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Starbuck

Starbuck

Komödie. Kanada 2011. 103 Minuten.

Regie: Ken Scott
Mit: Patrick Huard, Julie LeBreton

Vater werden ist nicht schwer. Gleich 533 Kinder zu zeugen ist allerdings schon eine reife Leistung … Spaßig-freche Komödie aus Kanada um einen höchst aktiven Samenspender und die vielen, vielen Früchtchen seiner Lenden.

Filmstart: 17. August 2012

Wenn man zwischendurch ohne viel Qualifikation an ein bisschen Geld kommen will, lässt sich der eigene Köper ganz gut als Produktionsmittel nutzen. Blutspenden sind allerdings auf Dauer recht anstrengend, Nierenspenden sowieso - doch für den Herren der Schöpfung bleibt immer noch die Samenspende, bei halbwegs guter Biologie eine kaum versiegende Einkommensquelle.
Gesetzliche Regulative greifen nicht immer. So ging unlängst der Fall des österreichischen Wissenschaftlers Bertold Wiesner durch die Medien, der per Samenspende nicht weniger als 600 Kinder gezeugt haben soll. Unglaublich? Das würde auch David Wozniak (Patrick Huard) denken, ein 42-jähriger Loser, der es in seinem Leben zu nicht viel mehr gebracht hat als einem lausigen Job in der väterlichen Fleischhauerei, einer schwangeren Freundin, die sich von ihm trennen will, einem Kasten voller Movie-T-Shirts und 80.000 Euro Schulden.
Glaubt er zumindest. Denn eines Tages steht ein windiger Mann in seiner Wohnung, der sich als Anwalt vorstellt und David knapp mit der Tatsache konfrontiert, dass er Vater wäre. Aber nicht etwa von nur einem Kind, dass er in einer vergangenen Affäre gezeugt hätte - sondern von nicht weniger als 533.
Samen der Vergangenheit. Vor etwa 20 Jahren hatte David nämlich regelmäßig unter dem Pseudonym Starbuck (nach einem legendären kanadischen Zuchtbullen) einer Spezialklinik Sperma gespendet - für 35$ pro "Schuss". Durch einen blöden Fehler verwendete man viel zu viele von seinen Proben. Und nun haben einige seiner Kinder, 142 um genau zu sein, eine Sammelklage eingereicht, um ihren biologischen Vater kennenzulernen.
Während Davids bester Freund, ein gescheiterter Jurist, verspricht, sich um die rechtliche Seite zu kümmern, wird David selbst, bis dato eher nicht der Familienmensch, nach anfänglichem Schock und Ablehnung schließlich doch ein wenig neugierig auf seine überraschende Brut. Eins nach dem anderen seiner Kinder spürt er heimlich auf und erlebt eine Überraschung nach der anderen - aus jedem anonymen Plastikbecher wurde ein faszinierender junger Mensch mit einer ganz eigenen Geschichte. David beginnt, sich zu verändern, und das merkt auch seine Ex (Julie LeBreton), die sich auf einmal doch vorstellen kann, mit dem Papa ihres Kindes - Nr. 534, wovon die Freundin aber natürlich nichts ahnt - zusammenzuleben. Doch wenn so viele Menschen in einer Geschichte involviert sind, kann sich nicht einfach alles in Wohlgefallen auflösen. Und so gibts bis zum kinderreichen, äh, Höhepunkt noch einige Überraschungen.

Blame Canada! Der kanadische Filmemacher Ken Scott, in seiner Heimat längst Fixgröße, erfreut mit einer fröhlich schmutzigen Familienkomödie der ganz, ganz anderen Art. Spritzig, im wahrsten Wortsinn!

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Starbuck
Originaltitel Starbuck
Genre Komödie
Land, Jahr Kanada, 2011
Länge 103 Minuten
Regie Ken Scott
Drehbuch Ken Scott, Martin Petit
Kamera Pierre Gill
Schnitt Yvann Thibaudeau
Musik David Lafleche
Produktion Jasmyrh Lemoine, André Rouleau
Darsteller Patrick Huard, Julie LeBreton, Antoine Bertrand, Dominic Philie, Marc Bélanger, Sarah-Jeanne Labrosse
Verleih Lunafilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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