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Fast & Furious 7

Furious 7

Action. USA 2014. 140 Minuten.

Regie: James Wan
Mit: Vin Diesel, Dwayne "The Rock" Johnson, Paul Walker, Jason Statham

Reifenoper recharged: Die Raser-Reihe hat auch im siebenten Durchgang nochmalig kräftig nachgelegt - beim Star-Personal wie selbstverständlich auch beim Stunt-Wahnwitz. Vin Diesel, Dwayne Johnson, Michelle Rodriguez und Paul Walker (in seiner letzten Rolle) heizen nunmehr weltweit mit Bösewicht Jason Statham um die Wette.

Filmstart: 1. April 2015

Beyond the Scenes. Lange bevor diverse Comic-Adaptionen sie für sich entdeckt hatten, wurden sie bei Fast & Furious bereits mit Gusto eingesetzt, jene nach dem Abspann des Films versteckten Szenen, die Fährten für kommende Abenteuer legen sollen. Der sechste Ausritt der Reihe machte da keine Ausnahme und ließ an die Credits anschließend unerwartet einen zusätzlichen Glatzkopf in dieser an Glatzköpfen nicht armen Serie auftanzen - einen megaangespeisten überdies: Hatte dieser Deckard Shaw (Jason Statham) doch grade eben erst seinen Verbrecherbruder Owen (Luke Evans) "dank" einer eindrucksvoll eskalierten Intervention von Dominic "Dom" Toretto (Vin Diesel) und seiner PS-Posse verloren. Der Ex-Special- Forces-Killer untermauerte seinen Vergeltungswunsch denn auch gleich mit der entsprechenden Tat und verursachte einen für Doms Tokioter Kollegen Han (Sung Kang) üblen Unfall.

Jäger werden Gejagte. Damit will sich der britische Brutalinski jedoch auch in weiterer Folge keineswegs zufrieden geben - den Rest der Raserrasselbande, darunter Torettos besten Buddy Brian O'Connor (Paul Walker) und seine mitunter schnellere Hälfte Letty Ortiz (Michelle Rodriguez), hat er gleichfalls gnadenlos im Visier. Und so muss die "Familie" zur Abwechslung einmal nicht einem Bad Guy nachjagen, sondern fürs erste selbst die Beine nehmen bzw. besser die Füße fest aufs Gas stellen, um einem ebensolchen zu entfliehen. In der unter anderem in Abu Dhabi, Los Angeles und eben Tokio Station machenden Hetzjagd versucht freilich auch Doms On/Off-Kontrahent, der Agent Luke Jobbs (Dwayne Johnson), seine eigene Mission zu verfolgen.

Fast Company. Schon verblüffend, die Vehemenz, mit der sich das F&F-Format als eines der bestgeölten Franchises der jüngeren Filmgeschichte (nahezu 2,5 Milliarden Dollar Gesamteinspiel weltweit!) zu etablieren wusste. Was 2001 als underdoggy B-Movie-Vehikel begann, konnte sich spätestens durch den vom glorreichen Film-fünf-Neuzugang The Rock verabreichten Extra-Boost zu einem global gültigen Popkulturphänomen aufschwingen, dessen Universum mit jedem hinzukommenden Kapitel sogar noch ein gutes Stück mehr expandiert. Das siebte darf dahingehend als weitere Zusammenführung bereits etablierter Benzinbrüder verstanden werden, wenn sich zur schon im sechsten wiedervereinten Crew nun auch Lucas Black aus Tokyo Drift gesellt. Aufsehenerregende Akteurs-Additionen gibt es allerdings ebenfalls zu vermelden: Jason Statham darf wie erwähnt endlich wieder mal als Fiesling die Muskeln flexen, Asiens Martial-Arts-Held Tony Jaa (Ong-Bak) hat seinen ersten Hollywood-Auftritt, und schließlich stößt selbst the mighty Kurt Russell als prominenter Player zum Reich der Bolliden hinzu.

(No) End of the Road. Eine der zentralen Stützen der Reihe wird man hingegen definitiv ein letztes Mal sehen - aus dem bekannt betrüblichen Grund. Der Tod von jedermanns Liebling Paul Walker stellte Regisseur James Wan auch abseits des emotionalen Erdbebens vor gravierende Herausforderungen - waren die Dreharbeiten an jenem schicksalsschweren Tag im November 2013 doch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Nach einer in jeglicher Hinsicht dringend benötigten Pause konnten jedoch Wege zur Filmfinalisierung gefunden werden: Walkers Brüder waren dabei ebenso eine Hilfe wie alleraktuellste Erkenntnisse der Tricktechnik. Doch nicht nur ob des vortrefflichen Handlings dieser gigantischen Challenge muss man dem bisherigen Horror-Spezialisten Wan (Conjuring) gratulieren. So wie er das in Sachen motorisierten Mayhems von Vorgänger Justin Lin ohnehin schon in lichte Höhen gehobene Level mit noch durchgeknalltereren Stunt-Exzessen und noch wagemutiger die Gesetze der Physik auslotenden Verfolgungsjagden erneut ein gutes Stück höher schraubt, kommt man nicht umhin, hier von einem weiteren glorreichen Eintrag in dieser gleichsam auto-erotischen Ausnahmeerzählung zu sprechen. Keep on putting  the pedal to the metal!

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel Fast & Furious 7
Originaltitel Furious 7
Genre Action
Land, Jahr USA, 2014
Länge 140 Minuten
Regie James Wan
Drehbuch Chris Morgan
Kamera Marc Spicer, Stephen F. Windon
Schnitt Leigh Folsom Boyd, Dylan Highsmith, Kirk M. Morri, Christian Wagner
Musik Brian Tyler
Produktion Vin Diesel, Neal H. Moritz, Michael Fottrell
Darsteller Vin Diesel, Dwayne "The Rock" Johnson, Paul Walker, Jason Statham, Kurt Russell, Michelle Rodriguez, Djimon Hounsou, Jordana Brewster, Elsa Pataky, Lucas Black, Ronda Rousey, Tyrese Gibson, Tony Jaa, Chris "Ludacris" Bridges
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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