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Captain Phillips

Captain Phillips

Drama. USA 2013. 134 Minuten.

Regie: Paul Greengrass
Mit: Tom Hanks

Eine Handvoll somalischer Piraten kapert einen Frachter und entführt den Kapitän (Tom Hanks). Es folgt ein Nervenkrieg der Extraklasse … Grandios spannendes Hochsee-Abenteuer nach einer wahren Story, perfekt inszeniert von Paul Greengrass (Die Bourne Verschwörung).

Filmstart: 15. November 2013

Yarrr? Pfff. Romantik-Freibeuter wie Jack Sparrow gibts nur im Märchen, heutige Piraten sind verzweifelte und extrem gewaltbereite Menschen, die meist in unentrinnbaren Abhängigkeiten mit den lokalen Warlords stehen und u.a. wegen gnadenloser internationaler Fischerei in ihren Heimatgewässern in der Freibeuterei ihre einzige Überlebenschance sehen. Schiffskapitän Richard Phillips (Tom Hanks in seiner wohl besten Performance seit Cast Away - Verschollen) ist sich der Gefahr auch durchaus bewusst, die sein neuer Auftrag mit sich bringt: Er soll das riesige Frachtschiff Maersk Alabama vom Hafen von Oman nach Mombasa, Kenia, bringen - vorbei an der berüchtigten Ostküste Somalias. Und wirklich, schon nach wenigen Tagen taucht am Radar ein verdächtiges Schiff auf. Die über Funk zuhilfe gerufene Behörde wiegelt ab: "Das sind sicher nur Fischer." Doch Phillips glaubt das nicht. Schnell wird klar, dass er mit seiner Einschätzung recht hatte: Vier schwerbewaffnete Männer halten in einem Motorboot auf die Alabama zu.

Hilflos muss Phillips von der Brücke aus zusehen, wie nach kurzem Manöver vier Männer mittels Enter-Leitern sein Schiff kapern, sich durch rasch geschlossene Eisengatter schießen und schließlich die Brücke in ihre Gewalt bringen. Wenigstens konnte sich der Großteil der 20-köpfigen Besatzung tief im Bauch des Schiffes, im Maschinenraum, in Sicherheit bringen.
Was sich nun auf der Alabama abspielt, ist ein brutaler Nervenkrieg: Auf der einen Seite vier Somalier mit Halbautomatikwaffen, die in gebrochenem Englisch klar machen, dass sie zu allem bereit sind - auf der anderen Seite 20 völlig verängstigte unbewaffnete Zivilisten, die sich im falschen Horrorfilm wähnen. Die Situation eskaliert unausweichlich, Phillips wird von den Piraten als Geisel genommen, im winzigen Alabama-Rettungsboot wollen sie ihn an die somalische Küste bringen. Ein Plan, den die mittlerweile mit allen Geschützen aufgefahrene US-Navy um jeden Preis vereiteln will …

Meer Action: Regisseur Paul Greengrass bewies schon mit Teil 2 und 3 der Bourne-Trilogie sein unglaubliches Talent für spannungsgeladene Thriller mit hohem Realitätsbezug. Nun machte er aus den Erinnerungen des echten Captain Phillips an seine Entführung 2009 einen kraftvollen, bis zur letzten Sekunde durchgehend packenden Abenteuerfilm um einen Mann, der unfreiwillig zum Helden wird - grandios verkörpert von Tom Hanks, der seinem Image als Mensch gewordene Handschlagqualität wieder mehr als gerecht wird.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Captain Phillips
Originaltitel Captain Phillips
Genre Drama
Land, Jahr USA, 2013
Länge 134 Minuten
Regie Paul Greengrass
Drehbuch Billy Ray nach dem Buch Höllentage auf See: In den Händen von somalischen Piraten - gerettet von Navy SEALs von Richard Phillips
Kamera Barry Ackroyd
Schnitt Christopher Rouse
Musik Henry Jackman
Produktion Dana Brunetti, Michael De Luca, Scott Rudin, Kevin Spacey
Darsteller Tom Hanks, Catherine Keener, Barkhad Abdi, Barkhad Abdirahman, Faysal Ahmed, Mahat M. Ali, Chris Mulkey
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Tom Hanks in Hochform !

Wiedermal ein Kanditat für eine Oscar-Nominierung.
Spiegelt extrem gut die Realität wieder.
Kein US-Superhero, der mal so ganz nebenbei die ganze Bande aufmischt. Sondern ein verlässlicher, gewissenhafter von Ängsten und Zweifeln geplagter Captain eines Hochsee-Frachters, dem das Wohl seiner Ihm anvertrauten Besatzung über alles geht. Ja der es gar über sein eigenes Leben stellt..!
Packender Realitäts-thriller nach wahren Ereignissen, der unter die Haut geht.
Prädikat: besonders wertvoll
5/5 Sterne

21. Oktober 2013
12:26 Uhr

von filmkritik

Geniale schauspielerische Leistungen

Ich freue mich so, dass ich die Karten über Skip gewonnen habe! Das ist kein Film, den ich mir sonst angeschaut hätte und damit hätte ich einen wahnsinnig tollen Film verpasst! Die schauspielerischen Leistungen sind spitze, alles wirkt so echt, als ob man dabei wäre. Ich habe schon lange keinen so guten und spannenden Film mehr im Kino gesehen.
DANKE AN SKIP!

18. November 2013
12:17 Uhr

von abcdefghij

Spannung pur!

Spannung zum Zerreißen! Absolut sensationelle schauspielerische Fähigkeiten, vor allem von den somalischen "Schauspielern". Echt und nachhaltig berührend. Der Amerikaner der jede Situation im Griff hat und letztendlich jedes Problem löst, versus der unbedarfte Somali der doch nur seine Arbeit auf Befehl seines Chefs verrichtet. Ohne vieler Worte sind die Ambitionen beider Seiten schmerzlich erkennbar.

24. November 2013
18:17 Uhr

von fuxx

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