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Who Killed Marilyn?

Poupoupidou

Komödie, Krimi. Frankreich 2011. 102 Minuten.

Regie: Gérald Hustache-Mathieu
Mit: Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton

Krimiautor Rousseau landet auf der Suche nach Inspiration in einem kleinen Dörfchen im Jura, wo man eine Tote findet, die große Ähnlichkeit mit Marilyn Monroe hat. Fasziniert beginnt Rousseau, zu recherchieren ...

Filmstart: 3. August 2012

Wenn die Worte fehlen, ist das besonders für einen Autor bitter. Da kommt für Krimischreiber David Rousseau (Jean-Paul Rouve) die Nachricht gerade recht: Sein Onkel aus Mouthe, das als kältester Ort Frankreichs gilt, hat ihn in seinem Testament bedacht.
Doch statt dem erhofften Vermögen gibts nur den Familienhund - ausgestopft. Allerdings erwartet David in Mouthe durchaus auch etwas Wertvolles: eine waschechte Leiche - die ersehnte Inspiration für eine neue Geschichte?
Es ist die wunderschöne Candice (Sophie Quinton), die vor ihm im Leichenschauhaus liegt: Noch vor kurzem war sie lokale Berühmtheit als Wetterfee und Werbegesicht der regionalen Käsespezialität. Angeblich war es Selbstmord, doch David riecht sofort die Possibilität einer Krimi-Story! Also besorgt er sich die Tagebücher der mittlerweile ehemaligen Käse-Miss, und stößt darin nicht nur auf faszinierende Einblicke in eine durchaus interessante Persönlichkeit, sondern auch auf allerhand Ungereimtheiten - und bemerkenswerte Parallelen zum Leben von Candices großem Vorbild, Marilyn Monroe …

"Marilyn verkörpert den Amerikanischen Traum schlechthin", meint der Regisseur. "Und als französische Filmemacher haben wir immer wieder mit dem amerikanischen Mythos zu kämpfen. Also habe ich nach dem Amerika in Frankreichs kältestem Ort gesucht . und habe es gefunden."

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Who Killed Marilyn?
Originaltitel Poupoupidou
Genre Komödie/Krimi
Land, Jahr Frankreich, 2011
Länge 102 Minuten
Regie Gérald Hustache-Mathieu
Drehbuch Gérald Hustache-Mathieu, Juliette Sales
Kamera Pierre Cottereau
Schnitt Valérie Deseine
Musik Stephane Lopez
Produktion Isabelle Madelaine
Darsteller Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton, Guillaume Gouix, Guillaume Gouix, Olivier Rabourdin, Clara Ponsot
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Winter is coming

So ein schneeverhangenes Städtchen hat man seit Fargo nicht mehr gesehen. Und in ähnlichem Stil lässt sich der Provinzkrimi in wildromantischen Winterbildern auch an. Bis ein Schriftsteller zu ermitteln versucht. Mitunter interessant, aber streckenweise etwas zu langatmig geraten, deckt der mit Augenzwinkern erzählte Mix aus Krimikomödie und Mediendrama eine nur ganz leicht metaphysisch angehauchte menschliche Tragödie auf, die vorallem in diesen melancholischen, todessehnsüchtigen Momenten David Lynch´s "Twin Peaks" Tribut zollt. Sicherlich kein schlechter Film, und auch keiner, der dank seiner ideal besetzten Hauptdarstellerin Stephanie Quinton mit Reizen geizt. Doch aufgrund seiner ungebündelten und obendrein noch entschleunigten Erzählweise bleibt die Spannung auf der Strecke.

19. Mai 2015
09:57 Uhr

von filmgenuss

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