Filminfo zu

Friday Night Horror

Friday Night Horror

Horror, Komödie. Österreich 2012. 90 Minuten.

Regie: Barbara Gräftner
Mit: Michael Molterer, Patrick Langecker, Patrick Pichler, Michael Eigenbauer

Aufdringliche Friseurinnen, triebhafte Gesetzeshüterinnen und Hardcore-Hansi-Hinterseer-Fans: Bei ihrem ersten Kinoausflug bleibt den niederösterreichischen Partylegenden Molti, Spotzl, Pichla und Eigi wirklich nichts erspart! Ein ungezügelter Party-Horrorspaß made in Austria von Regisseurin Barbara Gräftner (Echte Wiener 2).

Filmstart: 18. Oktober 2012

Der Horror beginnt schon im Tourauto: Molti, Spotzl, Pichla und Eigi (kürzer&fescher: MSPE) sind gemeinsam mit ihrem Tourmanager Horstl (Simon Schwarz) unterwegs zu ihrem nächsten Auftritt. Die ständigen Schimpfattacken ihres Tourette-geplagten Managers sind noch das kleinste Übel, denn Horstl träumt von einer Zusammenarbeit zwischen MSPE und Schlagerstar Hansi Hinterseer, um das Quartett endlich auch bei den Piefkes beliebt zu machen! Doch auf dumpfe Jodeleinlagen haben die Burschen mittlerweile genauso wenig Lust wie auf die ständigen Schmuseaktionen mit wildfremden Fans. Aber das soll ja eh ein Ende haben.
So erreicht die Truppe das berüchtigte Baby O in Judenau und tut mal wieder genau das, was von ihr erwartet wird: Vollgas-Party bis der Arzt kommt! Als der Abend mit dem Hit Bumzua Bumzua seinen Höhepunkt erreicht, läuft wieder alles aus dem Ruder: Nicht nur werden Molti & Co. von einer Meute von weiblichen Fans überfallen, die sich um den Schmuseplatz mit ihren geliebten Partyhelden prügeln, die Burschen geraten auch noch nichtsahnend in das Visier von Serienmörder Wastl (Heinz Arthur Boltuch), der als Eigi-Double einfach nur ein fesches Mädel abschleppen wollte. Doch natürlich stehen die nur auf das Original.
Freuen können sich MSPE darüber nun wirklich nicht mehr. Völlig zermürbt fliehen sie aus dem Baby O und können damit vorerst auch dem Killer entkommen. Zum Glück haben ihnen zwei ihrer treuesten Fans eine Mitfahrgelegenheit angeboten, sonst wären sie den aufgegeilten Frauenmassen wohl endgültig zum Opfer gefallen. Die anfängliche Erleichterung verliert sich ziemlich schnell, denn das Auto bleibt wegen Benzinmangels mitten in einem düsteren Waldstück liegen, woraufhin sich Susi (David Schuler) und Celine (Corinna Pumm) verleitet sehen, ihren großen Idolen schnellstmöglich an die Wäsche zu gehen. Doch kaum haben MSPE auch dieses Unheil irgendwie abgewendet, kündigt sich schon das Nächste mit Körbchengröße D an: Ein Wohnheim voller notgeiler Friseurinnenlehrlinge macht Jagd auf die Burschen, und auch die weibliche Polizeistreife, eigentlich doch Retter und Helfer in der Not, scheint eher weniger am Wohlbefinden von MSPE interessiert zu sein als an ihren Schrittinhalten. Und im Dunkel der Nacht wartet Wastl geduldig bis er seinen perfiden Racheplan genüsslich ausleben kann. Wie sollen die Vier diesem Horrortrip entkommen?

Mit ihren legendären Streifzügen durch die landesweite Club- und Diskothekenszene haben es die vier niederösterreichischen Partyhelden aus der TV-Sendung Saturday Night Fever zu Kultstatus geschafft: Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nie von den ausufernden Partystories von Molti, Spotzl, Pichla und Eigi gehört hat. Jetzt bringen sie ihre ganz eigene alptraumhafte Variante des nächtlichen Wahnsinns ins Kino. Seit Mittlerweile drei Jahren sind MSPE der pure Horror für alle potentiellen Schwiegereltern. Den Sprung auf die große Leinwand schafft das Quartett dabei mühelos. Molti, Spotzl, Pichla und Eigi behalten auch neben etablierten Darstellern wie Simon Schwarz ihren unverwechselbaren Schmäh und ihre Natürlichkeit. Doch es ist vor allem die wilde Mischung aus blutigen Horroreinlagen und konsequenten Schenkelklopfern, die ganz im Geiste unserer Partyhelden ist: Ähnlich wie in ihren nächtlichen Ausgehaktionen ist auch Friday Night Horror völlig außer Rand und Band und gerade deshalb, mag man gar nicht wegsehen!

Text:  David Rams

Credits

Titel Friday Night Horror
Originaltitel Friday Night Horror
Genre Horror/Komödie
Land, Jahr Österreich, 2012
Länge 90 Minuten
Regie Barbara Gräftner
Drehbuch Barbara Gräftner
Kamera Robert Winkler, Mario Sternisa, Patrick Wally
Schnitt Roland Dutzler, Robert Winkler
Produktion Barbara Gräftner, Robert Winkler
Darsteller Michael Molterer, Patrick Langecker, Patrick Pichler, Michael Eigenbauer, Simon Schwarz, Carola Pojer
Verleih Einhorn Film

1 Kommentar

Schuster bleib bei Deinen Leisten !!

Bin eigentlich ein großer Fan von Saturday Night Fever u.s.w.
Aber was die Jungs schauspieltechnisch abliefern ist unter
jeder "Sau". Das der Film ansich wenig bis gar keine Handlung
hat, trägt auch nicht zur positiven Bewertung bei.
Die Effekte sind grottig, die Musik größtenteils unpassend -
und "was in aller Welt" sollen die Männer in Frauenrollen ??

Fazit: NEIN DANKE

23. Oktober 2012
13:21 Uhr

von czeckson

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.