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Renoir

Renoir

Drama. Frankreich 2012. 111 Minuten.

Regie: Gilles Bourdos
Mit: Michel Bouquet, Christa Theret, Vincent Rottiers

Liebe, Kunst und Sommersonne: Die quirlige Andrée (Christa Théret) wird eine der letzten Musen des Malers Auguste Renoir - und inspiriert seinen Sohn, den Regisseur Jean Renoir, zu seinen ersten Meisterwerken. Großes Kino, gemalt mit den Farben der Provence.

Filmstart: 12. April 2013

Es ist spät geworden in seinem Leben. Der Maler Auguste Renoir (Michel Bouquet), hat als einer der Meister des französischen Impressionismus mit seinen flirrend-meisterhaften, auf Leinwand gebannten Szenen aus dem Leben und der Natur die moderne Kunst wesentlich mitgeprägt. Jetzt, in der Mitte seiner 70er, lebt er ein zurückgezogenes Leben in "La Collette" - einem idyllischen Landhaus mit großem Garten an der Côte d'Azur, wir schreiben das Jahr 1915. Zwar verbringt er seine Tage immer noch hauptsächlich mit seiner großen Leidenschaft, der Malerei - doch trotz der traumhaft schönen Umgebung ist er kein glücklicher Mann. Seine geliebte Frau Aline Charigot ist vor kurzem gestorben, zwei seiner drei Söhne mussten in den Krieg ziehen, und die Arthritis macht ihm immer mehr zu schaffen, jeder Pinselstrich wird zur Qual.
Wie ein Sonnenstrahl tritt eines Tages die junge Schauspielerin Andrée (Christa Theret) in sein Leben. Die hinreißend schöne Frau mit Porzellanteint und feuerrotem Haar soll Renoir Modell stehen - und wird mit ihrem wachen Geist und ihrer mitreißenden Art zur echten Inspiration für den alternden Künstler.
Wie der Vater, so der Sohn: Nicht nur Auguste ist fasziniert von Andrée, auch sein Sohn Jean (Vincent Rottiers), der einer schweren Kriegsverletzung wegen nach Hause geschickt wird, ist sofort hin und weg von Andrée. Sie hilft ihm, die Kraft zu finden, von seiner Verletzung zu genesen. Und sie ist es auch, die den jungen Mann, der trotz seiner bemerkenswerten künstlerischen Fähigkeiten immer im übergroßen Schatten des Vaters stand, schließlich dazu bringt, sich mit seinen eigenen Visionen auseinanderzusetzen, seine eigenen Bilderwelten zu erschließen. Es ist Andrée, die Schauspielerin, die Jean erstmals für das damals brandneue Medium Kino zu interessieren vermag - ein Jahrzehnt später wird sie seine Ehefrau sein, und er auf dem Weg zum Weltruhm als Filmregisseur.

Große Kunst braucht kein großes Drama. Es ist eine vergleichsweise sanfte, unspektakuläre Geschichte von ein paar Monaten im Leben dreier Menschen, die Regisseur Gilles Bourdos hier erzählt - aber dies geschieht auf unnachahmlich eindringliche, fast magische Weise, die einen das reiche Gefühlsleben der Protagonisten regelrecht körperlich spüren lässt - fast, als wäre es einem der Meisterwerke Renoirs entsprungen.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Renoir
Originaltitel Renoir
Genre Drama
Land, Jahr Frankreich, 2012
Länge 111 Minuten
Regie Gilles Bourdos
Drehbuch Gilles Bourdos, Jérôme Tonnerre
Kamera Ping Bin Lee
Schnitt Yannick Kergoat
Musik Alexandre Desplat
Produktion Olivier Delbosc, Marc Missonnier
Darsteller Michel Bouquet, Christa Theret, Vincent Rottiers
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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