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Moonrise Kingdom

Moonrise Kingdom

Tragikomödie. USA 2012. 94 Minuten.

Regie: Wes Anderson
Mit: Bruce Willis, Frances McDormand, Bill Murray

Neues von Wes Anderson (Rushmore, The Royal Tenenbaums): Mit seiner beißend ironischen, schrägromantischen Romeo-&-Julia-Geschichte voller lustig kranker Figuren (Bruce Willis, Edward Norton, Frances McDormand) eröffnet der Cineasten-Liebling die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes.

Filmstart: 25. Mai 2012

Auf einer dicht bewaldeten Insel vor der Küste New Englands, dem Nordost-Zipfel der USA, tummelt sich Mitte der 1960er-Jahre ein bunter Haufen seltsamer Leute. In einem abgelegenen Häuschen etwa lebt das Anwalts-Ehepaar Laura und Walt Bishop (Frances McDormand & Bill Murray) mit seinen drei Söhnen und der stets unglücklichen, halbwüchsigen Tochter Suzy (Kara Hayward). Auf holprigen Feldwegen (asphaltierte Straßen gibts auf der Insel keine) zieht Dorf-Sherriff Sharp (Bruce Willis) seine Runden, auffällig oft in Lauras Nähe. Und in einem zusammengezimmerten Lager mit dem stolzen Namen Camp Ivanhoe kampiert derweil die Pfadfindertruppe der Khaki Scouts unter der pingeligen, aber wohlwollenden Führung von Scout Master Ward (Edward Norton, großartig wie eh und je).
Dann ist auf einmal Pfadfinder Sam Shakusky (Jared Gilman) verschwunden. Einfach abgehauen. Er war immer der Unbeliebteste der Truppe, aber deswegen gleich ausbüchsen? Kurz darauf verschwindet auch Suzy, nachdem sie sich von einem ihrer Brüder noch den tragbaren Plattenspieler ausgeborgt hat. Was wir nicht gewusst haben: Die beiden sind verliebt, schon länger, seit sie einander im Jahr zuvor bei einer Theateraufführung zufällig begegnet sind - und standen seither in ständigem Briefkontakt. Und jetzt sind sie bereit, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Mit dem Plattenspieler. Egal wohin.
Was sie nicht wissen können: Bald wird über die Insel einer der schlimmsten Wirbelstürme hinwegziehen, die sie je gesehen hat. Und nichts mehr wird danach so sein, wie es vorher war …

Wes Andersons Filme - von seinem Feature-Debüt Bottle Rocket (1996) über Rushmore, The Royal Tenenbaums, den wunderbaren Puppentrickfilm Der fantastische Mr. Fox bis jetzt Moonrise Kingdom - haben dem 43-jährigen Texaner zu einer begeisterten Fanbase unter den Kinofans verholfen. Es ist die einmalige Kombination aus beißender Ironie und hingebungsvoller Liebe zu seinen vielen schrägen (und meist hochkarätig besetzten) Figuren, die es sich in ihrer ganz eigenen Welt unbeqem gemacht haben. Mit wunderschönen Bildern und entlarvenden Dialogen erzählt Anderson seine Geschichten voller kurioser Wendungen und schreckt weder vor blutiger Grausamkeit noch stiller, tiefer Zärtlichkeit zurück. Moonrise Kingdom ist mit Sicherheit eine der schönsten und ungewöhnlichsten Kino-Liebesgeschichten des Jahres - und ein würdiger Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes, dem wichtigsten Filmfestival der Welt.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Moonrise Kingdom
Originaltitel Moonrise Kingdom
Genre Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2012
Länge 94 Minuten
Regie Wes Anderson
Drehbuch Wes Anderson, Roman Coppola
Kamera Robert D. Yeoman
Schnitt Andrew Weisblum
Musik Alexandre Desplat
Produktion Wes Anderson, Jeremy Dawson, Steven M. Rales , Scott Rudin
Darsteller Bruce Willis, Frances McDormand, Bill Murray, Harvey Keitel, Edward Norton, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Kara Hayward, Jared Gilman
Verleih Tobis

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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