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Kiss the Coach

Playing for Keeps

Liebeskomödie. USA 2012. 105 Minuten.

Regie: Gabriele Muccino
Mit: Gerard Butler, Jessica Biel

Gerard Butler und Jessica Biel als Ex-Liebespaar, das sich zur Freude des gemeinsamen Sohnes wieder etwas näherkommt. Doch sie ist eigentlich längst anderweitig verlobt, und ihm steigen reihenweise die Soccer-Mums (Catherine Zeta-Jones, Uma Thurman, Judy Greer) nach. Romantisches Liebeskarussell mit Starbesetzung.

Filmstart: 11. April 2013

Als King George war er eine ganz große Nummer in der englischen Premier League, kein Messi zwar, aber immerhin fast ein Beckham. Dann spielte das Knie nicht mehr mit, und George Dryers (Gerard Butler) Karriere als Fußballprofi war zu Ende. Zu Ende gings irgendwann auch mit seiner großen Liebe Stacie (Jessica Biel). Sie lebt mit dem gemeinsamen Sohn Lewis (Noah Lomax), der mittlerweile neun Jahre alt ist, nun in einer typischen US-Kleinstadt in Virginia, hat einen neuen Mann an ihrer Seite, Matt (James Tupper), und einen Verlobungsring am Finger: In ein paar Wochen werden Stacie und Matt heiraten.
Der ramponierte George versucht derweil, mehr schlecht als recht aus seinem verblassten Ruhm Kapital zu schlagen, die Memorabilia aus seiner aktiven Zeit sind aber nur bedingt in Geld zu verwandeln. Ein ehemaliger europäischer Fußballprofi lockt in den USA eben keine Maus hinterm Ofen hervor. Einzig die Kreditkartenfirma ist an George interessiert - besser gesagt daran, dass er endlich seine Schulden bezahlt. Eine ungefähre Vorstellung, wie er sein Leben in den Griff bekommen könnte, hätte George ja: Sportmoderator, Spezialgebiet Fußball. Sein schottischer Schmäh wäre doch genau das richtige, um der Randsportart Soccer im US-Fernsehen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Fehlt nur noch ein Sender, der auch dieser Ansicht ist.

Vater & Sohn. Während die berufliche Neuorientierung also möglicherweise noch einige Zeit braucht bis zur Verwirklichung, gibts genug andere Gelegenheiten für George, sich nützlich zu machen. Als Vater, zum Beispiel. Soweit Lewis sich erinnern kann, war George ein abwesender Vater. Das soll sich nun ändern. George setzt alles auf eine Karte und zieht mit seinen wenigen Habseligkeiten in die Kleinstadt-Idylle Virginias. Unweit von Stacie und Lewis mietet er sich ein kleines Apartment und versucht brav und mit besten Absichten, seinen bisher vernachlässigten Elternpflichten nachzukommen. Dazu gehört, wie sich schnell herausstellt, die Übernahme des Trainerpostens der Fußballmannschaft, in der Lewis spielt. Keine Frage, dass George hier in seinem Element ist und sich schnell in die Herzen der Nachwuchs-Alabas dribbelt. Doch nicht nur die kleinen Sportler sind von Coach George hingerissen, auch die Soccer-Mums, die Mütter, die ihre Kids zum Sportplatz chauffieren und sich während des Trainigs üblicherweise zu Tode langweilen, sind ganz aus dem Häuschen. Ein derart knackiger Junggeselle vermag die - geschiedene, unglücklich verheiratete oder sonstwie bedürftige - Damenwelt von McLean, Virginia, ordentlich durcheinander zu bringen.

Abseits oder Verlängerung? Ob Heulsuse Barb (Judy Greer), Powerfrau Denise (Catherine Zeta-Jones) oder Blondine Patti (Uma Thurman) - alle sind sie hinter King George her. Und dann ist da noch Lokalkaiser Carl (Dennis Quaid), Pattis Ehemann, ein notorisch untreuer Angeber mit Ferrari im Fuhrpark, der "seinen" Star-Trainer als Trophäe im Bekanntenkreis herumreicht. Nun ist George das plötzliche Griss um seine Person zwar nicht wirklich geheuer, aber ganz schafft er es nicht, den damit einhergehenden Verführungen zu widerstehen. Die Gelbe Karte, die er deswegen von Lewis verpasst bekommt, erinnert ihn aber wieder daran, weshalb er überhaupt nach Virginia gekommen ist: um mit Stacie und Lewis in die längst überfällige Verlängerung zu gehen. Doch der steht nicht nur Stacies herannahender Hochzeitstermin entgegen, sondern auch ein Jobangebot des Sportsenders ESPN, für das George wiedereinmal umsiedeln und Lewis zurücklassen müsste ...

Freud und Leid mit Fußball und Familie. Regisseur Gabriele Muccino hat schon Will & Jaden Smith als zu Tränen rührendes Vater-Sohn-Gespann inszeniert (Das Streben nach Glück). Mit seinem dritten US-Film geht es der Italiener nun nicht weniger gefühlvoll, insgesamt aber leichtüßiger an: Wäre ja auch eine Schande, Gerard Butlers spitzbübischen Charme hinter zu viel nachdenklichem Schwermut zu verstecken.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Kiss the Coach
Originaltitel Playing for Keeps
Genre Liebeskomödie
Land, Jahr USA, 2012
Länge 105 Minuten
Regie Gabriele Muccino
Drehbuch Robbie Fox
Kamera Peter Menzies Jr.
Schnitt Padraic McKinley
Musik Andrea Guerra
Produktion Gerard Butler, Heidi Jo Markel, Kevin Misher, Jonathan Mostow, Alan Siegel, John Thompson
Darsteller Gerard Butler, Jessica Biel, Uma Thurman, Dennis Quaid, Catherine Zeta-Jones, Judy Greer, Noah Lomax, James Tupper, Iqbal Theba
Verleih Einhorn Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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