Filminfo zu

Herz aus Stahl

Fury

Action, Drama. USA 2014. 134 Minuten.

Regie: David Ayer
Mit: Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Peña

Ins Herz der Finsternis verschlägt es Wardaddy Brad Pitt und seine Panzermannschaft, als sie eine gefährliche Mission hinter feindlichen Linien annehmen. Hochintensives Kriegsdrama von Adrenalinexperte David Ayer (End of Watch).

Filmstart: 1. Januar 2015

Ein Lächeln huscht ihm selten über das Gesicht. Zumindest nicht in diesen turbulenten Zeiten. Vielleicht nennt man ihn deswegen halb scherzhaft, halb liebevoll den Wardaddy und verniedlicht damit etwas, das alles andere als harmlos ist. Denn Don Collier (Brad Pitt) ist einer, dem man nicht unbedingt über den Weg laufen möchte - zumindest nicht, wenn man in den finalen Monaten des Zweiten Weltkriegs auf der falschen Seite steht und ihm und seinem Kriegspanzer Fury auf dem Schlachtfeld begegnet.

Kampferprobt. Sein Ruf eilt dem Amerikaner schon lange voraus. Gemeinsam mit seiner eisernen Truppe, die aus Boyd Bible Swan (Shia LaBeouf), Trini Gordo Garcia (Michael Peña) und Grady Coon-Ass Travis (Jon Bernthal) besteht, hat Don schon so ziemlich jede feindliche Stellung in Grund und Boden geschossen. Doch der Preis, den er und seine Männer dafür zahlen mussten, ist sehr hoch: Von ihrer ehemaligen Kompanie ist fast niemand mehr am Leben.

Behind enemy lines. Eine weitere Mission, wieder tief im Feindesland, soll er jetzt anführen. Und natürlich gehorcht das kriegsmüde Raubein aufs Wort. Gegen Dons Willen stößt auch noch der Grünschnabel Norman Ellison (Logan Lerman) zur Mannschaft dazu und bringt eine weitere undurchschaubare Gefahr ins Dickicht des Kriegsgewirrs mit. Doch Don wäre nicht Don, wenn er nicht auch diese Mission mit Leichtigkeit meistern würde. Aber irgendwas ist diesmal anders. Etwas hat sich verändert. Ihm fehlt plötzlich die innere Wut, die ihn sonst immer wieder angetrieben hat. Doch als seine Fury im Niemandsland auf einmal von einer Überzahl von Feinden aus allen Richtungen konfrontiert wird, bleibt Don nichts Anderes übrig, als wieder alles aus sich rauszuholen: Ein Wardaddy darf sich nie geschlagen geben ...

Nazi-Meuchelei. Er hat sichtlich Spaß daran gefunden: Brad Pitt kehrt nach seiner Kultrolle in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds wieder zurück als kriegsgetriebener Alliierter mit leicht zurückgenommenem Sadismus-Drang. Denn diesmal sitzt der Amerikaner David Ayer (Drehbuchautor von Training Day) am Regie-Sessel und steuert seinen massiven filmischen Sherman-Panzer auf ein furioses Kriegsspektakel zu, das garantiert niemanden kalt lassen wird.

Text:  David Rams

Credits

Titel Herz aus Stahl
Originaltitel Fury
Genre Action/Drama
Land, Jahr USA, 2014
Länge 134 Minuten
Regie David Ayer
Drehbuch David Ayer
Kamera Roman Vasyanov
Schnitt Jay Cassidy, Dody Dorn
Musik Steven Price
Produktion David Ayer, Bill Block, John Lesher, Ethan Smith
Darsteller Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Peña, Scott Eastwood, Xavier Samuel, Kevin Vance, Jim Parrack, Brad William Henke, Jason Isaacs, Alicia von Rittberg, Anamaria Marinca
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

3 Kommentare

Solider Streifen

Zeitweise martialisch hart und brutal jedoch ein ziemlich gut gelungener Streifen, auch wenn einige Szenen in der Mitte des Films eher sinnlos wirken ist dies ein defintiv solider Kriegsfilm geworden. Brad Pitt erinnert mich aber sehr an seinen Charakter in Inglorious Bastards ^^

8. Januar 2015
18:12 Uhr

von Duder

arg

Muss mich meinem Vorschreiber anschließen: Brad Pitt erinnert hier stark an die Figur aus IB. Allerdings wird recht schnell klar, dass Horror, Grausamkeit und Brutalität hier wohl ziemlich real daherkommen, nicht überzeichnet wie bei Tarantino. Kein Wohlfühlfilm, Krieg at its worst.

16. Januar 2015
08:43 Uhr

von Haubenkoch

Harte Schale, weicher Kern

Dieses Jahr - 2015 - jährt sich das Ende des zweiten Weltkrieges zum 70. Mal. Grund genug, die Erinnerungen von damals intensiver denn je aufzuarbeiten. Da denkt man zuallererst an die menschliche Tragödie der Judenvernichtung - was man aber auch nicht vergessen sollte, sind die unzähligen jungen Soldaten aller Nationen, die auf dem Schlachtfeld Europa ihr Leben gelassen haben. David Ayer gelingt mit dem Antikriegsfilm über eine Panzereinheit etwas Ähnliches, was Wolfgang Petersen Anfang der 80iger mit "Das Boot" gelungen ist. Nämlich, neben aller Kriegsaction und Greuel auch das menschliche, innere Drama zu fokussieren und den Mikrokosmos einer zusammengewürfelten Militäreinheit genau zu beobachten. Ein beachtenswertes Stück Arbeit, auch wenn der Film zwar ohne gekünstelten Heroismus auskommt, auf dramatisierendem Pathos aber nicht ganz verzichten kann.

19. Mai 2015
09:57 Uhr

von filmgenuss

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.