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Robot & Frank

Robot & Frank

Science-Fiction, Tragikomödie. USA 2012. 89 Minuten.

Regie: Jake Schreier
Mit: Frank Langella, Susan Sarandon

Ein alter Grantscherben (Frank Langella) blüht an der Seite seines Pflegeroboters auf. Aber nicht, weil der so gesund kocht, sondern weil er der perfekte Kompagnon für Juwelendiebstahl ist.

Filmstart: 25. Oktober 2012

Mit Würde alt zu werden, ist Frank (Frank Langella) nicht wirklich gelungen. Von seinen Kindern (Liv Tyler, James Marsden) nur sporadisch wahrgenommen, verkommt sein Haus zur Müllhalde, und mit seinem Gedächtnis stehts auch nicht mehr zum Besten. Früher mal war Frank ein gevifter Juwelendieb, heute ist er ein Relikt der guten alten Zeit, als Autos noch benzinbetrieben und Bücher aus Papier waren. Abwechslung vom Ärger über das neumodische Glumpert, das ihm das Leben schwer macht, bieten die Flirts mit Bibliothekarin Jennifer (Susan Sarandon). Und ein kleiner Ladendiebstahl von Zeit zu Zeit. Alte Gewohnheit, eben.
Weil Kinder ja immer am besten wissen, was gut für ihre Eltern ist, bekommt Frank von seinem Sohn einen Pflegeroboter aufgezwungen, der kocht, putzt und Frank rund um die Uhr bemuttert. Genau, was ihm noch zu seinem Glück gefehlt hat. Stimmt, denn der Roboter ist tatsächlich enorm vielseitig einsetzbar: Nach ein bisschen Training mit Frank kann er Schlösser knacken, und bei einem ersten Probelauf erweist er sich als tauglicher Partner. Frank ist begeistert. Dass er auf seine alten Tage noch so einen Komplizen findet, hätte er nicht für möglich gehalten. Zeit, einen größeren Coup durchzuziehen - einen schönen, altmodischen Einbruch mit ordentlich Juwelen als fetter Beute. So gut hat sich Frank schon lange mehr gefühlt ...
Bis die Polizei vor seiner Türe steht. So gut es geht, vernichtet Frank die Beweismittel in seinem Haus - doch eines hat er nicht bedacht: In seinem Roboter steckt der ultimative Beweis, die Festplatte. Bringt es Frank übers Herz, bei seinem elektronischen Freund den Reset-Knopf zu drücken, um seine Haut zu retten?

Es ist ein Vergnügen, Frank Langella als zunehmend vergesslichen Sturkopf zu sehen, der den Roboter in seinem Haus erst nur widerwillig duldet, nur um ihn schließlich nicht mehr hergeben zu wollen. Die Filmemacher-Newcomer empfehlen sich mit ihrem kleinen, delikaten Erstlingswerk definitiv für zukünftige Projekte.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Robot & Frank
Originaltitel Robot & Frank
Genre Science-Fiction/Tragikomödie
Land, Jahr USA, 2012
Länge 89 Minuten
Regie Jake Schreier
Drehbuch Christopher D. Ford
Kamera Matthew J. Lloyd
Schnitt Jacob Craycroft
Musik Francis and the Lights
Produktion Lance Acord, Jackie Kelman Bisbee , Sam Bisbee, Galt Niederhoffer
Darsteller Frank Langella, Susan Sarandon, James Marsden, Liv Tyler, Jeremy Strong, Jeremy Sisto
Stimmen in der OV Peter Sarsgaard
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Rührig ohne rührseelig zu sein

Kurzweiliger Film über das Leben im Alter in einer nahe gelegenen Zukunft. Witzig und doch mit ernstem Hintergrund zeigt es die Möglichkeiten und Grenzen der Technik; ohne dabei in technischen Spielerei zu verlieren.

2. November 2012
20:09 Uhr

von Polanigoa

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