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Noah

Noah

Drama, Fantasy. USA 2014. 134 Minuten.

Regie: Darren Aronofsky
Mit: Russell Crowe, Emma Watson, Jennifer Connelly, Logan Lerman

Ein riesiges Schiff, jede Menge tierischer Pärchen und die ganz große Flut … Darren Aronofsky (The Wrestler, Black Swan) verfilmte eine der bekanntesten Bibelgeschichten mit Jennifer Connelly, Logan Lerman, Emma Watson und Russell Crowe als Titelheld im Dauerregen.

Filmstart: 3. April 2014

Manchmal hilft nur der Großputz mit dem göttlichen Kärcher. "Gott sah sich die Erde an: Sie war verdorben, denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben. Da sprach Gott zu Noah: Ich sehe, das Ende aller Wesen aus Fleisch ist da; denn durch sie ist die Erde voller Gewalttat. Nun will ich sie zugleich mit der Erde verderben. <...> Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden. Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Geh in die Arche, du, deine Söhne, deine Frau und die Frauen deiner Söhne! Von allem, was lebt, von allen Wesen aus Fleisch, führe je zwei in die Arche, damit sie mit dir am Leben bleiben; je ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein." Die Geschichte von Noah, der mittels selbstgebautem Riesenschiff sich, seine Familie und eine umfassende Menagerie vor der Sintflut rettete und so als einziger Aufrechter den großangelegten moralischen Detox überstand, ist eine der bekanntesten und faszinierendsten biblischen Mythen - eine der frühesten apokalyptischen Visionen und damit letztlich auch die Grundlage für moderne Katastrophenfilme (Hat jemand etwas von 2012 gesagt?).

Hier kommt die Flut. Auch Regisseur Darren Aronofsky war schon als Teenager gefesselt von der Erzählung über den Mann, der von Gott persönlich dazu auserkoren wird, dem Rest der Welt beim Ertrinken zuzusehen. Der New Yorker Regisseur, der sich mit seinen sechs Langfilmen (darunter sein vielbeachtetes Debüt Pi, die Drogenoper Requiem for a Dream und die umfassend preisgekrönten The Wrestler und Black Swan) eine treue Fanbase erarbeitet hat, hat nun dieser Faszination nachgegeben und stellt sein bisher ambitioniertes Filmprojekt vor - und das will bei seiner bekannt aufwändigen Arbeitsweise was heißen. "Ich habe viel darüber nachgedacht, was so ein Typ wie Noah wohl für ein Mensch sein könnte", erzählt Aronofsky. "Man muss sich das mal vorstellen, was das mit einem macht, wenn man einer der ganz wenigen Überlebenden einer globalen Apokalypse ist. In der Bibelgeschichte ist das erste, was er macht, als die Flut zurückgeht und er wieder vom Schiff kann, Wein anbauen und sich ordentlich betrinken. Mit so viel Schuldgefühl des Überlebenden kann man ja kaum fertigwerden!"

Der richtige Held. Mit den Vorarbeiten zu Noah hat Aronofsky schon 2007 begonnen. Die Hauptrolle bot er ursprünglich Michael Fassbender und Christian Bale an, die aber beide anderweitig verpflichtet waren (ironischerweise spielt Bale nun in Ridley Scotts neuestem Kracher Exodus, der im Dezember ins Kino kommt, einen anderen großen Bibelhelden, Moses). Schließlich fiel die Wahl auf Russell Crowe, dessen überdimensional testosteronlastige Leinwandpräsenz  Noah die perfekte Form gibt. Aronofsky zeigt ihn als Getriebenen, der sich mit Leib und Seele einer fast unlösbaren Aufgabe stellt und bei dem man nie ganz sicher sein kann, ob er von Gott oder vom Wahn gesteuert wird. Unterstützt wird er von einer Reihe hochkarätiger Kollegen: Jennifer Connelly spielt seine Frau, Logan Lerman seinen Sohn, Emma Watson seine Schwiegertochter. Ray Winstone gibt seinen großen Widersacher, Nick Nolte einen gefallenen Engel und Anthony Hopkins ist als uralter weiser Methuselah zu sehen. Gedreht wurde das Action-Epos in Island, dessen riesige, karge Landschaften den Weltuntergang förmlich fühlbar machen. Emma Watson: "Es war extrem anstrengend. Aber diese Landschaft war unglaublich beeindruckend, es kam mir vor wie Shakespeares Apokalypse!"

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Noah
Originaltitel Noah
Genre Drama/Fantasy
Land, Jahr USA, 2014
Länge 134 Minuten
Regie Darren Aronofsky
Drehbuch Darren Aronofsky, Ari Handel
Kamera Matthew Libatique
Schnitt Andrew Weisblum
Musik Clint Mansell
Produktion Darren Aronofsky, Scott Franklin, Arnon Milchan, Mary Parent
Darsteller Russell Crowe, Emma Watson, Jennifer Connelly, Logan Lerman, Anthony Hopkins, Kevin Durand, Ray Winstone, Douglas Booth, Marton Csokas, Nick Nolte, Dakota Goyo
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

3D?

Ich hatte mich auf den Film sehr gefreut und sehe jetzt, dass der bei uns nur in 3D gezeigt wird? Was soll der Sinn dahinter sein? Das Projekt wurde in 2D gefilmt und geplant, und ich komme mir da ehrlich gesagt abgezockt vor, wenn da schnell für den deutschsprachigen Raum eine 3D-"Konvertierung" nachgeschoben wird, nur damit man €3,-- mehr pro Ticket verlangen kann. Tut mir leid, aber damit muss UPI auf meine € komplett verzichten.

2. April 2014
09:07 Uhr

von IndustriousAngel

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