Hoch hinaus führt Regisseur Bryan Singer das Publikum mit seinem rundum gelungenen Fantasy-Abenteuer, das lose auf zwei britischen Märchen basiert. Ewan McGregor als edler Ritter, Stanley Tucci als Überdrüber-Bösewicht und Bill Nighy als großer Kopf des zweihäuptigen Riesen Fallon (zum Leben erweckt mit James Camerons Avatar-Technik) bilden den wunderbaren Rahmen für Nicholas Hoults Wandlung vom träumerischen Bauernbuben zu Jack, dem Riesen-Töter. Beste Unterhaltung kann hiermit garantiert werden - schwindelfrei sollte man halt sein.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Jack and the Giants
Originaltitel Jack the Giant Slayer
Genre Abenteuer/Fantasy
Land, Jahr GB, 2012
Länge 114 Minuten
Regie Bryan Singer
Drehbuch Darren Lemke, Christopher McQuarrie, Dan Studney
Kamera Newton Thomas Sigel
Schnitt Bob Ducsay, John Ottman
Musik John Ottman
Produktion David Dobkin, Ori Marmur, Patrick McCormick, Neal H. Moritz, Bryan Singer
Darsteller Nicholas Hoult, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Eleanor Tomlinson, Ian McShane, Bill Nighy, Eddie Marsan, Ewen Bremner, Simon Lowe, Warwick Davis
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Cooles Märchen

Der Film hat das altbekannte Märchen aufgegriffen und es als unterhaltsame, nette Geschichte neu herausgebracht. Ist eindeutig ein guter Film, wenn man einen schönen Tag/Abend im Kino verbringen will auch wenn 3D meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig war. Das Ende war eindeutig ein interessanter Einfall den ich nicht erwartet hatte!

21. März 2013
19:45 Uhr

von KayKay93

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