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Saving Mr. Banks

Saving Mr. Banks

Tragikomödie. Australien, GB, USA 2013. 125 Minuten.

Regie: John Lee Hancock
Mit: Tom Hanks, Emma Thompson

Um die Filmrechte für Mary Poppins zu bekommen, musste Walt Disney die Autorin P. L. Travers höchstpersönlich um den Finger wickeln. Tom Hanks und Emma Thompson im charmanten Kampf ums Kindermädchen.

Filmstart: 6. März 2014

Making of Mary Poppins. Vor einem halben Jahrhundert ist das magische Kindermädchen erstmals über die Kinoleinwand und ins Haus der Familie Banks geschwebt - ein Disney-Klassiker war geboren. Was kaum jemand weiß: Um ein Haar hätte es diese Verfilmung nie gegeben. Die Mary-Poppins-Autorin P. L. Travers weigerte sich jahrzehntelang standhaft, die Filmrechte an ihren 1934 erstmals erschienenen Geschichten vom zauberhaften Kindermädchen zu verkaufen. Zu groß war die Sorge, ihre geliebten Figuren könnten in die falschen Hände geraten und Schaden nehmen. Erst eine finanzielle Krise Anfang der 1960er zwang Travers, die Möglichkeit einer Verfilmung überhaupt anzudenken. Bereits in den 1940er-Jahren hatte Walt Disney auf eine Filmversion von Mary Poppins spekuliert, vergeblich. Im Frühjahr 1961 lädt er P. L. Travers schließlich zu sich nach Los Angeles ein, um die widerspenstige Britin mit einer zweiwöchigen Charmeoffensive persönlich weichzukochen.

Doch weder die in aufwändigen Storyboards festgehaltenen fantasievollen Drehbuchideen, noch die vom engagierten Komponistenduo persönlich vorgetragenen Songs zeigen die erwünschte Wirkung, im Gegenteil: Ms. Travers mag weder Zeichentrick noch Musical-Nummern und präsentiert sich allgemein als humorloser Kontrollfreak mit einem Anflug von Snobismus. Erst, als Walt Disney erkennt, dass vorallem Mary Poppins' Arbeitgeber Mr. Banks für seine Schöpferin mehr als eine beliebige Romanfigur ist, kann er ihr trotz aller wechselseitiger Vorbehalte auf Augenhöhe begegnen ...

Emma Thompson als geradezu archetypische Britin ihrer Zeit und Tom Hanks als erfolgsverwöhnte Hollywood-Ikone am Rande des Nervenzusammenbruchs: Für Travers und Disney mag es nicht Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, das Publikum hingegen wird das Duell um Mary Poppins garantiert superkalifragilistisch expiallegorisch finden!

Text:  Dina Maestrelli

Credits

Titel Saving Mr. Banks
Originaltitel Saving Mr. Banks
Genre Tragikomödie
Land, Jahr Australien/GB/USA, 2013
Länge 125 Minuten
Regie John Lee Hancock
Drehbuch Kelly Marcel, Sue Smith
Kamera John Schwartzman
Schnitt Mark Livolsi
Musik Thomas Newman
Produktion Ian Collie, Philip Steuer
Darsteller Tom Hanks, Emma Thompson, Colin Farrell, Paul Giamatti, Kathy Baker, Rachel Griffiths, Jason Schwartzman, Annie Rose Buckley, Ruth Wilson, Bradley Whitford, Ronan Vibert
Verleih Walt Disney Studios

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Entzückend!!

Emma Thompson ist als sturköpfige Britin einfach entzückend - unbedingt in der Originalfassung anschauen!!

10. März 2014
10:45 Uhr

von Haubenkoch

Ein Löffelchen voll Zucker...

Ein Film über die Entstehung von Mary Poppins - kann das interessant sein? Es kann, und wie. Wer hätte gedacht, dass hinter dem allem Anschein nach trockenen Liebhaberfilm fürs spezialisierte Kleinpublikum ein wunderbares Psychogramm einer Künstlerin steht. Die authentische Biografie und Hinter-den-Kulissen-Repotage zu einem der größten Disney-Klassiker aller Zeiten besticht durch geschliffene Wortduelle und ehrt all jene Künstler und Genies, deren Namen bei solchen Großprojekten nur selten genannt werden.

10. Februar 2015
21:50 Uhr

von filmgenuss

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