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Jupiter Ascending

Jupiter Ascending

Action, Science-Fiction. USA 2014. 125 Minuten.

Regie: Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Mit: Mila Kunis, Channing Tatum, Sean Bean

Mistress of the Universe! Mila Kunis ist die aktuellste Auserwählte, die in einem überbordenden 3D-SciFi-Epos der Wachowski-Geschwister (Matrix) ausziehen darf, die Menschheit zu retten. An ihrer Seite: Channing Tatum als kühler Kriegerkerl mit Wolfsblut.

Filmstart: 6. Februar 2015

Es heißt jetzt stark bleiben: Wir sind nicht allein. Ja, wir sind nicht einmal die Krone der Schöpfung, im größeren Ganzen wohl sogar nur eine ziemlich kleine Nummer. Tatsächlich wurde alles irdische Leben nämlich vor rund 100.000 Jahren von der höher entwickelten Aliendynastie des Hauses von Abrasax geschaffen. Und zwar lediglich aus einem Grund: damit es dieser als Ressourcenquelle für eine Art ewige Jugend versprechendes Serum dienen kann. Die junge Jupiter Jones (Mila Kunis) ahnt von all dem Allwissen nichts. Und doch spielt sie im innergalaktischen Gefüge eine gewichtige Rolle: Jupiter trägt ein mächtiges genetisches Erbe in sich, das sie dazu befähigt, nach dem Dahinscheiden der Königin des Universums den Thron von Abrasax zu besteigen. Um selbigen ist jedoch ein Konflikt zwischen den hinterbliebenen Kindern Balem (Eddie Redmayne, der derzeit ob seiner Verkörperung von Stephen Hawking in Die Entdeckung der Unendlichkeit als heißer Oscar-Kandidat gilt), Kalique (Tuppence Middleton) und Titus (Douglas Booth) entbrannt. Da kommt eine weitere Anwärterin freilich alles andere als gelegen, weswegen Balem sogleich ein Kopfgeld auf Jupiter aussetzt. Die macht sich mit der Unterstützung des genetisch modifizierten Wolfsmannes Caine Wise (Channing Tatum, 21 Jump Street) nun daran, ihre Bestimmung einzulösen ...

Verzögert verzaubernd. Unerwartet kurzfristig bevor es im letzten Juli auf das Sommerkino-Publikum losgelassen werden sollte, pfiffen die auf dem Gebiet der SciFi-Überwältigung seit der Matrix-Trilogie einschlägig beleumundeten Wachowski-Regie-Geschwister Andy und Lana ihr aktuellstes Abenteuer noch einmal zurück. Man benötigte eingestandermaßen schlichtweg noch etwas mehr Zeit, um die visuellen Effekte in aller nötigen und gebührenden Glorie erstrahlen lassen zu können. Und so läutet Jupiter Ascending nun eben einfach frühzeitig die Blockbuster-Saison 2015 ein und belegt eindrücklich, dass der unkorrumpierbare Perfektionismus hier absolut seine Berechtigung hatte: Diese starbesetzte Weltraumoper ist mit ihren sensationellen Schauwerten, ihren epischen Schlachten und ihrer fesselnden Story nichts weniger als ein einziges großes Spektakel für die Sinne.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel Jupiter Ascending
Originaltitel Jupiter Ascending
Genre Action/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2014
Länge 125 Minuten
Regie Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Drehbuch Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Kamera John Toll
Schnitt Alexander Berner
Musik Michael Giacchino
Produktion Grant Hill, Andy Wachowski, Lana (ehemals Larry) Wachowski
Darsteller Mila Kunis, Channing Tatum, Sean Bean, Eddie Redmayne, Gugu Mbatha-Raw, Douglas Booth, Terry Gilliam, James D'Arcy, Tuppence Middleton, Vanessa Kirby
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Cool

Sehr cooler scifi Film mit ganz tollen 3D effektenund guten Darstellern. Leider schwächelt die Story etwas, hätte man noch bisschen mehr draus machen können.

26. Februar 2015
18:27 Uhr

von Geraldo

Krieg der Gene

Man kann dem Weltraumabenteuer der Wachovski-Geschwister unfreiwillige Komik und allzu naives Verhalten der handelnden Filmfiguren vorwerfen - aber eines ganz sicher nicht: Dass er nicht unterhält. Im Stille knalliger, fantasievoller Science-Fiction-Kindergeburtstage wie "Men in Black" oder erst unlängst "Guardian of the Galaxy" beschert auch dieses erst verspätet ins Kino gekommene Machwerk großes Vergnügen für Fans bildgewaltiger Weltraumopern und detailverliebter, kreativer Designs. Angefangen von Kostümen bis hin zu den Raumschiffen stecken hier jede Menge neuer Ideen drin. Doch damit wäre das alles nur die halbe Miete - selbst die Story ist gar nicht mal so an den Haaren herbeigezogen wie gedacht, geht es hier zwar auch um einen Krieg der Sterne, aber mehr noch um einen Krieg der Gene. Und die kapitalistische Gier dahinter stellt den wahren Herrschern des Universums kein allzu gutes Zeugnis aus.

16. April 2015
19:28 Uhr

von filmgenuss

Leider weniger gut, als gehofft.

Wenn man sieht, dass jedesmal eine falsche Entscheidung getroffen wird, von einer Frau, die es besser wissen könnte, dann tut es einfach weh. Lieber Hirn ausschalten und daran denken, es ist (ja nur) ein Scifi Film. Hätte man auch besser machen können. Schade!

21. Juni 2016
21:53 Uhr

von Polanigoa

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