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Terminator Genisys

Terminator Genisys

Action, Science-Fiction. USA 2015. 126 Minuten.

Regie: Alan Taylor
Mit: Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke, Jai Courtney, Jason Clarke

He is back. Arnie reloaded: 31 Jahre nach seinem ersten Auftritt als Maschinenwesen in James Camerons legendärem ersten Terminator schlüpft Arnold Schwarzenegger wieder in seine erklärte Lieblingsrolle. Ihm zur Seite stehen diesmal Emilia Clarke (Game of Thrones), Jason Clarke (Planet der Affen – Revolution), Jai Courtney (Divergent) und der wunderbare J. K. Simmons.

Filmstart: 9. Juli 2015

Zeit zu leben. Zeitreisen sind ein zweischneidiges Schwert – einerseits ist es natürlich praktisch, wenn man die Vergangenheit so zurechtbiegen kann. Andererseits gilt es aber auch, mit den Konsequenzen ständig veränderter Zeitabläufe umzugehen. Und so sieht sich in der nahen Zukunft der Anführer der menschlichen Resistance gegen die Herrschaft der Maschinen, John Connor (Jason Clarke), schon wieder vor die schwierige Aufgabe gestellt, die Vernichtung der Menschheit zu verhindern. Denn nachdem es den Maschinen weder gelungen ist, Connors erwachsene Mutter Sarah noch John selbst als Kind unschädlich zu machen, wollen sie es jetzt mit der kleinen Sarah und ihren Eltern versuchen. Und so entwickelt John einen Plan, der alle wichtigen Details miteinbezieht, aber trotzdem die drohende Apokalypse verhindert: Auch diesmal schickt er, wie schon im ersten Terminator-Film, seinen treuen Seargeant Kyle Reese (Jai Courtenay) zurück ins Jahr 1984, um Sarah (Emilia Clarke) zu beschützen – und mit ihr ein Kind zu basteln, John Connor nämlich.

Time Twist. Aber hey, man fummelt nicht ungestraft mit der vierten Dimension herum. Da kommt es unweigerlich zu Komplikationen. Und so landet Kyle in einer Vergangenheit, die ein bisschen anders aussieht als erwartet: Sarah (Emila Clarke, übrigens nur zufällig namensgleich mit Jason) ist wirklich verwaist, dank der Killermaschine aus der Zukunft. Aber ausgerechnet ein zweiter Terminator, ein inzwischen in Ehren gealtertes Modell T-800 (ja, genau, Arnold!), hat Sarah damals gerettet und großgezogen.

Familienbande. Und das ist die Situation, die Kyle nun vorfindet: Eine junge, toughe und verständlicherweise ziemlich paranoide Sarah. Ein Terminator, der sowas wie ihre Vaterfigur darstellt. Und tja, weil die Maschinen inzwischen auch nicht eingeschlafen sind, auch ein Exemplar der brandneuen Terminator-Ausgabe: ein T-1000 (Byung-hun Lee, G. I. Joe – Geheimauftrag Cobra) – entsandt, um Sarah und Kyle um die Ecke zu bringen, bevor John geboren wird. Und weil das alles ja noch nicht kompliziert genug ist, taucht auch noch eine junge Version des T-800 auf – und schließlich gar der T-3000: Zu Sarahs blankem Horror nichts anderes als eine Nano-Hybrid-Version von John Connor, der nur eine einzige Mission verfolgt, nämlich seine eigene Mutter zu töten …

Zurück in die Zukunft. 1984 erschuf James Cameron mit seinem visionären SciFi-Thriller um den Terminator (Arnold Schwarzenegger), der in der Vergangenheit die Mutter des Retters der Menschheit (Linda Hamilton) töten soll, einen einen Kult-Klassiker. Es folgte 1991 ein großartiger zweiter Teil, Terminator 2 – Tag der Abrechnung (mit Edward Furlong als jungem John Connor und Robert Patrick als bösem T-1000), ein mediokrer Teil 3, Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (2003) – und schließlich 2009 Terminator – Die Erlösung, bei dem trotz Christian Bale als John Connor die Abwesenheit des echten Arnold Schwarzenegger wohl das geringste Problem war.
Determiniert. Dass es jetzt doch noch zum Reboot der Serie kommt, ist vor allem dem Produzenten-Duo David Ellison und Dana Goldberg zu verdanken, die schon maßgeblich u. a, für den Erfolg der Filmserien Mission: Impossible, Star Trek oder G.I. Joe verantwortlich zeichnen. Es ging vor allem darum, eine Story zu finden, die originell und clever genug ist, um dem Phänomen gerecht zu werden – und Arnold Schwarzenegger wieder mit an Bord zu holen. Das gelang zum einen durch das gelungene Drehbuch, zum anderen durch die spannende Neubesetzung der bekannten Figuren. Emilia Clarke, die Daenerys Targaryen aus Game of Thrones, beerbt Linda Hamilton beeindruckend gut als Sarah Connor. Der koreanische Superstar Byung-hun Lee gibt den T-1000 (Robert Patrick aus Tag der Abrechnung wollte nicht mehr, er fühlte sich nicht fit genug), und als John Connor ist der Australier Jason Clarke zu sehen, der sich mit seiner Charakterfresse schon in Planet der Affen – Revolution hervorgetan hat. Dazu gibts den besten Nebendarsteller aller Zeiten, J. K. Simmons (Spider-Man, Whiplash), als verängstigten Cop. Veredelt wird das Ganze mit jeder Menge Referenzen auf die vorherigen Terminator-Filme, von „I’ll be back“ über „Ein Sturm wird kommen“ bis „Wenn du leben willst, komm mit mir“ – und der Aussicht auf zwei weitere Filme, Regisseur Alan Taylor (Thor: The Dark Kingdom) hat nämlich schon für eine ganze Trilogie unterschrieben.

Text:  Gini Brenner, Kurt Zechner

Credits

Titel Terminator Genisys
Originaltitel Terminator Genisys
Genre Action/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2015
Länge 126 Minuten
Regie Alan Taylor
Drehbuch Laeta Kalogridis, Patrick Lussier
Kamera Kramer Morgenthau
Schnitt Roger Barton
Musik Lorne Balfe
Produktion David Ellison, Dana Goldberg
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke, Jai Courtney, Jason Clarke, Byung-hun Lee, Matt Smith, J. K. Simmons, Sandrine Holt
Verleih UPI

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Wesentlich besser als erwartet ...

Trotz eigentlich durchwegs negativer Kritiken, in sämtlichen Foren, war der Film letztendlich aber dann doch wesentlich besser als erwartet. Die Schauspieler machen ihre Sache gut und auch Handlung( ja sowas gibts!) sowie Action sind wohl dosiert. Und erdrücken den Film nicht,wie schon in so manchen Filmen. Auch wenn es durchaus von Vorteil ist,sich Teil eins nochmals anzusehen,um die ein oder andere Wendung besser zu verstehen. Aber der gesamte Film macht echt jede Menge Spaß,und das sollte ja schließlich die Hauptsache sein.
Fazit: nicht überwältigend,aber cooler Actioner im Stil der 90iger. Prädikat: sehenswert, 4 Sterne

16. Juli 2015
23:12 Uhr

von filmkritik

Arnie vs. Arnie

Diese Filmszene könnte in die Filmgeschichte eingehen - die steirische Eiche gegen sein 30 Jahre jüngeres Alter ego. Eine Szene, die den Film alleine schon deswegen sehenswert macht. Und dank der famosen Verjüngungstechnik der Motion-Capture-Spezialisten atmet Teil 5 der Zeitreisesaga vorallem im ersten Drittel des Filmes zumindest atemzügeweise die paranoide Atmosphäre der ersten beiden Klassiker, die qualitativ auch nach der Sichtung der neuesten Episode allerdings nicht geschlagen werden können. Spannend ist Genisys allemal, trotz der eher kindlichen Sarah Connor, einem etwas dumben Kyle Reese, der Michael Biehn niemals das Wasser reichen kann, und einem massiven Fremdkörper, den Jason Clarke als John Connor darstellt. Was dem Film gutgetan hätte, wäre etwas mehr Suspense und eine andere Besetzung. Einzig Arnie kann man lassen - und das um ihn herum geschickt getrickste Drehbuch, das seine Altererscheinung plausibel erklärt.

28. September 2015
21:26 Uhr

von filmgenuss

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