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Jack Ryan: Shadow Recruit

Jack Ryan: Shadow Recruit

Thriller. USA 2013. 105 Minuten.

Regie: Kenneth Branagh
Mit: Chris Pine, Keira Knightley, Kenneth Branagh

Clever & hart. Tom Clancys berühmter Bestseller-Held erscheint mit einem ganz neuen Abenteuer auf der Kinoleinwand - jünger, klüger und stärker denn je: Chris Pine rettet die Welt vor Kenneth Branagh, zur Seite stehen ihm dabei Keira Knightley und Kevin Costner.

Filmstart: 27. Februar 2014

Bombenattentate, Geiselnahmen, Heckenschützen - das alles ist sooo Terror 1.0. Der moderne Großkriminelle macht sich nicht die Hände schmutzig, sondern erledigt seine Operationen am PC. So wie der russische Oligarch Cherevin (Kenneth Branagh), der einen Terroranschlag plant, der die ganze moderne Welt in ihren Grundfesten erzittern lassen soll - ein groß angelegtes Wirtschaftsverbrechen, das ihn zum unendlich reichen Mann und Amerika, Europa und Asien zu seinen Bittstellern machen soll.

Seine Machenschaften bleiben natürlich nicht unbemerkt, die CIA ist Cherevin auf der Spur. Doch von etwas zu wissen und es zu verhindern sind zwei gänzlich verschiedene Paar Schuhe. Der erfahrene CIA-Agent William Harper (Kevin Costner) hat allerdings eine Idee, wer der richtige Mann sein könnte, um Cherevin Paroli zu bieten: Jack Ryan (Chris Pine), ein hochintelligenter Ex-Marine, der für die CIA undercover als Finanzanalyst an der Wall Street arbeitet. Ryan, der eigentlich nach seinem Afghanistan-Einsatz von Action an der Front erst mal genug hatte, lässt sich nur widerwillig für die haarige Mission verpflichten - und findet sich unversehends in einem dramatischen Abenteuer zwischen New York und Moskau wieder, bei dem es buchstäblich um alles geht.

Jack of all trades. Marine-Offizier, Investmentbanker, CIA-Topagent, vierfacher Vater und schließlich sogar US-Präsident, volle zwei Amtszeiten lang: Jack Ryan ist der Mann, der alles kann, und das noch viel besser als die anderen. Der smarte Universal-Wunderwuzzi ist die Schöpfung des überaus produktiven US-Schriftstellers Tom Clancy (1947-2013), der seinen Superhelden erstmals vor ziemlich genau 30 Jahren im Roman Jagd auf Roter Oktober eingesetzt hat. Mittlerweile gibt es 17 Romane um das "Jack-Ryan-Universum", vier davon wurden bereits verfilmt: In Jagd auf Roter Oktober (1990) spielte ihn Alec Baldwin, Harrison Ford in Die Stunde der Patrioten (1992) und Das Kartell (1994, nach dem Roman Der Schattenkrieg) und Ben Affleck in Der Anschlag (2002, nach dem Roman Das Echo aller Furcht). Diesmal entstand erstmal ein Jack-Ryan-Film nach einem Originaldrehbuch mit einer ganz neuen Story, und noch nie sahen wir einen so jungen Ryan auf der Leinwand. Die Hauptaufgabe für den Multifunktions-Intelligenzbolzen bleibt allerdings wie immer die gleiche: die Welt retten. Fein, dass Hauptdarsteller Chris Pine da schon einiges an Erfahrung hat: Als James T. Kirk ist er schon zweimal erfolgreich mit der Enterprise durch die unendlichen Weiten des Weltalls geflogen.

Der Autor selber ist leider im Vorjahr verstorben, sein Erbe wird hier aber würdig weitergetragen: Nicht nur ist die Story ganz im Sinne und Geiste des Erfinders, auch bei der Umsetzung wurde äußerst sorgfältig mit der millionenfach beliebten Vorlage umgegangen. Regie führte kein Geringerer als der britische Edelmime und Filmemacher Kenneth Branagh, der nach seinen frühen künstlerisch wertvollen, aber eher weniger massentauglichen Shakespeare-Adaptionen (Hamlet, Viel Lärm um nichts) immer mehr sein Herz für große Blockbuster zu entdecken scheint - und sich nach der Götterwelt (Thor) nun den irdischen Verirrungen auf globaler Ebene annimmt. Auf sein mehrfach ausgezeichnetes Charakterdarsteller-Talent müssen wir aber auch nicht verzichten: Branagh spielt mit spürbarem Vergnügen den großen Bösewicht. Als Jacks Verlobte Cathy (auch nicht gerade eine geistige Blondine, laut Clancys Romanserie ist sie erfolgreiche Medizinstudentin und wird später Augenchirurgin werden) steuert Keira Knightley eine Extraportion Klasse bei, und Kevin Costner gibt als Jacks Mentor den Boss mit rauher Schale, weichem Kern und schiefem Grinsen.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Jack Ryan: Shadow Recruit
Originaltitel Jack Ryan: Shadow Recruit
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2013
Länge 105 Minuten
Regie Kenneth Branagh
Drehbuch Adam Cozad, David Koepp
Kamera Haris Zambarloukos
Schnitt Martin Walsh
Musik Patrick Doyle
Produktion David Barron, Lorenzo di Bonaventura, Mace Neufeld, Mark Vahradian
Darsteller Chris Pine, Keira Knightley, Kenneth Branagh, Kevin Costner, Colm Feore, Gemma Chan, Lenn Kudrjawizki, Elena Velikanova, Alec Utgoff, Michail Baryschnikow, Nonso Anozie
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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