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300: Rise of an Empire

300: Rise of an Empire

Action. USA 2013. 102 Minuten.

Regie: Noam Murro
Mit: Eva Green, Sullivan Stapleton

Hunderte Jahre vor unserer Zeitrechnung wird vor der Insel Salamis nahe Athen eine der größten und bedeutendsten Seeschlachten der Kriegsgeschichte geschlagen: Perserkönig Xerxes (Rodrigo Santoro) und seine Glamour-Admiralin Artemisia (Eva Green) gegen die griechische Flotte unter Themistokles (Sullivan Stapleton), produziert von Zack Snyder (300).

Filmstart: 7. März 2014

Soeben ging bei der vielbesungenen südgriechischen Landenge der Thermophylen der erste persische Pfeilregen auf den Schilderpanzer der Spartaner unter Leonidas nieder. Noch lächelt Xerxes siegessicher. Sein Vater wollte die griechischen Stadtsaaten unbedingt unterwerfen und in das persische Reich eingliedern. Er, der dekadente babylonische Gott-König, scheint kurz davor, dieses Ansinnen zuende zu führen. Aber wie wir 2006 im Film 300 gesehen haben, können 300 Spartaner immensen Schaden anrichten. Und auch an einem anderen Schauplatz dieses frühen Krieges zwischen Ost und West sind die Schwerter bereit zum Zustechen, aber der Ausgang ist ungewiss. In der Seestraße zwischen dem Athener Hafen Piräus und der Insel Salamis haben sich die navalen Streitkräfte dieser alten Zeit für die Mutter aller Seeschlachten aufgestellt.

Themistokles (Sullivan Stapleton), Flottenkommandant des Stadtstaats Athen, hat die greichische Armada aus ein paar hundert Schiffen zusammengetrommelt. Es hatte zähe Verhandlungen gekostet, um wenigstens einen Teil der Griechen zu vereinen, aber am Ende war auch Spartas Königin Gorgo (Lena Headey) bereit zu einem Bündnis auf See.
Die gewaltige persische See-Streitmacht unter Xerxes ist zahlenmäßig weit überlegen. 1200 Schiffe umfasst sie – mit Kampfgruppen aus allen Teilen des Mittelmeeres, auch aus annektierten bzw. verbündeten Gebieten wie Kreta oder den ionischen und äolischen Inseln. Bei dieser Schlacht werden also auch Griechen gegen Griechen kämpfen. Aber angeführt werden sie alle von einer Türkin: Die schöne Artemisia (Eva Green), eine legendäre Kriegerin und erfahrene Flottenkommandantin aus der Gegend des Bosporus, führt von Rachsucht getrieben eine Spitzeneinheit der persischen Flotte gegen Themistokles ins nasse Feld.
Die Griechen bedienen sich auf See einer ähnlichen Finte, wie sie Leonidas’ Spartaner bei den Thermophylen anwenden: Die Flotte benutzt eine Meerenge, um sich trotz Unterlegenheit taktisch optimal aufzustellen und zu verhindern, dass die Perser mit voller Kraft angreifen können. So rasen die Schiffe mit ihren brutalen metallenen Rammböcken aufeinander los. Das Schicksal treibt Artemisia und Themistokles zum historischen Showdown.

Unter den Blockbustern des Jahres 2006 war 300 der absolute Superhit, und das ästhetisch und stilistisch genauso ambitionierte Sequel 300: Rise of an Empire ist eigentlich eine Art Parallelerzählung, weil die Ereignisse gewissermaßen zeitgleich stattfinden. Beide Filme basieren auf der Geschichtsschreibung aus dem antiken Griechenland und auf Vorlagen von Frank Miller, der für seine Graphic Novels Herodot, Diodor und Plutarch studiert hat. Ebenfalls tauchen zahlreiche wiederkehrende Figuren in der Geschichte auf: Leonidas' Gattin Gorgo etwa, Xerxes selbt, aber auch Dilios (erneut gespielt von David Wenham). Zack Snyder, Regisseur von 300, bringt sich diesmal als Produzent ein und lässt im Regiestuhl den relativen Neuling Noam Murro gewähren. Eine Chance, die Murro nutzt, um die von Snyder geschaffene bahnbrechende Vision nochmal zu überhöhen und stellenweise gar zu übertreffen. Adrenalinkino mit historischen Wurzeln und malerischer Künstlichkeit, genauso grausam wie schön anzusehen.

Text:  cz

Credits

Titel 300: Rise of an Empire
Originaltitel 300: Rise of an Empire
Genre Action
Land, Jahr USA, 2013
Länge 102 Minuten
Regie Noam Murro
Drehbuch Zack Snyder, Kurt Johnstad basierend auf der Graphic Novel von Frank Miller
Kamera Simon Duggan
Schnitt David Brenner, Wyatt Smith
Musik Junkie XL
Produktion Mark Canton, Bernie Goldmann, Gianni Nunnari, Deborah Snyder, Zack Snyder, Thomas Tull
Darsteller Eva Green, Sullivan Stapleton, Rodrigo Santoro, Lena Headey, David Wenham, Jack O'Connell, Andrew Tiernan
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Sehr Seicht

Zu diesem film ist nur eines zu sagen, es gibt keine handlung nur gemetzel. wers mag naja meins wars nicht so!

18. März 2014
17:17 Uhr

von tsp700

kriegsverherrlichend,faschistoid,blutrünstig !

Ganz,ganz mieses Machwerk !
Fazit: Schade ums Geld
Keine Bewertung möglich: Da mies noch viel zu hoch gegriffen wäre, und zudem diese absolut unnötige Schlachtplatte noch aufwerten würde...!

19. März 2014
13:29 Uhr

von filmkritik

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