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Oh Boy

Oh Boy

Tragikomödie. Deutschland 2012. 85 Minuten.

Regie: Jan Ole Gerster
Mit: Tom Schilling

Kein Geld, keine Freunde, kein Job und kein Ziel - also lässt sich Niko vom Leben durch Berlin treiben … Hinreißendes Stück Kino über den tiefen Sinn des scheinbar Sinnlosen.

Filmstart: 28. Dezember 2012

"Verschwende deine Jugend" sangen die großartigen DAF 1981. Niko (Tom Schilling) hat ihren Ratschlag treu befolgt und ist jetzt schon einen Schritt weiter. Er ist Ende 20, die Jugend wurde erfolgreich vergeudet, das Jus-Studium längst hingeschmissen, der Führerschein ist nach einer kleinen Sauftour weg, Job auch keiner in Sicht.

"Willst du einen Kaffee?" fragt ihn in der Früh das Mädchen, das in ihn verknallt wäre, wenn ers nur ein bisschen ernster meinen würde. Niko lehnt ab - er will seinen Morgenkaffee lieber ohne sie trinken.
Wenn er wüsste, wie lange er dieser Tasse Kaffee wird nachlaufen müssen - den einzigen wirklich konkreten Wunsch, den Niko eigentlich hat. Denn sonst weiß er überhaupt nicht, was er wirklich will. Dafür verlangt das Leben gerade ziemlich viel von ihm. Der Psychologe, dessen Bestätigung er braucht, den Führerschein wiederzubekommen, entpuppt sich als zynisch-dummes Arschloch. Nikos Vater, ein präpotenter Geschäftsmann, kappt ihm die Apanage - und Kaffee gibts bei ihm auch keinen. Sein vereinsamter Nachbar nervt mit grausigen Fleischbällchen (erraten: statt Kaffee). Als er schließlich gemeinsam mit dem selbternannten Lebenskünstler Matze auf Tour in die Berliner Nacht aufbricht, hat er immer noch keinen Kaffee intus. Langsam wirds auch zu spät für Kaffee. Als er zufällig seine ehemalige Schulkollegin Julika (Friederike Kempter) trifft, die inzwischen vom häßlichen Teenie zur wunderschönen, aber ziemlich gestörten jungen Frau herangewachsen ist, ist es höchste Zeit für ein paar Bier.

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Oh Boy
Originaltitel Oh Boy
Genre Tragikomödie
Land, Jahr Deutschland, 2012
Länge 85 Minuten
Regie Jan Ole Gerster
Drehbuch Jan Ole Gerster
Kamera Philipp Kirsamer
Schnitt Anja Siemens
Musik Cherilyn McNeil, Konstantin Gropper, The Major Minors
Produktion Marcos Kantis, Tom Schilling, Alexander Wadouh
Darsteller Tom Schilling, Marc Hosemann, Friederike Kempter, Justus von Dohnányi, Michael Gwisdek, Ulrich Noethen
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

MEIN LEBEN IST MEIN KAFFEE

Tom Schilling lässt sich als Tagwandler und lakonischer Philosoph durch ein schwarzweißes Berlin der Gegenwart treiben, beobachtend, begegnend und mit dem Geschmack von Kaffee auf der Zunge. Mehr dazu gibt´s auf FILMGENUSS unter https://filmgenuss.com/2019/04/09/oh-...

9. April 2019
15:47 Uhr

von filmgenuss

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