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One Way Trip

One Way Trip

Horror. Österreich, Schweiz 2011. 85 Minuten.

Regie: Markus Welter
Mit: Sabrina Reiter, Melanie Winiger

Acht junge Leute im finsteren Wald, Magic Mushrooms, ein geplatzter Reifen und zwei durchgeknallte Einheimische: Ein mörderischer Trip durchs Schweizerland, schlau, blutig und auch noch in 3D: Wilder Horror mit Österreichs Scream Queen Sabrina Reiter (In 3 Tagen bist du tot).

Filmstart: 23. September 2011

Road Trippin’: Ein Haufen junger Leute fahren in einem klapprigen VW-Bus ins Schweizer Gebirge. Nicht das Almidyll ist ihr Ziel, sondern ein spaßiges Schwammerl, der Spitzkegelige Kahlkopf, der besonders gern auf Almen wächst. Er gilt zwar nicht als Delikatesse, wirkt dafür um so heftiger: Er fährt fast wie LSD. Ein Ausflug in Richtung Gratis-Droge steht also am Programm. Nur eine ist davon überhaupt nicht begeistert - und sie wird recht behalten: Valerie (Sabrina Reiter) dachte, es geht an die Sonne – sie fühlt sich verarscht, als ihr Bruderherz Timo erst auf der Fahrt erzählt, was Sache ist. Noch weniger gefällt ihr die Chose, als auch noch ihr Ex-Freund in den Bus steigt. Sie haben sich nicht gerade in Frieden getrennt. Die Stimmung im Bus ist also bedenklich und wird nicht besser, als ein Reifen platzt und der Bus beinah verunfallt. Der Schock sitzt noch allen in den Knochen, als sie bei einer einsamen Tankstelle ankommen. Dort ist ein gleichaltriges Paar gestrandet, ihr Bike ist kaputt. Sie haben offensichtlich dasselbe vor - niemand kommt wegen der schönen Gegend hierher. Nun sind sie also zu acht. Alles ist eigentlich recht kuschelig. Man baut die Zelte auf, das Feuer flackert gemütlich, kurz später sind die ersten Pilze gefunden und alle high und glücklich. So merkt niemand so schnell, dass Timo schon verdammt lange braucht, um "kurz ein Bier holen" zu gehen. Die nächtliche Idylle wird nur durch die leisen Streitereien des neu dazugekommenen Paares auf die Probe gestellt, die erst durch ein plötzlich über die Truppe hereinbrechendes Unwetter zur Nebensache werden. Sie brechen die Zelte ab, die der Sturm nicht schon weggerissen hat, und suchen rasch ein festes Dach über dem Kopf. Da taucht Timo wieder auf, Blut rinnt ihm über das Gesicht. Gut also, dass Handys von heute die nächste Behausung anzeigen können. Was das GPS halt leider nicht weiß: Der uralte Bauernhof scheint zwar seltsam verlassen, es wohnen jedoch ein Förster und seine schöne wie gefährliche Tochter dort, die Unschönes im Schilde führt. Die Gruppe hat sie schon zuvor auf einem Traktor-Anhänger gesehen, neben einem toten Wolf. Kein gutes Omen im Horror-Universum. Kurz später geht der Wahnsinn im vorgeblich leeren Haus denn auch los, und alle Pläne, die Gruppe auf keinen Fall zu trennen, sind durch zunehmend absonderliche Vorfälle und eine höchst eigenartige Gruppendynamik zum Scheitern verurteilt …

Wer sich schon mal beim Wandern verirrt hat, kann nachvollziehen, wie gut man sich in den Alpen fürchten kann. Daran dachte wohl auch Regisseur Markus Welter, der sich ursprünglich als Werbefilmer und Cutter einen Namen gemacht hat - und wenn man in Zürich wohnt, ist das dicht bewaldete Jura als Schauplatz nur naheliegend. Mit Sabrina Reiter, der famosen österreichischen Scream Queen aus zwei Teilen In drei Tagen bist du tot, konnte er eine Fachfrau für die Hauptrolle gewinnen, mit dabei ist auch ihr I3TBDT-Kollege Martin Loos sowie der Schweizer Superstar Melanie Winiger, Schauspielerin, Moderatorin und Model in Personalunion. Sendung-ohne-Namen-Erfinder David Schalko fungierte als Co-Produzent. Die wahren Helden der Arbeit waren jedoch Regisseur Markus Welter, der Schauspieler und Crew 30 Tage lang bei eiskalten Nachtdrehs bei Laune hielt, sowie Kameramann Filip Zumbrunn (Giulias Verschwinden), Herrscher über die nigelnagelneue sündteure 3D-Kamera, die bei Regen unter einem Zelt manövriert werden musste. Bei diesem Dreh hat sich keiner geschont, wie die Stars des Films im Interview glaubhaft versichern, auf das Behind-the-scenes-Feature auf der DVD kann man sich jetzt schon freuen. Gelungen ist solider heimischer Horror, der mit einem bösen Funkeln im Auge aus 3D das beste herausholt - wenn auch mit dem Messer in der Hand. Am Land gibts nämlich allerhand Zeug, das man für blutige Taten verwenden kann, von der Sense bis zur Gartenschere.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel One Way Trip
Originaltitel One Way Trip
Genre Horror
Land, Jahr Österreich/Schweiz, 2011
Länge 85 Minuten
Regie Markus Welter
Drehbuch Matthias Bauer, Bastian Zach
Kamera Filip Zumbrunn
Schnitt Cecile Welter
Produktion Valentin Greutert , Simon Hesse, David Schalko
Darsteller Sabrina Reiter, Melanie Winiger, Herbert Leiser, Martin Loos
Verleih Thimfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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