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Die Schöne und das Biest

La belle & la bête

Fantasy, Liebesfilm. Frankreich 2014. 112 Minuten.

Regie: Christophe Gans
Mit: Léa Seydoux, Vincent Cassel

Schön wie die Liebe: Christophe Gans inszeniert den französischen Märchenklassiker in nie dagewesener Opulenz neu - mit einer sagenhaft sinnlichen Belle (Léa Seydoux) und einem herrlich biestigen Vincent Cassel.

Filmstart: 1. Mai 2014

Es war einmal ein reicher Kaufmann (André Dussolier), der hatte drei Söhne und drei Töchter. Von den Töchtern aber war ihm Belle (Léa Seydoux) am liebsten: Wo die anderen eitel und frivol waren, blieb Belle immer sanftmütig. Und wünschten sich die anderen Kleider, Geschmeide und Gold, wollte Belle nur eine Rose.
Doch dann droht dem Kaufmann der Ruin. In einem Sturm gerät er in das rankenumwucherte Schloss eines Unbekannten, und das Schicksal nimmt eine dramatische Wendung: Eine einzige Rose wollte der Kaufmann seiner Jüngsten mitbringen, und bricht sie aus der Hecke rund ums Schloss. Doch dafür verurteilt ihn der unheimliche Schlossherr (Vincent Cassel) zum Tod. Belle kann das natürlich nicht zulassen: Als sie erfährt, welch Unglück ihr unschuldiger Wunsch ausgelöst hat, eilt sie selbst zu dem Schloss, um sich zu opfern. Dort aber erwartet sie nicht der Tod: Von Belles Mut und wohl auch ihrem tiefen Ausschnitt gerührt, gewährt ihr der gruselige Schlossherr das Leben - wenn sie für immer bei ihm bleibt. Während sie nun tagsüber das verfallene Schloss erforscht und kleine, vorwitzige Geschöpfe entdeckt, die ihr bald zu Gefährten werden, muss sie Abend für Abend in Gegenwart des monströsen Wesens verbringen. Nachts träumt ihr, was ihm widerfahren ist: Einst war das Biest ein edler Prinz, glücklich verliebt in die Schönste im ganzen Land (Yvonne Catterfeld) - doch ein grauenvoller Fluch nahm ihm die Liebe, und verwandelte ihn zu jenem furchteinflößenden Monster, das seither einsam im Schloss haust.

Die Story um die mutige junge Frau, die das kalte Herz ihres Kerkermeisters rührt, ist hundertfach erzählt und nun schon zum achten Mal neu verfilmt worden: Christophe Gans, der mit Pakt der Wölfe und Silent Hill als Thriller- und Horrorprofi beeindruckte, fusioniert hier sein Gespür für große Gefühle und nervenzerfetzende Spannung mit überwältigenden Special Effects - denn das Zauberschloss des Biests hat in seiner Verfilmung wesentlich mehr zu bieten als ein paar dornige Ranken: Da gibt es turmhohe Felsmonster, niedliche Hundegnome, zum Leben erwachende Wälder und vor allem den derzeit größten Schatz des französischen Kinos, immer neu in atemberaubend gewagten Roben inszeniert: Léa Seydoux (Blau ist eine warme Farbe) ist in aller Unschuld die heißeste Belle, die je auf der Leinwand zu sehen war - und der rattenscharfe Vincent Cassel braucht ohnehin keine Empfehlung mehr.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel Die Schöne und das Biest
Originaltitel La belle & la bête
Genre Fantasy/Liebesfilm
Land, Jahr Frankreich, 2014
Länge 112 Minuten
Regie Christophe Gans
Drehbuch Christophe Gans, Sandra Vo-Anh
Kamera Christophe Beaucarne
Schnitt Sébastien Prangère
Musik Pierre Adenot
Produktion Richard Grandpierre
Darsteller Léa Seydoux, Vincent Cassel, André Dussollier, Yvonne Catterfeld, Eduardo Noriega
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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