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Planet der Affen - Revolution

Dawn of the Planet of the Apes

Drama, Science-Fiction. USA 2014.

Regie: Matt Reeves
Mit: Jason Clarke, Gary Oldman

Krieg oder Frieden. Der neueste Teil der Planet der Affen-Saga ist ein episches Action-Märchen mit gewaltigen 3D-Bildern und durchaus aktueller Message: Was trennt und was verbindet Mensch und Affe wirklich - nur die Fellmenge oder doch die inneren Werte? Matt Reeves (Cloverfield) inszeniert, Gary Oldman, Andy Serkis, Keri Russell und Jason Clarke kämpfen ums Überleben.

Filmstart: 7. August 2014

Menschen? Gibts nicht mehr. Etwa zehn Jahre nach dem Ausbruch eines hochgefährlichen Virus, der eigentlich ein Medikament gegen Alzheimer hätte sein sollen und der sich in Windeseile über den gesamten Globus verbreitet hat, gleicht die Welt eklatant einer jener "Was kommt eigentlich nach uns"-Dokus: verfallende Städte, traurige Reste einer Zivilisation, die immer mehr unter üppiger Vegetation verschwinden - die Natur holt sich die Erde zurück.

Monkey Business. Den dichten Wald beherrschen die Affen. Aber es sind nicht die lustigen, kinderähnlichen Felltiere, wie wir sie kennen, sondern eine neue, höher entwickelte Spezies: Der Virus, der die Menschen getötet hat, hat aus den Affen, an denen er getestet wurde, intelligente Wesen gemacht, die Gefühle kennen und benennen, mit Sprache und Schrift umgehen können und das Feuer beherrschen. Unter ihrem Anführer Caesar (hinter der CGI-Maske: Andy Serkis, wie üblich grandios), der im Prequel Planet der Affen - Prevolution von Menschenhand aufgezogen worden war, leben nun hunderte Tiere in einer riesigen Kolonie in den Wäldern, jagen, kämpfen, lieben und sind generell guter Dinge.
Mann in Sicht. Bis eines Tages dann doch eine Gruppe Menschen im Wald auftaucht. Es gibt sie also doch noch. Und Schusswaffen haben sie auch. Nur der Besonnenheit von Caesar und der des Leiters des kleinen Menschentrupps, Malcolm (beeindruckend: Jason Clarke) ist es zu verdanken, dass die Situation nicht eskaliert. Und wir erfahren, was mit den Menschen wirklich geschehen ist: Es gibt durchaus Überlebende, wenn auch nicht allzu viele. Malcolm lebt mit seinem Sohn (Kodi Smit-McPhee, der neben Viggo Mortensen in The Road zu sehen war) und seiner Freundin Ellie (Keri Russell, Felicity) in der ehemaligen Großstadt San Francisco, wo sich ein paar hundert Menschen unter der Führung von Dreyfus (Gary Oldman) mit einfachen Mitteln eine bewohnbare Umgebung geschaffen haben. Doch es gibt ein großes Problem: Der Benzinvorrat, mit dem die Generatoren angetrieben werden, die hier die Grundversorgung sichern, wird nur mehr zwei Wochen reichen. Die Lösung: ein nahes Wasserkraftwerk, das mit wenig Aufwand wieder in Betrieb gesetzt werden könnte. Doch das liegt mitten im Gebiet der Affen.
Let's talk about it. Malcolm, völlig hin und weg von der Intelligenz dieser "neuen" Affen, setzt Caesar das Vorhaben auseinander. Der erklärt sich schließlich bereit, zu helfen - er weiß, dass sich die Menschen sonst mit Gewalt holen würden, was sie wollen. Außerdem vertraut er Malcolm, in dem er einen Seelenfreund erkennt. Doch sein engster Vertrauter Koba, der einst im Versuchslabor die Menschen hassen gelernt hat, sieht Caesars Kooperationsbereitschaft als Schwäche. Die Menschen wollen die Affen vernichten, dessen ist er sich sicher. Koba zettelt eine Verschwörung an, um einen Krieg zu beginnen - während Dreyfus in der Stadt ebenfalls alle Vorbereitungen für einen vernichtenden Kampf gegen die Affen trifft: Auch er kann nicht an eine friedliche Koexistenz mit diesen "wilden Bestien" glauben. Schließlich sind es die Affen, die ursprünglich an der fast vollständigen Vernichtung der Menschheit schuld waren. Und so liegt es an Malcolm und Caesar, zwei Männern aus zwei grundverschiedenen Welten, sämtliche Missverständnisse auszuräumen und die Chance auf Frieden zu wahren - eine reichlich unlösbare Aufgabe.

Mensch oder Tier. Die Grenze zwischen Gut und Böse liegt nicht in der DNA, sondern im Charakter; und nicht die Volkszugehörigkeit entscheidet, wer Freund ist und wer Feind: Mit einer hochaktuellen Botschaft setzte Matt Reeves, der die Regie-Staffel des Planet der Affen-Franchise von Tim Burton und Rupert Wyatt übernommen hat, ein episches Abenteuer in Szene. Fantastische 3D-Action in spektakulären Bildern sorgt für affengeile (sorry, musste sein ;)) Hochspannung - bis zum furiosen Finale, das schon mächtig Appetit auf den nächsten Teil macht, der 2016 ins Kino kommen soll.

Text:  Gini Brenner, Kurt Zechner

Credits

Titel Planet der Affen - Revolution
Originaltitel Dawn of the Planet of the Apes
Genre Drama/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2014
Regie Matt Reeves
Drehbuch Rick Jaffa, Amanda Silver, Mark Bomback
Kamera Michael Seresin
Schnitt William Hoy, Stan Salfas
Musik Michael Giacchino
Produktion Peter Chernin, Dylan Clark, Rick Jaffa, Amanda Silver
Darsteller Jason Clarke, Gary Oldman, Andy Serkis, Keri Russell, Judy Greer, Kodi Smit-McPhee, Toby Kebbell, Kirk Acevedo, Enrique Murciano
Verleih Centfox

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Affengeile Hochspannung-bis zum furiosen Finale...

...dieser Kommentar triffts wahrlich am besten ! (copyright : siehe oben.)
Ein bis in die allerletzte Einstellung durchchoreographierter Blockbuster der Superlative.Mit einem alles überragenden Andi Serkis, in seiner wohl besten, aber auch anstrengensten Performance. Da stimmt wirklich jedes kleinste Detail, habe noch nie beindruckenderes oder besseres gesehen...WOW Hut ab !
Fazit: Das hier gezeigte ist tricktechnisch der Olymp des derzeit möglichen. Wiewohl ich natürlich hoffe, daß der noch ausstehende dritte Teil hier ebenfalls neue Maßstäbe setzen wird...
Prädikat. besonders wertvoll
5 Sterne

9. August 2014
13:46 Uhr

von filmkritik

Affenstark

sehr gelungene fortsetzung der neuen planet der affen filmreihe! actionreicher als teil1.

12. August 2014
17:53 Uhr

von Geraldo

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