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The World's End

The World's End

Action-Komödie. GB 2013. 109 Minuten.

Regie: Edgar Wright
Mit: Simon Pegg, Rosamund Pike, Martin Freeman, Nick Frost, Paddy Considine, Eddie Marsan

Die Körperfresser kommen. Ein britisches Star-Ensemble rund um Simon Pegg & Nick Frost bekommt es zwischen Pubs und Pints mit spaßbefreiten Alien-Robotermenschen zu tun. Wer da nüchtern bleibt, ist selber schuld.

Filmstart: 13. September 2013

22. Juni 1990, letzter Schultag. "Im Leben gehts darum, Spaß zu haben" konstatiert der 18-jährige Gary King, als ihm sein Lehrer ins Gewissen reden will. Und momentan besteht Garys ultimative Vorstellung von Spaß darin, die goldene Meile zu absolvieren, den legendären pub crawl in seiner Heimatstadt Newton Haven, eine Sauftour durch nicht weniger als zwölf Pubs. Seine vier besten Freunde muss er nicht lange überreden. 1 Nacht, 5 Burschen, 12 Pubs, 60 Pints. Doch das bittere Ende kommt lange vorm heißersehnten Zieleinlauf in Station 12, The World's End. Immerhin sind die fünf Musketiere in dieser Nacht um einige Erfahrungen reicher geworden.

Alles beim Alten. 20 Jahre später hat sich Gary King (Simon Pegg) erstaunlich wenig verändert: Immer noch schlurft er im Goth-Outfit herum, fährt die gleiche alte Kraxn und ist abonniert auf die eine Perspektive im Leben, Spaß. Zum Jubiläum will er die Pub-Tour noch einmal in Angriff nehmen, natürlich in gleicher Besetzung wie damals. Das Problem: Während Gary über zwei Jahrzehnte erfolgreich das Kind im Manne kultiviert hat, sind seine Freude erwachsen geworden. Andy (Nick Frost) ist Anwalt, Oliver (Martin Freeman) Immobilienmakler, Peter (Eddie Marsan) verkauft Autos und Steven (Paddy Considine) ist im Baugewerbe tätig. Vier seriöse Karrieren und reife Persönlichkeiten treffen auf den berufsjugendlichen Gary - und sind gegen dessen grenzenlosen Enthusiasmus letztlich machtlos: Ab nach Newton Haven ...

Letzte Runde. Während im Pub normalerweise Probleme auftreten wie die unvermeidliche Sperrstunde oder verirrte Gestalten die "irgendwas ohne Alkohol" bestellen wollen, kündigt sich für Gary & Co. ganz anderes Unbill an: Die Bewohner von Newton Haven benehmen sich durchwegs seltsam - nicht einfach kleinstadtmäßig-schrullig sondern eher ferngesteuert. Die ganze Stadt scheint erfasst zu sein - und die fünf Londoner Gäste erregen zunehmend Aufmerksamkeit. Lange müssen Gary, Andy, Oliver, Peter und Steven nicht rätseln, im vierten Pub offenbaren sich die Aliens: Roboter haben die Stadt übernommen und von praktisch allen Einwohnern täuschend echte Kopien angefertigt. Und diese mechanischen Zombies sind nun auch hinter den fünf Freunden her. Die haben jedoch schon zu viel Bier intus, um sich widerspruchslos assimilieren zu lassen. Hilfe kommt außerdem von Sam (Rosamund Pike), Olivers schöner Schwester, und gemeinsam wird zum Widerstand geblasen - ohne den Pub-Marathon in Richtung The World's End zu unterbrechen.

Feucht-fröhlich. Ohne das Klischee vom typisch britischen Humor überzustrapazieren: Wenn Simon Pegg, Nick Frost und Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz) draufsteht, dann ist nicht nur Cornetto drin, sondern auch weit bessere Unterhaltung als man es von US-Komödien-Durchschnittsware gewohnt ist. Hier wird geblödelt ohne das Publikum zu verblöden. Und abseits von seinen Auftritten in Star Trek oder den Mission-Impossible-Filmen kann Simon Pegg wirklich zeigen, welch talentierter Autor und Spaßvogel in ihm steckt.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel The World's End
Originaltitel The World's End
Genre Action-Komödie
Land, Jahr GB, 2013
Länge 109 Minuten
Regie Edgar Wright
Drehbuch Edgar Wright, Simon Pegg
Kamera Bill Pope
Schnitt Paul Machliss
Musik Steven Price
Produktion Tim Bevan, Eric Fellner, Nira Park
Darsteller Simon Pegg, Rosamund Pike, Martin Freeman, Nick Frost, Paddy Considine, Eddie Marsan, David Bradley, Michael Smiley, Steve Oram, Pierce Brosnan
Stimmen in der OV Bill Nighy
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

6 Kommentare

ely

Ich bin schon gespannt!

11. Juli 2013
20:55 Uhr

von melancolia

Saukomischer Leckerbissen aus GB, und um Klassen besser als " Hangover" !

Tja, der vortrefflichen Bewertung von Dina Maestrelli ist kaum etwas hinzu zu fügen.
Aussergewöhnliche " Saufkomödie" mit geistreichem Witz und viel,viel Situations-Komik.
Britischer Humor vom aller feinsten quasi...! Man kann sich hierbei auch blendend in die Protagonisten hinein versetzten, weil einen vieles davon recht bekannt sein dürfte... :-)
Auf jeden Fall ein Film- Highlight, das einen hervorragend unterhält.
Prädikat : sehenswert

13. September 2013
13:03 Uhr

von filmkritik

WORST FILM EVER

Definitiv einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe!

13. September 2013
22:12 Uhr

von tomkhaagai

Pubs mit Robos

tomkhaagai hat offenbar noch nicht viele Filme gesehen, denn dieser hier gehört absolut in die Oberliga der Komödien. unbedingt auf englisch anschauen, sollte man vielleicht noch erwähnen, denn die deutsche synchro kann zwar schwachsinnige US-Komödien vielleicht nicht noch schwachsinniger machen, aber hier geht in der deutschen Fassung eindeutig der charme verloren.

19. September 2013
09:51 Uhr

von Troublemaker

ein Klassiker!

ich bin absolut bei der Meinung von "Troublemaker"....super Film, deutsch schon sehr genial, englisch noch besser, und "tomkhaagai" definitiv keine Ahnung von großartigen Filmen....wer Shaun Of The Dead oder Hot Fuzz mochte...der wird The World's End definitiv auch mögen..

25. September 2013
11:20 Uhr

von Polarfuchs

Klassiker!

Auch nach dem gefühlten 100sten mal noch gut. Wer den, zugegeben, nicht immer leicht verständlichen, trockenen, britischen Humor mag wird hier bestens bedient. War nie ein Blockbuster wird aber auch nie in der Versenkung verschwinden.

12. April 2019
15:11 Uhr

von bertholuci

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