Filminfo zu

Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück

Bridget Jones's Diary

Komödie. GB, USA 2001. 97 Minuten.

Regie: Sharon Maguire
Mit: Colin Firth, Hugh Grant, Renée Zellweger

Renée Zellweger braucht keine Schokolade, sie will lieber einen Mann. Mit der Kinoversion von Helen Fieldings Romanbestseller glückte der britischen Filmwirtschaft eine weitere Kultkomödie a la Vier Hochzeiten und ein Todesfall.

 

"Was ich nicht mehr tun werde:
Mehr als vierzehn Alkoholeinheiten pro Woche trinken.
Rauchen.
Geld für folgende Gegenstände vergeuden: Nudelmaschinen, Eismaschinen oder anderen kulinarischen Schnickschnack, den ich sowieso nie benutze; Bücher von unlesbaren, hochliterarischen Autoren, die man sich nur ins Regal stellt, um Eindruck zu schinden; ausgefallene Unterwäsche, da sinnlos, weil kein Freund vorhanden."
Bridget Jones ist um die Dreißig und verzweifelt. Es ist der erste Tag im neuen Jahr und da sie immer noch keine feste Beziehung vorweisen kann, wird das traditionelle Truthahnessen bei den Eltern wohl auch diesmal wieder die übliche Katastrophe werden. Bridget hat keine Lust mehr, die übergewichtige, partyfreudige, verantwortungslose Albtraumfrau zu sein. Deshalb wird sie ihr Leben verändern. Von jetzt an. Und dazu braucht es feste Regeln.
"Was ich tun werde:
Das Rauchen aufgeben.
Nicht mehr als vierzehn Alkoholeinheiten pro Woche trinken.
Oberschenkelumfang mit Hilfe von Antizellulitisdiät um acht Zentimeter reduzieren (d.h. jeden um vier Zentimeter).
Sämtliches überflüssiges Zeug aus der Wohnung schaffen.
Nicht jeden Abend ausgehen, sondern zu Hause bleiben, gute Bücher lesen, klassische Musik hören.
Freundlicher sein und anderen mehr helfen.
Mehr Hülsenfrüchte essen.
Dreimal die Woche ins Fitneßstudio gehen, und zwar nicht nur, um ein Sandwich zu essen.
Eine funktionierende Beziehung mit einem verantwortungsbewußten erwachsenen Menschen eingehen.
Lernen, den Videorecorder zu programmieren."
Manchmal muss man dem Alltag nur ganz genau auf die Finger schauen und schon hat man die schönste Situationskomödie, die man sich nur vorstellen kann: Die Figur der hoffnungsvoll chaotischen und ungemein charmanten Bridget Jones (Renée Zellweger), die auf ihrer schwungvoll-verzweifelten Suche nach der perfekten Zweierbeziehung zwischen ihrem Chef (Hugh Grant) pendelt, der zwar ein sexistischer Zyniker ist, dafür aber unglaublich gut aussieht, und einem Bekannten der Familie (Colin Firth), der zwar nett, wohlhabend und romantisch ist, aber vielleicht doch zu brav, um ein Tier im Bett zu sein, wurde von der Journalistin Helen Fielding Mitte der neunziger Jahre in einer Zeitungskolumne über die Großstadtneurosen eines weiblichen Singles entwickelt. Der Roman, der wenig später nachgelegt wurde, verkaufte weltweit über vier Millionen Exemplare. Bridget Jones, die Londoner Lebenskünstlerin mit dem scharfen Mundwerk und dem ausgeprägten Hang zu Schnaps und Selbstironie war weltweit zur Kultfigur geworden.
Verzweiflung ja, aber bitte schwungvoll: Natürlich kommt so etwas auch im Kino gut. Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück ist eine Komödie über Sex, Sehnsucht, Selbstverwirklichung, Übergewicht, Unterwäsche und die Frage, was eine Frau heute noch alles anstellen muss, um an einen guten Mann zu kommen. Der Produktionsfirma Working Title, die schon für Hits wie Notting Hill oder Vier Hochzeiten und ein Todesfall verantwortlich war, glückte die englische Version eines Woody-Allen-Films: intelligent, präzise, wahrhaftig, kurzweilig und umso komischer, je größer das Chaos der Beteiligten ist.

SKIP-Tipp

In der Komödie Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück zeigt Renée Zellweger das Leben der Frau von heute, wie es wirklich ist: Ein ewiger Kampf zwischen Übergewicht und Unterwäsche. Natürlich ist sowas auch für Männer interessant.

SKIP-Tipp von Julia Pühringer

Credits

Titel Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück
Originaltitel Bridget Jones's Diary
Genre Komödie
Land, Jahr GB/USA, 2001
Länge 97 Minuten
Regie Sharon Maguire
Drehbuch Helen Fielding, Andrew Davies, Richard Curtis nach dem gleichnamigen Roman von Helen Fielding
Kamera Stuart Dryburgh
Schnitt Martin Walsh
Musik Patrick Doyle
Produktion Tim Bevan, Eric Fellner, Jonathan Cavendish
Darsteller Colin Firth, Hugh Grant, Renée Zellweger, Celia Imrie, James Faulkner, Jim Broadbent, Embeth Davidtz, Gemma Jones
Verleih UIP

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.