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Vielleicht lieber morgen

The Perks of Being a Wallflower

Drama. USA 2012. 103 Minuten.

Regie: Stephen Chbosky
Mit: Logan Lerman, Emma Watson, Ezra Miller

Schule + Familie = Hölle. Außenseiter Charlie (Logan Lerman) kämpft sich durch jeden Tag - doch dann trifft er ein völlig durchgeknalltes Halbgeschwisterpaar (Emma Watson & Ezra Miller), und alles wird anders. Wunderschöne Coming of age-Story mit tollem Cast und äußerst coolem Soundtrack.

Filmstart: 1. November 2012

Nein, Charlie (Logan Lerman, vor kurzem in Percy Jackson - Diebe im Olymp noch in viel heldenhafterer Umgebung zu sehen) ist keiner von denen, die dazugehören. Er ist ernst, verschlossen, schaut nicht besonders gut aus, Freunde hat er keine, und bei den Mädels geht noch viel weniger. In seiner Highschool Anfang der 90er erntet er ausschließlich als Ziel böser Streiche Aufmerksamkeit, und zuhause fühlt er sich neben seinen netten Eltern (Dylan McDermott, Kate Walsh), seiner wunderhübschen Schwester (Nina Dobrev, Ensemblemitglied bei The Vampire Diaries) und seinem erfolgreichen großen Bruder immer wie ein Fremdkörper. Nur einer seiner Lehrer (Paul Rudd) erahnt die komplexe, interessante Persönlichkeit hinter der schüchternen Fassade.
Doch dann lernt Charlie zufällig die um ein paar Jahre älteren Sam (Emma Watson, wundervoll!) und Patrick (Ezra Miller, Tilda Swintons Sohn in We Need to Talk About Kevin) kennen. Kein Liebespaar, wie Charlie zuerst vermutet, sondern Stiefgeschwister - und allerbeste Freunde. Die beiden nehmen den völlig hingerissenen und in Windeseile verknallten Charlie unter ihre Fittiche. Er erlebt Parties, Drogen, Musik, Freundschaft, Sex - und beginnt langsam, echtes Selbstbewusstsein zu entwickeln - nicht zuletzt dadurch, dass Charlie erkennt, dass all die um ihn herum, die er für übermächtig und unverletzlich hielt, selbst mit sehr konkreten seelischen Wunden zu kämpfen haben. Und so wagt es auch Charlie endlich, seinen ganz großen inneren Dämonen zu konfrontieren - mit weitreichenden Folgen.

Um sich selber finden zu können, muss man wenigstens ungefähr wissen, wo man zu suchen anfangen soll. 1999 erschien Stephen Chboskys großartiger Roman um das Weh, Ach und Hurra des Erwachsenwerdens, den der Autor nun selbst als Kinofilm adaptierte - übrigens unter dem wundervollen Originaltitel The Perks of Being a Wallflower (etwa: Was man davon hat, ein Mauerblümchen zu sein), der deutsche Titel kann hier wiedermal gar nicht mit. Macht aber nix, denn herausgekommen ist eine bewegende und sehr wahrhaftige Geschichte über junge Menschen, fernab der slicken Abziehbilderjugendlichen diverser TV-Serien - die ihre Magie nicht nur aus dem gelungenen Drehbuch schöpft, sondern auch aus der grandiosen Besetzung (insbesondere der drei Protagonisten, deren Namen ihr sicher noch oft hören werdet) und dem wunderschönen Soundtrack von David Bowie über (vor allem!) The Smiths bis zur Rocky Horror Picture Show.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Vielleicht lieber morgen
Originaltitel The Perks of Being a Wallflower
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2012
Länge 103 Minuten
Regie Stephen Chbosky
Drehbuch Stephen Chbosky
Kamera Andrew Dunn
Schnitt Mary Jo Markey
Musik Michael Brook
Produktion Lianne Halfon, John Malkovich, Stephen Chbosky, Russell Smith
Darsteller Logan Lerman, Emma Watson, Ezra Miller, Paul Rudd, Mae Whitman, Dylan McDermott, Kate Walsh, Melanie Lynskey, Nina Dobrev
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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