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Da geht noch was

Da geht noch was

Komödie. Deutschland 2013. 101 Minuten.

Regie: Holger Haase
Mit: Florian David Fitz, Henry Hübchen, Marius V. Haas

Drei Männer im Pool: Der grundsympathische Florian David Fitz, Grummel-Experte Henry Hübchen und Neuentdeckung Marius Haas zerkrachen und versöhnen sich im vergnüglich-chaotischen Generationenkonflikt für Fortgeschrittene.

Filmstart: 13. September 2013

Die Familie ist ein Fluch. Niemand weiß das genauer als der erfolgreiche Küchenfachmann Conrad (Florian David Fitz). Seine Traumfamilie hätte er als Kind gern direkt aus der TV-Werbung übernommen. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) war zu dogmatisch und zu lieblos. Inzwischen baut Conrad selbst am perfekten Eigenheim, den eigenen Sohn hat er übergangsweise ins Schickeria-Internat abgeschoben. Die verhassten Familienbesuche hat Conrad auf ein Mindestmaß reduziert, es steht ihm allerdings wieder einer ins Haus: Seine Mutter Helene (Leslie Malton) hat Geburtstag. Also wird am Weg zum Flieger ins exklusive Luxus-Urlaubsparadies noch rasch Sohnemann Jonas (Marius Haas) eingesammelt, der sich durch das Vortäuschen von exorbitant guter Laune rasch 50 Euro dazuverdienen kann. Frau Mama wartet allerdings mit einer Überraschung auf, mit der keiner gerechnet hat: Sie hat sich von Carl getrennt. Nur einen Wunsch hat sie: Können Sohn und Enkel einen kleinen Botendienst übernehmen?

Grumpy old man: Als der urlaubsgestresste Conrad in seinem ehemaligen Zuhause im Retro-Chic ankommt, hat es sein alleinstehender Vater längst ins totale Single-Chaos gestürzt - Opa ernährt sich ausschließlich von Zustell-Pizza, Dosenbier und abgepacktem Baumkuchen. Nach fünf Minuten ist die Mission erfüllt und bereits ein Streit vom Zaun gebrochen, doch ein böser Sturz ins leere Schwimmbecken lässt den selbstgerechten Grantler dermaßen lädiert zurück, dass für Sohn und Enkel der heiß ersehnte Urlaub erst mal warten muss - und mit ihm auch die bereits vorgereiste liebende Gattin und Mutter, Tamara (Thekla Reuten). Während sie am anderen Ende der Welt im Wellnessresort vereinsamt, wartet Oma in Deutschland unterdessen mit weiteren Überraschungen auf …

Alle guten Männer sind drei: In seinem Erstlings-Kinofilm konnte Regisseur Holger Haase gleich drei fabelhafte Vertreter ihrer Generation vor die Kamera holen. Florian David Fitz (Doctor's Diary, Vincent Will Meer) bastelte höchstselbst am Drehbuch mit, der geniale Henry Hübchen (Alles auf Zucker, Hai-Alarm am Müggelsee) verbreitet schlechte Laune, wie nur er es kann, und Jonas-Darsteller Marius Haas könnte tatsächlich Daniel Brühl 2.0 werden. Auch an der Damenfront sind echte Stars an der Arbeit: Die großartige Leslie Malton (Der große Bellheim, Offroad) spielt die Großmutter am Weg in die Selbstständigkeit, The American-Darstellerin Thekla Reuten zeigt sich diesmal mit Akzent zum Verlieben von ihrer humoristischen Seite. Vintage-Fans werden zudem mit der Innenausstattung aus den 50ern und 60ern ihre helle Freude haben. Was man aus Da geht noch was lernen kann? Ein alter Fernsehsessel hält viel aus. Man sollte alte Familienfilme nie wegschmeißen. Und: Cornflakes mit Dosenbier sind keine Lösung.

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Da geht noch was
Originaltitel Da geht noch was
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland, 2013
Länge 101 Minuten
Regie Holger Haase
Drehbuch Jens-Frederik Otto, Florian David Fitz
Kamera Gerhard Schirlo
Schnitt Ueli Christen
Musik Andy Groll
Produktion Viola Jäger, Harald Kügler
Darsteller Florian David Fitz, Henry Hübchen, Marius V. Haas, Thekla Reuten, Leslie Malton, Jamie Bick
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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