Filminfo zu

Die Frau in Schwarz

The Woman in Black

Horror. GB, Kanada, Schweden 2012. 95 Minuten.

Regie: James Watkins
Mit: Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds

Daniel Radcliffe ist zurück auf der großen Leinwand. Doch keine Spur von Zauberlehrling Harry Potter: Im schaurigen Goth-Horror-Krimi Die Frau in Schwarz trifft Radcliffe auf ein verwunschenes Geisterhaus und eine diabolische Dame, mit der gar nicht zu spaßen ist.

Filmstart: 30. März 2012

Die britische Softrockband Uriah Heep hat sie in einem ihrer bekanntesten Songs besungen: die Lady in Black. Doch sie hatten beim Schreiben des Songs sicherlich ein etwas anderes Bild im Kopf als Romanautorin Susan Hill, die 1983 ihren Kult-Horrorroman Die Frau in Schwarz veröffentlichte. Denn so gar nicht ladylike geht es in einem entlegenen britischen Örtchen namens Crythin Gifford Ende des 19. Jahrhunderts zu: Die Erscheinung der Frau in Schwarz ist hier gänzlich unerwünscht, denn es mehren sich seit einigen Monaten mysteriöse Zwischenfälle, die vor allem die Kinder im Dorf betreffen. Und alle scheinen sie mit der Frau in Schwarz zusammenzuhängen. So wird auch der junge Londoner Rechtsanwalt Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) in die Geschehnisse rund um Crythin Gifford eingeweiht, als er einem eigentlich völlig gewöhnlichen Geschäftsauftrag nachgeht. Im Eel Marsh House, einer alten, heruntergekommenen Villa, die von einem modrigen Sumpfland umringt ist, soll Arthur den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow auflösen und anhand der im Haus befindlichen Papiere den letzten Willen der Dame feststellen. Bei seiner Ankunft im verschlafenen Ort trifft er auf misstrauische Dorfbewohner und gelangt nur gegen viel Widerstand zum alten Anwesen. Bereits nach kurzer Zeit wird ihm bewusst, dass an diesem Ort seltsame Dinge vor sich gehen: Laute Schritte im Dunkel der Nacht, unheimliche Stimmen und die Erscheinung der Frau in Schwarz lassen Arthur fast wahnsinnig werden. Doch dem Rat der Dorfbewohner zum Trotz möchte er hinter das Geheimnis des verfluchten Hauses kommen und findet seinen einzigen Helfer in Gutsbesitzer Sam Daily (Ciarán Hinds), der ihm weitere Details über das mysteriöse Anwesens eröffnet …

Lord Voldemort und Konsorten mögen vielleicht besiegt sein, doch in Daniel Radcliffes erster Filmhauptrolle nach dem überragenden Erfolg der Harry-Potter-Reihe lässt das Böse nicht lange auf sich warten: Um hinter das Geheimnis eines alten Spukhauses zu kommen, muss sich Radcliffe als Arthur Kipps seinen eigenen Urängsten stellen. Den ersten Auftritt des britischen Schauspielers nach der Potter-Ära und seinen teils freizügigen Theater-Gastspielen wollten sich zahlreiche US-Kinozuschauer nicht entgehen lassen, was am Startwochenende mit dem zweiten Box-Office-Platz belohnt wurde. Doch den wirklichen Grusel beschwört Horror-Spezialist James Watkins (Eden Lake) und inszeniert die Goth-Geisterhaus-Story ganz in der Tradition der britischen Hammer-Horrorfilme der 1950er Jahre: Mit viel Liebe zum Detail haucht er der tragischen Geschichte eine unheimlich intensive Atmosphäre ein, die Horrorfans zum wohligen Schaudern bringen wird.

Text:  David Rams

Credits

Titel Die Frau in Schwarz
Originaltitel The Woman in Black
Genre Horror
Land, Jahr GB/Kanada/Schweden, 2012
Länge 95 Minuten
Regie James Watkins
Drehbuch Jane Goldman basierend auf dem Roman von Susan Hill
Kamera Tim Maurice-Jones
Schnitt Jon Harris
Musik Marco Beltrami
Produktion Richard Jackson, Simon Oakes, Brian Oliver
Darsteller Daniel Radcliffe, Ciarán Hinds, Emma Shorey, Molly Harmon, Sophie Stuckey, Janet McTeer
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

4 Kommentare

gut platzierte Schockeffekte

Ich war neugierig wie sich Daniel Radcliffe in diesem Film zeigen würde und war angenehm überrascht.
Allerdings hat die Story des Films auch dazu beigetragen, dass Daniel nicht allzu große Probleme hatte.

Der Film selbst hat eine schon bekannte Story, doch wurden die Schockmomente gut in Szene gesetzt bzw. waren sehr gut getimet.
Ich kann den Film für diejenigen weiterempfehlen, die langsam aufbauende Gruselspannung mögen.

5. April 2012
21:59 Uhr

von cihanskip

sehr konstruiert

Der Film ist eine sehr phantastische Geschichte. Wirkt sehr konstruiert. Daniel Radcliffe mußte bei diesem Film nicht viel Text lernen. Doch sein Gesichtsausdruck ist sehr gut. Ein Mann der gebrochen ist, nachdem er seine Frau bei der Geburt seines Sohnes verloren hat. Sehr sensibel dargestellt. Leider ist die Geschichte schon sehr bei den Haaren herbeigezogen. Alles sehr düster. Mich hat der Film nicht sehr erschreckt. Ist doch das Leben oft viel schlimmer. Es gibt Längen. Für junge Leute vielleicht etwas gruselig.
Schöne mystische Landschaftstimmungen.

5. April 2012
23:09 Uhr

von Lebensberaterin

also echt nicht

Also echt nicht!
Die Handlung lau, die Dialoge non-sens. Unglaublich anstrengend...
Normalerweise sag ich nichts, wenn mir ein Film nicht gefällt!
Aber bei dem musste ich mich bis am Schluß quälen, damit ich sehen kann - Und? Schlecht, einfach nur bäääh

6. April 2012
20:34 Uhr

von nila

Inventur im Geisterhaus

Dass Daniel Radcliffe seine Schulzeit in Hogwarts ohne Schwierigkeiten hinter sich lässt, war ihm zu wünschen - der talentierte Jungschauspieler weiß sich auch in anderen Genres souverän wiederzufinden. So auch in einem klassischen Gruselschinken mit Gothic-Horror vom Feinsten. Perfekt besetzt als mieselsüchtiger Nachlassverwalter im viktorianischen England schleicht er kandelaberschwingend durch Nebelschwaden und finstere Gänge, wobei die Stimmung des Filmes wohlige Schauer verbreitet und niemals zu dick aufträgt. Nicht ganz so raffiniert und viel plakativer als der Geniestreich "The Others", dafür aber herrlich altmodisch und opulent ausgestattet.

28. September 2015
21:45 Uhr

von filmgenuss

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.