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House at the End of the Street

House at the End of the Street

Horror. Kanada, USA 2012. 101 Minuten.

Regie: Mark Tonderai
Mit: Jennifer Lawrence, Elisabeth Shue, Max Thieriot

Jenny from the wrong block: Hollywoods Rising Star Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem, Winter's Bone) zieht in diesem unnachgiebigen Horror-Thriller mit ihrer Mutter zwar nicht in, wohl aber neben das falsche Haus. Die Folgen sind ähnlich unerfreulich.

Filmstart: 17. Januar 2013

"Our house, in the middle of our street - Something tells you that you've got to get away from it", wussten Madness bewährt blechbläserbewehrt schon im Jahre 1983 zu singen. Da konnte die bunt-britische Ska-Punk-Truppe aber noch nicht einmal eine dezente Ahnung davon mit sich herumtragen, wie arg es erst knappe drei Dekaden später im Haus ganz am Ende der Straße zugehen würde.

Auch die junge Elissa (Jennifer Lawrence) ahnt erst mal nichts Böses, als sie mit ihrer Mutter (Elisabeth Shue) vom Großstadtrummel, den Chicago gern bereithält, in eine Kleinstadt übersiedelt, um dort einen Neustart zu wagen. Die abgelegene neue Residenz, auf deren Terrasse Elissa sogar unbehelligt zur Gitarre greifen und selbstvergessen vor sich hin trällern kann, scheint dafür genau der richtige Schauplatz zu sein - zumal sie erstaunlich kostengünstig war. Der Billigpreis für den guten Grund hat freilich einen guten Grund: Im Nachbarsdomizil, das da mehr als nur halb schon im angrenzenden Wald aufgeht, wurde vor Jahren eine fürchterliche Bluttat verübt - die Tochter des Hauses metzelte ihre Eltern auf grausame Weise nieder, bevor sie spurlos verschwand. Ihre in einem See vermutete Leiche wurde nie gefunden.
Leer steht das Unglückshaus aber mitnichten: Der zur Tatzeit nicht vor Tatort gewesene Teenager-Sohn Ryan (Max Thieriot) lebt darin immer noch, allerdings allerorten angefeindet, ein von der unerbittlichen Kleinstadt-Umwelt verstoßener Randständiger. Wiewohl Elissa von allen Seiten von einer Kontaktaufnahme mit dem armen Tropf abgeraten wird, kommt sie ihm nach und nach aber doch amourös näher - was sich, man hat es fast geahnt, recht schnell als relativ schlechter Einfall entpuppt. Der junge Mann hat dann tatsächlich die eine oder andere sprichwörtliche Leiche im Keller versteckt ...

Gedeih und Verderb eines Horrorfilms hängen zu einem nicht geringen Ausmaß von der Überzeugungskraft seiner Hauptdarsteller ab. House at the End of the Street hat in dieser Hinsicht ein ganz besonderes Trumpfass im Ärmel. Noch bevor ihr durch ihren großen Auftritt in Winter's Bone Oscar-Nominierungs-Ehren zuteil wurden und sie als Katniss in Die Tribute von Panem - The Hunger Games zur Leading Lady in einem der größten Film-Franchises dieser Tage aufstieg, drehte Jennifer Lawrence diesen, ihren ersten, Horrorfilm, dem sie mit einer furios-furchtlosen Performance den gewissen Extra-Punch verleiht, der der ausdruckslos besetzten Slasher-Konkurrenz öfter abgeht. Dass das auf einem Buch von Terminator 3-Regisseur Jonathan Mostow aufbauende Script dann auch noch diverse scharfe Wendungen in petto hat, lässt #HATES (so der passende offizielle Twitter-Film-Hashtag) erst recht zu einer kurzweiligen Horror-Ausfahrt werden - mit tatsächlich mehr Madness als Madness einst für möglich gehalten haben.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel House at the End of the Street
Originaltitel House at the End of the Street
Genre Horror
Land, Jahr Kanada/USA, 2012
Länge 101 Minuten
Regie Mark Tonderai
Drehbuch David Loucka
Kamera Miroslaw Baszak
Schnitt Steve Mirkovich, Karen Porter
Musik Theo Green
Produktion Peter Block, Hal Lieberman, Aaron Ryder
Darsteller Jennifer Lawrence, Elisabeth Shue, Max Thieriot, Gil Bellows
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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