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Harodim

Harodim

Thriller. Österreich 2012. 90 Minuten.

Regie: Paul Finelli
Mit: Peter Fonda, Michael Desante, Travis Fimmel

Die USA, das sind die Guten, 9/11 war das Werk islamistischer Terroristen, und die Mächtigen wollen alle nur unser Bestes? Paul Finellis brandheißer Thriller behauptet das Gegenteil - Hochspannung mit Peter Fonda, Travis Fimmel & Miachel Desante.

Filmstart: 8. November 2012

Er hat alles gegeben, um den Mörder seines Vaters zu finden. Hat jahrelang undercover trainiert, sich gegen Folter gewappnet, seine Frau und sein Kind verlassen, seinen eigenen Tod vorgetäuscht, nur um weiter nach dem Mann zu suchen, der am 11. September 2001 die Welt auf den Kopf gestellt hat. Über zehn Jahre schon dauert die geheime Mission von Ex-Navy-SEAL Lazarus Fell (Travis Fimmel, The Experiment), einem Mann mit der festen Überzeugung, auf der richtigen Seite zu stehen.
Nun hat er sein Ziel erreicht: Hier, mitten in Wien, ist er ihm auf die Spur gekommen, dem größten Terroristen unserer Zeit (Michael Desante). Nach akribischer Vorbereitung hat er ihn in seine Gewalt gebracht - den, den alle Welt von den Fahndungsfotos kennt, auf denen er einen langen Bart trägt, ein weißes Tuch auf dem Kopf. Jetzt sieht er anders aus, rasiert, im westlichen Anzug, doch Fell lässt sich nicht täuschen: Dieser Mann ist verantwortlich für den Tod tausender Unschuldiger, und er wird dafür bezahlen.
In einem halsbrecherischen Akt hat Fell ihn entführt, seine Leibwächter überwältigt. Nun sitzt der Terrorist da, an einen Stuhl gefesselt, die Kamera ist eingeschaltet. Und nun ist es Zeit für das große Geständnis, bevor Fell ihn endlich beseitigt.

Nichts ist so, wie es scheint in Harodim, dem wohl ungewöhnlichsten österreichischen Filmprojekt seit langem: Internationaler Terrorismus, Gier und Machtpolitik gipfeln irgendwo unter den Straßen von Wien in einem atemberaubenden Kammerspiel aus der Feder von Regisseur Paul Finelli. Denn das Verhör nimmt bereits nach wenigen Sätzen eine völlig andere Wendung: Könnte es sein, dass dieser Mann, der da vor Fell sitzt, tatsächlich auch ein Opfer ist, getäuscht, benutzt und grausam in die Irre geführt? Und was hat Lazarus' Vater Solomon Fell (Kinolegende Peter Fonda) mit all dem zu tun - ist er doch kein unschuldiges Opfer unter den Trümmern des World Trade Centers?

Verschwörungstheorien rund um 9/11 gibt es viele, doch wie Paul Finelli sein dichtes Netz aus Nachrichtenbildern, schlagkräftigen Argumenten und überzeugenden Behauptungen webt, ist es schwer, nicht an der gängigen Lesart der Anschläge zu zweifeln: "Uns geht es darum, uns Gedanken über die Wahrheit zu machen", so Finelli. "Der Film ist keine politische Polemik, wir stellen nur eine ganz simple Frage: Warum?" Diese Frage war vielen Geldgebern in den USA schlicht zu brisant. In Österreich aber fand Paul Finelli mutige Produzenten - und so wurde das spektakuläre Filmprojekt in Wien und Umgebung gedreht.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Harodim
Originaltitel Harodim
Genre Thriller
Land, Jahr Österreich, 2012
Länge 90 Minuten
Regie Paul Finelli
Drehbuch Paul Finelli
Kamera Tomas Erhart
Schnitt Thomas Ilg
Musik Depth Code
Produktion Walter Köhler, Thomas Feldkircher
Darsteller Peter Fonda, Michael Desante, Travis Fimmel
Verleih Constantin Film

1 Kommentar

Harodim - Die ganze Wahrheit - Nur für Intellektuelle

„Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben in der Gesellschaft eines Weisen verbringt, wird er die Wahrheit sowenig erkennen wie der Löffel den Geschmack der Suppe.“

Dieser Film bringt uns einen Schritt näher an die Wahrheit. Er wurde für Menschen gemacht, die sich die Zeit nehmen, die Zusammenhänge um den 11. September 2001 zu verstehen.

Ein Film, bei dem nach jedem zweiten Satz eine Bombe platzt, ist wesentlich actionreicher als alle "Stirb langsam - stirb schnell" Filme.

Harodim ist kein Film um Spass zu haben, denn es betrifft einen, wenn von einer neuen Weltordnung gesprochen wird, in der nicht alle 7 mrd. Menschen Platz haben werden. Das diese Weltordnung mithilfe der 200 mrd. Dollar Goldreserven, die im Gebäude Nr. 7 gelagert wurden und nur zu 0,1 % bei den Aufräumarbeiten gefunden wurden, aufgebaut werden soll, ist wenig erfreulich - auch für die europäische Zukunft.

28. November 2012
11:02 Uhr

von piestwolf

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