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Mama

Mama

Horror. Kanada, Spanien 2013. 100 Minuten.

Regie: Andres Muschietti
Mit: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau

Als seine beiden verschollenen Nichten in einer Hütte im Wald gefunden werden, nimmt Lucas (Nikolaj Coster-Waldau) gemeinsam mit seiner Frau Annabel (Jessica Chastain) sie bei sich auf. Aber bald geschieht Unheimliches. Horror-Thriller, produziert von Guillermo del Toro.

Filmstart: 19. April 2013

Vor fünf Jahren ereignete sich in einer ruhigen Vorstadtgegend im Nordwesten der USA ein außergewöhnliches Verbrechen: Eine Familie wurde ausgelöscht. Aber während man die Eltern tot auffand, waren die beiden kleinen Töchter Victoria (Megan Charpentier) und Lilly (Isabelle Nélisse) spurlos verschwunden. Seither hat Lucas (Nikolaj Coster-Waldau), der Onkel der beiden Mädchen, nicht mehr aufgehört, nach ihnen zu suchen. Und plötzlich kommt eines Tages die Kunde, dass die Mädchen von Forstarbeitern im Wald in einer weit entlegenen Hütte entdeckt wurden. Für Lucas ist klar: Er muss seine Nichten bei sich aufnehmen. Auch seine Frau Annabel (Jessica Chastain) stellt dies keine Sekunde in Frage. So landen die beiden total verwilderten Mädchen in einem ganz normalen, mittelständischen US-Haushalt - und machen trotz anfänglicher Verstörtheit und Aggression, die mehr an Tiere als an Menschen erinnern, schnell Fortschritte im Resozialisierungsprozess. Aber Annabel beschleicht bald ein beunruhigendes Gefühl. Irgendetwas stimmt nicht mit den Mädchen.
Anfangs vermutet sie noch, dass die Kleinen sich mit Hilfe von etwas regerer Fantasie an die neuen Verhältnisse zu gewöhnen versuchen. Aber immer mehr scheint es, als wäre ihnen etwas aus dem Wald gefolgt. Eine Art Geist nämlich, der ihnen nachts Dinge einflüstert. Victoria und Lilly nennen das Wesen schlicht Mama. Könnte es ihnen geholfen haben, die fünf Jahre im Wald zu überleben? Und was kann Mama jetzt wollen, wo es den beiden doch gut geht und sie liebevoll umsorgt werden? Schritt für Schritt kommt Annabel der Wahrheit näher. Sie muss feststellen, dass Mama nicht vorhat, ihre Kinder einfach so herzugeben. Und vertreiben lässt sie sich auch nicht ohne Gegenwehr ...

Das Regieduo Andres und Barbara Muschietti hat 2010 einen Grusel-Kurzfilm in nur zwei Einstellungen gedreht. Darauf aufbauend haben sie die Story zu ihrem nunmehrigen Langfilm-Debüt entwickelt. Und dieses Drehbuch fand niemand geringerer als Guillermo del Toro so packend, dass er als Executive Producer in die Sache einstieg. Kenner dürften sich also vorstellen können, dass uns hier ein Film in bester spanischer Horror-Tradition entgegenkommt - eines jener Gothic-Horror-Movies, wo einem das Knarzen des Parketts bereits gruselig unter die Haut fährt, und die Schocks in jeder dunklen Ecke lauern. Bemerkenswert ist auch der Auftritt von Jessica Chastain (Take Shelter), die hier ihre feenhafte Erscheinung Marke rothaarige Porzellanpuppe gegen eine an Lisbeth Salander gemahnende Dark-Metal-Braut mit großflächigen Tattoos und schwarzem Goth-Cut eintauscht. Und Nicolaj Coster-Waldau, unvergesslich als abartig fieser Jaime Lannister in Game of Thrones, darf sich hier von seiner fürsorglichen Seite zeigen - und fürchten.

Text:  cz

Credits

Titel Mama
Originaltitel Mama
Genre Horror
Land, Jahr Kanada/Spanien, 2013
Länge 100 Minuten
Regie Andres Muschietti
Drehbuch Barbara Muschietti, Andres Muschietti, Neil Cross
Kamera Antonio Riestra
Schnitt Michele Conroy
Musik Fernando Velázquez
Produktion J. Miles Dale, Barbara Muschietti, Guillermo del Toro
Darsteller Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Daniel Kash, Jane Moffat, Isabelle Nélisse
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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