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2 Guns

2 Guns

Action. USA 2013. 109 Minuten.

Regie: Baltasar Kormákur
Mit: Denzel Washington, Mark Wahlberg, Edward James Olmos, Paula Patton

Undercover unter Beschuss. Denzel Washington und Mark Wahlberg als Partner wider Willen haben mehr als ein Problem: 43 Millionen Dollar Drogengeld im Kofferraum und von CIA bis DEA, von Navy bis zum Druglord (Edward James Olmos) lauter schießwütige Todfeinde.

Filmstart: 27. September 2013

Drogenhandel. Der Deal, den Bobby Trench (Denzel Washington) mit Drogen-Zampano Papi Greco (Edward James Olmos) auf dessen Ranch in Mexiko über die Bühne bringen will, läuft nicht ganz so wie gedacht. Anstatt mit teurem weißem Pulver bezahlt Papi die gefälschten Pässe, die Bobby ihm geliefert hat, mit Bargeld. Nun ist es nicht etwa so, dass Bobby den guten alten Dollar, bündelweise, nicht zu schätzen wüsste; aber als Undercover-DEA-Agent ist er nunmal für Drogenkriminalität zuständig, und wenn er seinem Chef Jessup (Robert John Burke) nicht baldigst ein Kokainpaket aus Papis Händen liefern kann, war sein monatelanger Einsatz im Kartell umsonst. Doch Papi ist vorsichtig. Und wenn er misstrauisch wird, rollen schnell Köpfe. Also, wörtlich. Bobby erkennt den Ernst der Lage aber rechtzeitig und haut sich mit seinem tendenziell unberechenbaren Partner Stig (Mark Wahlberg) vorsorglich über die Häuser.

Banküberfall. Stig, eigentlich Michael Stigman, hat auch einen Deal, und zwar mit seinem kommandierenden Offizier bei der Navy, Harold Quince (James Marsden), der ihn, mehr illegal als undercover, auf einen Banküberfall angesetzt hat. In einem von Papis Schließfächern in einer Bank in Texas werden rund 3 Millionen Dollar Drogengeld vermutet. Stig soll mit Trenchs Hilfe das Geld an sich bringen, Trench loswerden und anschließend wieder seinen regulären Dienst bei der Navy antreten. Für Trench wiederum ist der Banküberfall die einzige reelle Chance, doch noch an Papi Greco ranzukommen - wenn schon nicht für Drogenschmuggel so könnte man ihn immerhin wegen Geldwäsche belangen. Trench weiht noch schnell seine DEA-Kollegin und Teilzeit-Geliebte Deb (Paula Patton) in den Plan ein, dann fliegen auch schon die Fetzen im Tresorraum. Und nicht nur dort, so viel kann schon mal verraten werden.

Überraschung! Nicht nur die Kleinstadt-Cops, die von Trench und Stig im Vorfeld des Überfalls elegant außer Gefecht gesetzt werden, wissen nicht, wie ihnen geschieht. In erster Linie sind es Trench und Stig, denen die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben stehen: Nicht drei, sondern über 40 Millionen Dollar lagern in den Schließfächern dieser drittklassigen Provinzbank. Geld, das unmöglich alles Papi gehören kann. Diesmal ist Trench jedoch nicht so zimperlich, was die grünen Scheine angeht - alles wird mitgenommen, die Besitzverhältnisse kann man ja immer noch später klären. Zu klären gäbe überhaupt einiges ... doch vorerst überschlagen sich die Ereignisse: Stig streckt Trench mit einem Schuss nieder, nur um in diesem Moment zu realisieren, dass er es die ganze Zeit mit einem von der DEA zu tun hatte; die Geldübergabe an Quince endet wiederum für Stig fast tödlich, der nun erkennt, dass er und sein blinder Gehorsam nur benutzt worden sind; und dann taucht auch noch ein sehr unentspannter Gentleman (Bill Paxton) mit einer Vorliebe für russisches Roulette auf der Bildfläche auf. Da kann man es fast als glückliche Fügung bezeichnen, dass sich Trench und Stig gerade rechtzeitig zusammenraufen, um sich gemeinsam der blutlüsternden Meute zu stellen, die sie gegen sich aufgebracht haben. Lektion 1: Man stiehlt nicht 43,125 Millionen und reitet ungehindert in den Sonnenuntergang. Lektion 2: Man schmiedet kein Komplott gegen einen DEA-Agenten und einen Elite-Soldaten und reitet ungehindert mit 43,125 Millionen in den Sonnuntergang. Trench und Stig mögen zwar deutlich in der Unterzahl sein, aber während alle anderen nur hinter dem Haufen Geld her sind, verteidigen die beiden ihre Ehre. Und das motiviert enorm ...

Shoot to kill. Ein reinrassiger Action-Film mit ordentlich Kugelhagel aus allen Richtungen und zwei super-sympathische Hauptdarsteller, die von lässiges Schlitzohr bis Kampfmaschine alle Stückerln spielen: Der Isländische Regisseur Baltasar Kormákur scheint sich in Hollywood im allgemeinen und in Mark Wahlbergs Nähe im besonderen wohlzufühlen. Nach dem eher schwermütigen Schmuggler-Drama Contraband ist ihm mit der wilden Graphic-Novel-Verfilmung 2 Guns noch eine Draufgabe gelungen: Die richtige Portion Schmäh und einige gelungene Wendungen in der Story garantieren rasant-explosive Kinounterhaltung.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel 2 Guns
Originaltitel 2 Guns
Genre Action
Land, Jahr USA, 2013
Länge 109 Minuten
Regie Baltasar Kormákur
Drehbuch Blake Masters basierend auf der Graphic Novel von Steven Grant
Kamera Oliver Wood
Schnitt Michael Tronick
Musik Clinton Shorter
Produktion Andrew Cosby, Randall Emmett, George Furla, Norton Herrick, Marc Platt, Ross Richie
Darsteller Denzel Washington, Mark Wahlberg, Edward James Olmos, Paula Patton, James Marsden, Bill Paxton, Robert John Burke, Fred Ward, Patrick Fischler
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Bestenfalls mittelmäßig !

Naja, wirklich gut ist er nicht, das mal gleich vorweg.
Sicher, sicher die beiden Hauptdarsteller sind bemüht, aber letztendlich reicht es nicht für einen wirklich unterhaltsamen Film. Die Action ist Top, die Spannung gerade noch Mittelmaß, der Humor wirkt aufgesetzt und Ansprüche an dieses Machwerk sollte man sowieso keine stellen. Ist halt alles in allem schon ein ziemlicher Schmarrn.
Was wiederum bestätigt : Nur zwei zugkräftige Namen ( zwecks Finanzierung),viel oft sinn,- u. hirnlose Action gepaart mit aufgesetztem Humor, ist leider oft zu wenig...!
Fazit: Nur etwas für eingefleischte Action-Fans, denen ein minimum an Anspruch egal ist. Sorry !
2/5 Sternen

17. September 2013
14:17 Uhr

von filmkritik

Ganz unterhaltsam

Schon schlechtere Actionfilme gesehen, die zwei Hauptdarsteller sind sympathisch, insgesamt ist alles aber natürlich etwas übertrieben - Vorlage ist eben eine Graphic Novel ...

28. September 2013
08:25 Uhr

von Haubenkoch

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