Filminfo zu

Interstellar

Interstellar

Drama, Science-Fiction. GB, USA 2014. 169 Minuten.

Regie: Christopher Nolan
Mit: Matthew McConaughey, Jessica Chastain, Anne Hathaway, Michael Caine

Wurmlöcher gegen den Weltuntergang. Nach seiner Dark Knight-Trilogie und Inception will Christopher Nolan schon wieder die Filmwelt aus den Angeln heben! Gewaltige SciFi-Oper mit viel Philosophie, nie gesehenen Special Effects und erwartungsgemäß großer Besetzung: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain und Michael Caine versuchen sich am Menschheitretten.

Filmstart: 7. November 2014

Die Ausgangslage ist wahrlich keine gute. Nach Jahrhunderten der rücksichtslosen Ausbeutung hat es der Homo Sapiens jetzt fast geschafft. Das Klima spielt völlig verrückt, das Ökosystem der Erde ist am Kippen, nur mehr ganz wenige Spezies haben den Raubbau bis jetzt überstanden - und werden es wohl auch nicht mehr lange machen. Die Menschen werden in Kürze schlicht verhungern, wenn sie nicht schnellstens irgendeine Lösung finden.

Planeten-Plan. Die gewagte Idee: ein Ausweg ins All. Mittels neuester Technologien soll eine Abordnung von der Erde weit in den Weltraum vorstoßen, um einen für Menschen bewohnbaren Planeten zu finden. Für die Mission sucht man die fähigsten Leute aus: So wie die geniale Jungwissenschaftlerin Amelia Brand (Anne Hathaway) und den universalbegabten Techniker Cooper (Matthew McConaughey). Der alleinerziehende Vater zweier Kinder kann zwar einen Job wirklich gut brauchen, denn in einer Welt, in der es kaum mehr Technik gibt, benötigt man auch seine Talente nicht mehr. Aber - wenn er nun losfliegt, dann gibt es keine Garantie, dass er jemals wieder zurückkommt, geschweige denn wann. Ist es wirklich Wert, zu versuchen, die ganze Menschheit zu retten, wenn man dafür die Menschen, die einem am wichtigsten sind, zurücklassen muss?

Reise ins Ungewisse. Viele Player im Filmbiz genießen es, so viel wie möglich von sich selbst und ihren Ergüssen zeitnah an so viele Menschen wie möglich preiszugeben. Christopher Nolan ist keiner von ihnen: Schon bei seinem ersten internationalen Erfolg, der Tattoo-Extravaganza Memento (2000) gab sich der heute 44-jährige Brite geheimnisvoll. Eigentlich aber eh klar: Wer derart viel Subtext, Kontext, Message und Bedeutung in seine Filme reinpackt, der mag das dann nicht mehr groß erklären. Schon gar nicht im Voraus.

Weltenmeister. So ist auch im Vorfeld zum Start seines neuesten potenziellen Geniestreichs, der auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Astrophysikers Kip Thorne (Hinweis: Der Mann ist Spezialist für Paralleluniversen und Wurmloch-Theorien) beruht, der Informationsfluss ungefähr so rauschend wie die Wien im Hochsommer. Die Gerüchteküche hingegen erlebt wiedermal ein All Time High - und das nicht ohne Grund. So stieß die Internet-Community etwa via Twitter auf eine potenzielle Sensation: Ein gewisser Paul J. Franklin postete Fotos von einem Learjet, auf dessen Nase eine IMAX-Kamera montiert war. Von den unglaublichen Aufnahmen, die so entstehen könnten, kann man nur träumen - um so mehr, wenn man weiß, dass Franklin niemand anderer als der Special-Effects-Obermacker am Interstellar-Set war. Ebenfalls online heiß gehandelt wird ein erster Drehbuch-Entwurf von Christopher Nolans Bruder und Kollaborateur Jonathan, in dem chinesische Astrophysiker sowie kybernetische Wesen eine wesentliche Rolle spielen (ja, SKIP hats gelesen und nein, ihr müsst es selber finden ;)) - wie ernst allerdings das bereits 2008 gepostete Dokument zu nehmen ist, bleibt vorerst dahingestellt.

Facts & Figures. Dabei reicht das, was man bis jetzt über Interstellar sicher weiß, an sich schon für ungebrochene Vorfreude: Nicht nur spielt mit Matthew McConaughey, der mit True Detective auch im derzeit tonangebenden Qualitäts-TV universalpräsent ist, einer der momentan angesagtesten Hollywood-Schauspieler die Hauptrolle, die Story vom Klimawandel und dessen unheilvollen Konsequenzen trifft auch haarscharf den Nabel der Zeit. Und wem das Versprechen einer maximal komplexen, perfekt konstruierten und in unglaublichen Bildern umgesetzten Story noch nicht reicht, den lockt sicher der spannende Cast: Neben McConaughey und Anne Hathaway sehen wir Jessica Chastain, Topher Grace, Casey Affleck, John Lithgow, Ellen Burstyn, Matt Damon - und den immer großartigen Michael Caine als Vaterfigur mit britischem Akzent.

Text:  Gini Brenner, Kurt Zechner

Credits

Titel Interstellar
Originaltitel Interstellar
Genre Drama/Science-Fiction
Land, Jahr GB/USA, 2014
Länge 169 Minuten
Regie Christopher Nolan
Drehbuch Christopher Nolan, Jonathan Nolan
Kamera Hoyte Van Hoytema
Schnitt Lee Smith
Musik Hans Zimmer
Produktion Christopher Nolan, Lynda Obst, Emma Thomas
Darsteller Matthew McConaughey, Jessica Chastain, Anne Hathaway, Michael Caine, Casey Affleck, Wes Bentley, Topher Grace, John Lithgow, Ellen Burstyn, Mackenzie Foy, Elyes Gabel, David Oyelowo, William Devane, Matt Damon, Timothée Chalamet
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

11 Kommentare

Wiedermal absolute Superlative von "Altmeister" Christopher Nolan...

...aber nicht nur in punkto Special Effects,sondern eben auch ganz,ganz großes Gefühlskino.
Leider werden heutzutage ja nur noch wenige solcher Filme produziert, was ausgesprochen schade ist.
Also unbedingt anschauen, und in eine Welt eintauchen die man so sicherlich noch nie auf der Leinwand gesehen hat.
Für mich ganz nah an einem Meisterwerk...
Fazit: eintauchen und mitfiebern.
Prädikat: besonders wertvoll !
5 Sterne

5. November 2014
13:12 Uhr

von filmkritik

2/3 super 1/3 enttäuschend

also - der fast 3 stunden lange film - ist anfangs wirklich mehr als gut gemacht - da ist alles drinnen - spannung - gefühl usw usw.. aber dann gegen dem ende im letzten 1/3 des filmes wird es mal langatmig - verwirrend - und irgendwie zu "heavy" - da der film anfangs wirklich supergut war - wirkte der schluss - leider enttäuschend....schade!

7. November 2014
01:21 Uhr

von manfred39

Absolut Sehenswert

Hatte nach verlassen des Kinos gemischte Gefühle, aber je mehr ich darüber nachdenke desto besser gefällt mir der Film!
Es gibt schon das eine oder andere "Plothole" aber insgesamt ein mitreisender Film!

7. November 2014
10:58 Uhr

von tomhahnl

überwältigend

Für einen Star Trek Fan ist Interstellar genau das richtige.
Auch meine nicht so Sciencefiction begeisterte Freundin, fand den Film wirklich spitze.

Würde ihn mir gerne noch weitere male ansehen!

8. November 2014
12:21 Uhr

von WankoSan

Solala

Insgesamt nicht so ganz meins, vor allem zu melodramatisch am Ende. Irgendwie bin ich mir vorgekommen wie in einem (besseren) Film von M. Night Shyamalan. Schauspieler sind aber toll, dass Stille im Weltraum herrschte fand ich auch toll, eher unfreiwillig lustig waren hingegen die Roboter - sehr schräg.

11. November 2014
15:47 Uhr

von Troublemaker

Gelungen!

Finden den Film sehr sehenswert! Endlich wieder mal ein Streifen, nach dem ich das Eintrittsgeld nicht bereue! Straight trotz zukunftsträchtiger Handlung, kommt ohne all zu viel schnickschnack aus! Gerne wieder!

13. November 2014
12:08 Uhr

von moehecan

Schlechtester SFi ever !

Nicht einmal die Physik passt in dem Film !

18. November 2014
21:28 Uhr

von mer0winger

Beeindruckend schlüssig

Im englischen Original Oscarreife Schauspieler!

24. November 2014
18:27 Uhr

von StephanDoerr

Genial

Dieser Film ist auf jeden Fall empfehlenswert! Ich bin sprachlos aus dem Kinosaal rausgekommen. WOW einfach nur genial. Man ist verwirrt und muss viel darüber nachdenken, aber das liebe ich an Filmen. Leider gibt es solche tiefgründigen Filme nicht mehr. Ich bin echt positiv überrascht und die Besetzung ist perfekt. Unbedingt anschauen! :-)

18. Dezember 2014
09:48 Uhr

von melisomm

Anspruchsvoll

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber zwei Kommentare fallen mir auf, "Schlechterster SFi ever" und "Beeindruckend schlüssig". Der Film ist auf IMDb von mehr als 350.000 Zuschauern zu einem der besten Spielfilme jemals gekürt worden, also der kann schon was. Schlüssig wäre aber für mich auch ein wenig zu viel. Generell sehr spannend, tolle Effekte, emotional mitreißend vielleicht bei manchen Szenen etwas zu langatmig. Aber ganz logisch und nachvollziehbar war er für mich nicht. Mich würde interessieren, ob tatsächlich von Christopher Nolan angenommen wurde, mit unserer dreidimensionalen Denkstruktur den Film verstehe zu können, außer wenn man nicht gerade Teilchenphysiker ist. Spannender und interessanter Film!

21. Dezember 2014
20:18 Uhr

von Cineast74

Eine kurze Geschichte der Zeit

Inspiriert von Kubricks 2001 und den physikalischen Theorien eines Stephen Hawking oder Albert Einstein, hat Science-Fiction-Feingeist Christopher Nolan ein episches Stück Weltraumkino rund um Ereignishorizonte, schwarze Löcher und Quantenphilosophie auf die große Leinwand gezaubert. Auf einer solchen sollte man den Film auch unbedingt sehen, denn er fordert nicht nur intellektuell dem populärwissenschaftlich interessierten Publikum einiges ab - auch visuell mag das schwelgerische Werk zu betören. Egal, ob die dargestellten physikalischen Gesetzmäßigkeiten einer Überprüfung standhalten oder nicht - Gedanken rund um Strings und relativer Zeit ist so faszinierend, dass der Film allein schon dadurch, dass er das eigene Hirn anregt, auf der Seite der Gewinner ist. Großes Kopfkino mit Knalleffekt.

29. März 2015
16:06 Uhr

von filmgenuss

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.