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Lone Ranger

The Lone Ranger

Abenteuer, Western. USA 2013. 149 Minuten.

Regie: Gore Verbinski
Mit: Johnny Depp, Armie Hammer

Staubige Stiefel, brutale Böslinge und ein Vogel am Kopf. Das Dreamteam Johnny Depp, Gore Verbinski (Regie) und Jerry Bruckheimer (Produktion) wechselt vom Piratenfilm zum Western. Und wir müssen neidlos anerkennen: Mr. Depp taugt als schräger Indianer ebenso gut wie als origineller Pirat. In weiteren Rollen reiten, schießen und fluchen Armie Hammer, Helena Bonham Carter und Tom Wilkinson.

Filmstart: 8. August 2013

Texas anno 1869. Über die eben erst errichtete Eisenbahnstrecke transportiert ein Zug, neben weiteren Passagieren, drei höchst unterschiedliche Gestalten in Richtung Colby, ein staubiges Westernstädtchen wie aus dem Bilderbuch: In der ersten Klasse reist John Reid (Armie Hammer), ein rechtschaffener Anwalt, zurück in seinen Geburtsort; in der letzten Klasse, im Gefängnis-Waggon nämlich, hocken der Indianer Tonto (Johnny Depp) und der Outlaw Butch Cavendish (William Fichtner), letzterer ist auf dem Weg zum Galgen. Doch so weit soll es nicht kommen, in Colby bringt Cavendishs Gang den Zug zum Entgleisen und befreit ihren Anführer. Sofort heftet sich Texas Ranger Dan Reid (James Badge Dale), Johns älterer Bruder, mit sechs Mann an die Fersen der Flüchtigen, darunter John, der von Dan kurzerhand zum Deputy ernannt wurde. Doch die Fahndung endet in einem Hinterhalt: Einer der Ranger macht mit der Cavendish-Gang gemeinsame Sache; und die Gang macht mit den restlichen Rangern kurzen Prozess.

Ein Mann, eine Legende. Tonto, der sich in Colby aus dem Gefängnis schummeln konnte, findet die sechs Toten und will sie begraben, als ein magisches weißes Pferd auftaucht und sich einmischt: Es will einen der Männer zu neuem Leben erwecken, in einen spirit walker verwandeln. Und partout wählt es den naiven John aus, obwohl Tonto heftig für den erfahrenen Texas Ranger Dan interveniert. Und so wird der legendäre Lone Ranger geboren: Es ist niemand anderer als Anwalt John Reid, erschossen, verhext und jetzt hinter einer - wie er findet - lächerlichen Maske versteckt. Gemeinsam mit Tonto reitet er in Richtung Gerechtigkeit. Wenn er nur wüsste, wo genau das ist ...

Hell on wheels. Denn genau wie der Lone Ranger maskiert sich auch das Böse, teils recht geschickt sogar. Es gilt nun also herauszufinden, ob der generöse Eisenbahn-Tycoon Latham Cole (Tom Wilkinson) vielleicht doch nicht so ein Saubermann ist, wie er tut. Ob er gar mit Cavendish unter einer Decke steckt. Und was es mit Komantsche Tonto und seinem toten Vogel am Kopf, den er ständig füttert, wirklich auf sich hat. In einer versteckt gelegenen Silbermine scheint es Antworten auf all diese Fragen zu geben ...

Wild wild west. Wie schon als Captain Jack Sparrow enttäuscht Johnny Depp auch diesmal nicht: Sein Tonto stolpert als liebenswert-schräger Vogel durchs staubige Texas, perfekt ergänzt von Newcomer Armie Hammer (J. Edgar Hoover, Spieglein, Spieglein), der sich vom steifen Anwalt erst in einen toten Deputy verwandeln muss, um als fähiger Held zu reüssieren. Einiges Sitzfleisch verlangt die ausladende Inszenierung mit den zahlreichen Handlungssträngen dem Publikum zweifellos ab, ganz im Sinne von Jerry Bruckheimer (Fluch der Karibik, Pearl Harbor, Armageddon, Top Gun) sind auch die Action-Szenen für manche Geschmäcker wohl übertrieben spektakulär ausgefallen. Aber der Westen ist eben nicht nur wild sondern auch weit - dementsprechend geben sich Bruckheimer, Verbinski und Depp auch nicht mit weniger als einem Event-Movie zufrieden.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Lone Ranger
Originaltitel The Lone Ranger
Genre Abenteuer/Western
Land, Jahr USA, 2013
Länge 149 Minuten
Regie Gore Verbinski
Drehbuch Justin Haythe, Ted Elliott, Terry Rossio
Kamera Bojan Bazelli
Schnitt James Haygood, Craig Wood
Musik Hans Zimmer
Produktion Jerry Bruckheimer, Gore Verbinski, Johnny Depp
Darsteller Johnny Depp, Armie Hammer, Helena Bonham Carter, William Fichtner, Tom Wilkinson, Barry Pepper, James Badge Dale
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Langatmig

Leider nicht besonders kurzweilig geraten. Klar ist Depp fein, Armie Hammer ist auch OK, aber insgesamt geht das Konzept für mich nicht auf, es wurde zu viel hineingestopft in diesen Film.

8. August 2013
12:23 Uhr

von Troublemaker

Good old Johnny

Langsam sollte sich Johnny Depp wieder seriösen, anspruchsvollen Projekten zuwenden - seine Piraten-Indianer-Clown-Auftritte sind irgendwie immer dasselbe und mittlerweile fad.

19. August 2013
09:07 Uhr

von Virago95

Bin zufrieden :)

Der Film war besser als erwartet: er war lustig spannend und herrlich unrealistisch ;)
Natürlich erinnert es stark an Fluch der Karibik - Johnny Depp, Disney & Jerry Bruckheimer ...
Doch wie bei so vielen anderen Dingen: besser gut kopiert als schlecht neu erfunden.

Fazit: 4/5 (~3.5)

21. Oktober 2013
14:35 Uhr

von Cornetto

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