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Insidious: Chapter 2

Insidious: Chapter 2

Horror. USA 2013. 106 Minuten.

Regie: James Wan
Mit: Patrick Wilson, Rose Byrne

Suggestives Schauder-Sequel: In der Fortsetzung von James Wans Überraschungs-Horror-Hit müssen sich Patrick Wilson und Rose Byrne erneut mit ungebetenen übersinnlichen Hausgästen arrangieren.

Filmstart: 18. Oktober 2013

Spukhäuser? Gibts nicht! Das war die erfreuliche Botschaft, die uns Insidious vor drei Jahren vermitteln konnte. Es gab freilich einen nicht ganz so positiven Nachsatz: Es sind immer die Menschen selbst, die von Dämonen heimgesucht werden - man entkommt ihnen also auch dann nicht, wenn man ständig umzieht. Von dieser unangenehmen Erkenntnis bleibt die Familie Lambert auch im zweiten Teil nicht verschont. Der schließt nun gleich unmittelbar an die Geschehnisse des ersten an - in dem bekanntlich ja gar nicht der kleine Dalton (Ty Simpkins) von einer bösen alten Vettel heimgesucht worden war, sondern dessen Daddy Josh (Patrick Wilson).
Nachdem diesem keine Schuld an der beim finalen Dämonenaufmarsch passierten Erdrosselung des Mediums Elise Rainier (Lin Shaye) bewiesen werden kann, beschließt die ganze Familie einen erneuten Umzug. Doch auch in der viktorianischen Villa von Oma Lorraine (Barbara Hershey) dauert es nicht lang, bis sich die rastlosen Geister aus ihrem Zwischenuniversum wieder mit unguten Absichten in unsere Welt verfügen möchten. So müssen sich besonders Dalton und seine Mutter Renai (Rose Byrne) mit allerlei unerwünschten Gästen, u. a. mit einer gar böswilligen Braut, herumschlagen. Nachdem auch ein hinzugezogenes Geisterjäger-Gespann wenig auszurichten weiß, wird jener Experte für Paranormales (Steve Coulter) konsultiert, der einst schon dabei war, als Elise die allererste Heimsuchung des jungen Josh durchleuchtet hat. Es ist aber auch höchste Zeit: Denn dieser scheint nun als Erwachsener zusehends am Rad zu drehen …

Kurswechsel. Man hält es heute kaum noch für möglich, dass James Wan vor rund zehn Jahren mit Saw das Zeitalter des Torture Porn, dieser ganz besonders sadistischen Horrorfilm-Spielart, eingeläutet hat. Denn seitdem er sich von der Kreativfront des Schocker-Franchises verabschiedet hat, hängt der gebürtige Malaysier einem sehr konträren Grusel-Zugang an. Wans jüngere Arbeiten wie der heurige Geniestreich Conjuring - Die Heimsuchung oder eben Insidious stehen eher - und das sehr erfolgreich - in der Tradition altmodischen, atmosphärischen Schauderkinos. Die Fortsetzung zu letzterem versteht es nunmehr vortrefflich, die bereits etablierte Geisterparallelwelten-Mythologie zu vertiefen: Unheilschwanger lugt die Kamera um die Ecken, klimpern Klaviere ohne Zutun, werden Alltagsgegenstände zu Boten des Schreckens, schleichen Ghouls gespenstisch durch die Gänge. Gewiss: Das sind allesamt bestens bewährte Tricks - und doch werden sie von Wan so konzentriert und effektiv eingesetzt, dass einem das Herzerl immer wieder aufs Neue und Wunderbarste in die Hose rutscht.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel Insidious: Chapter 2
Originaltitel Insidious: Chapter 2
Genre Horror
Land, Jahr USA, 2013
Länge 106 Minuten
Regie James Wan
Drehbuch Leigh Whannell
Kamera John R. Leonetti
Schnitt Kirk M. Morri
Musik Joseph Bishara
Produktion Jason Blum, Oren Peli
Darsteller Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins, Lin Shaye, Barbara Hershey, Steve Coulter, Leigh Whannell
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

1 Kommentar

Kann man sich sparen

eine Mischung aus vielen bekannten (teils guten, teils schlechten) Horror- bzw. Geisterfilmen. Mein Partner ist kurz im Kino eingeschlafen, so spannend war´s.

28. Oktober 2013
09:33 Uhr

von melmo

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