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Rock of Ages

Rock of Ages

Komödie, Musical. USA 2012. 123 Minuten.

Regie: Adam Shankman
Mit: Tom Cruise, Malin Åkerman, Catherine Zeta-Jones, Alec Baldwin

It's Only Rock 'n' Roll But I Like It. Starbesetztes Kino-Musical zum Mitgrölen mit Songs & Stylings aus den tiefsten 80er-Jahren: Tom Cruise hat Sex am Klo, alle anderen haben Pudel-Dauerwellen, Russell Brand ist noch schriller als sonst, und Catherine Zeta-Jones hütet die Moral. Let's Party!!

Filmstart: 15. Juni 2012

 

Hollywood 1987. Mit einem One Way Ticket und dem ganz großen Traum im Gepäck kommt Sherrie (Julianne Hough) aus der US-Provinz nach Los Angeles. Der Bus spuckt das Landei passenderweise gleich am Sunset Strip aus, der verruchten Partymeile der Stadt der Engel, wo sich Clubs und Bars aneinanderreihen, wo gerockt, gestrippt, geliebt, gesoffen und gespieben wird. Ihre Paradise City hat sich Sherrie definitiv anders vorgestellt.

Waiting For A Girl Like You. Die erste Enttäuschung ist schnell überwunden, als Sherrie die Bekanntschaft von Drew (Diego Boneta) macht. Er ist der Karriere als Rockstar schon insofern einen Schritt näher, als er im heißesten Club am Strip an der Bar schuftet, im legendären The Bourbon Room von Dennis Dupree (Alec Baldwin). Drew verschafft Sherrie, was sie im Moment am dringendsten braucht: einen Job. Und schon hat Hollywood eine Kellnerin mehr, die eigentlich in der Stadt ist, um berühmt zu werden ...
Apropos berühmt. Der absolute Superstar seiner Zeit ist Stacee Jaxx (Tom Cruise), Frontman der Band Arsenal. Die Band steht kurz vor ihrem Abschiedskonzert, das im Bourbon Room über die Bühne gehen soll. Das Problem: Zu viel Ruhm und Schnaps, eine zu große Entourage und definitiv zu viele willige Groupies haben aus Rockidol Stacee Jaxx einen müden Mann gemacht. Gelangweilt von seiner eigenen Berühmtheit, pflegt er sein Image als Diva und interessiert sich mehr für seinen Pavian Hey Man als für den großen Gig, was wiederum seinen schleimigen Manager Paul (Paul Giamatti) zur Verzweiflung treibt. Das Arsenal-Konzert droht zum Desaster zu werden. Für The Bourbon Room ist ein Stacee Jaxx in Topform und die damit verbundene Publicity allerdings überlebenswichtig, denn es herrscht Krieg am Sunset Strip. Patricia Whitmore (Catherine Zeta-Jones), die Frau des Bürgermeisters (Bryan Cranston), eine gottesfürchtige Person und selbsternannte Sittenwächterin, steht an vorderster Front einer Aktivistengruppe wider des Schmutzes und der Sünde, die dem Strip, dem Rock und allem, was Spaß macht, den Kampf angesagt hat.

We Built This City On Rock 'n' Roll. Doch so schnell lassen sich das junge Partyvolk und Altrocker wie Dennis den Spaß nicht verbieten. Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen, also bekommt Drew die Chance, mit seiner Band als Vorgruppe von Arsenal das Publikum so richtig aufzuheizen. Und die scheinheilige Whitmore-Front in ihren geschmacklosen Pastellkostümchen kriegt es mit Lonny (Russell Brand) vom Bourbon Room zu tun, der laut und exaltiert sein Habitat verteidigt. Zores gibts unglücklicherweise aber auch anderswo: Nach einem superromantischen ersten Date, legen Sherrie und Drew ein paar gehörige Umwege ein auf dem Weg zum hollywoodreifen Happy End ...

Don't Stop Believing. Man soll nie den Glauben verlieren. Daran, dass Träume Wirklichkeit werden können. Und daran, dass man eines Tages wirklich gespannt sein würde auf einen Film mit Tom Cruise, der als grindiger Stacee Jaxx auf den ersten Blick die Mutter aller Fehlbesetzungen zu sein scheint. Man kann Mr. Cruise ja viel vorwerfen, aber sicher nicht, dass er je eine Rolle halbherzig angeht, und so ist sein Porträt eines alternden Rockstars alleine schon die Kinokarte wert. Aber auch das Drumherum in dieser Filmversion des megaerfolgreichen Broadway-Musicals rockt: Alec Baldwin und Russell Brand sind ein sagenhaft irres Gespann, Catherine Zeta-Jones gibt hingebungsvoll die Spaßbremse und im in Miami nachgebauten 80er-Sunset-Strip will man sich sowieso sofort verlieren. Fazit: Auch wenn die Achtziger modisch fragwürdig gewesen sein mögen, in den Rock-Hadern von damals steckt auch heute noch genug Power für DIE Sommer-Filmparty des Jahres!

Text:  Dina Maestrelli

SKIP-Tipp

Don't Stop Believin'. Nie den Glauben dran verlieren, dass Tom Cruise mal in einer Rolle wirklich überraschen kann. Als Rock-Gott im Dauerrausch ist er richtig, richtig gut - wer hätte das gedacht. Überhaupt ist die mit Hilfe von überzeugend dahingeschmetterten Achtziger-Rock-Hadern erzählte Liebesgeschichte von Sherrie und Drew ein wunderbares Hollywood-Märchen, eine Filmmusical-Party, die man immer wieder gerne besucht. Früher nur am Broadway, jetzt auch im Kino Ihres Vertrauens.

SKIP-Tipp von Dina Maestrelli

Credits

Titel Rock of Ages
Originaltitel Rock of Ages
Genre Komödie/Musical
Land, Jahr USA, 2012
Länge 123 Minuten
Regie Adam Shankman
Drehbuch Justin Theroux, Chris D'Arienzo, Allan Loeb basierend auf dem Musical von Chris D'Arienzo
Kamera Bojan Bazelli
Schnitt Emma E. Hickox
Musik Jon Bon Jovi, Def Leppard, Journey, Foreigner, Poison
Produktion Jennifer Gibgot, Garrett Grant, Carl Levin, Tobey Maguire, Scott Prisand, Adam Shankman, Matt Weaver
Darsteller Tom Cruise, Malin Åkerman, Catherine Zeta-Jones, Alec Baldwin, Bryan Cranston, Paul Giamatti, Russell Brand
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Freu mich drauf!

Sobald das Lernen vorbei ist, hau ich mich ins Kino, um einige wichtige Filme nachzuholen- diesen hier zum Beispiel! Persönlich finde ich Tom Cruise zwar fragwürdig (Stichwort: Kindererziehung), aber das tut meiner Bewunderung für diesen Mann keinen Abbruch, der einst als feiner Schnucki begann, um auf seinem Weg Wolkerkratzer hoch- und runterzulaufen (Mission Impossible), zwei Soldaten vor dem Gefängnis zu bewahren (Eine Frage der Ehre), einen Helden des Widerstands zu mimen (Operation Walküre) und schließlich als abgehalfteter Rockstar noch mal richtig Gas zu geben- für diese ungewöhnliche, fordernde Rollenauswahl kann ich nur fünf Sterne vergeben- das rockt richtig!

13. Juni 2012
18:07 Uhr

von ladymacbeth

Genial!

Obwohl es ein Film über den Rock'n'Roll der 80er ist hat er trotzdem einen leichten Musicalcharackter (was höchstwahrscheinlich daran liegt, dass der Film auf dem gleichnamigen Musical basiert). Die Handlung ist nicht sehr tiefgründig, aber eindeutig unterhaltsam. Weiters kann man den Stylisten des Films nur größte Bewunderung aussprechen, da sie den Look der 80er perfekt hinbekommen haben. Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen und sowohl altbekannte Gesichter aus dem Showbiz sowie die Neulinge liefern einen wahren Gute-Laune-Film ab.

Fazit: Ein Muss für alle Fans des 80er Rocks und Stils! Wirklich unterhaltsam!

11. Juli 2012
17:41 Uhr

von catcher

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