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We Come As Friends

We Come As Friends

Dokumentation. Frankreich, Österreich 2014. 110 Minuten.

Regie: Hubert Sauper

Überflieger. Nach der flammend globalisierungskritischen Doku Darwin's Nightmare war Hubert Sauper erneut in Afrika unterwegs - mit dem Flugzeug über dem Sudan.

Filmstart: 28. November 2014

Entscheidung. Es ist der wohl bedeutendste Moment in der jüngeren Geschichte des Sudans: Die Volksabstimmung 2011 mit der Frage, ob sich der christliche Südsudan vom muslimischen Sudan trennen soll. Zu diesem Zeitpunkt macht sich Darwin's Nightmare-Regisseur Hubert Sauper auf den Weg, in einer winzigen, selbstgebauten Blechdose von Zweimannflugzeug, um das Land erkunden: Er landet in Gebieten, wo chinesische Ölfirmen den Boden und die Menschen ausbeuten, in Gegenden, wo islamische Prediger den Frieden beschwören, bei evangelikalen Missionaren aus Texas, wo den Sudanesen westliche Kleidung und das Wort Gottes überbracht werden, bei UN-Friedenstruppen, und sogar bei einem Pressetermin von George Clooney.

"Auch wenn ich Filme in Afrika drehe, mache ich keine Filme über Afrika. Afrika ist eine Plattform, die es ermöglicht, über unsere Zivilisation und unsere Zeit zu reden", sagt Sauper über seine Arbeit. We Come As Friends ist das Dokument einer Reise und zugleich Metapher für eine ganze Weltgegend: Überall, wo Sauper hinkommt, stößt er auf die bedrückenden und aberwitzigen Zeugnisse der kolonialen Vergangenheit und nicht weniger gewaltsamen Gegenwart des riesigen Landes, das ewig in der Defensive gegenüber dem Rest der Welt gefangen scheint.

Text:  Magdalena Miedl

Credits

Titel We Come As Friends
Originaltitel We Come As Friends
Genre Dokumentation
Land, Jahr Frankreich/Österreich, 2014
Länge 110 Minuten
Regie Hubert Sauper
Drehbuch Hubert Sauper
Kamera Hubert Sauper, Barney Broomfield
Schnitt Hubert Sauper, Cathie Dambel, Denise Vindevogel
Produktion Hubert Sauper, Gabriele Kranzelbinder
Verleih Filmladen

1 Kommentar

Sehr schockierend !!!

Ich kenne das Gebiet durch einige Reisen sehr genau und bion zutiefst geschockt,was da heute dort abgeht, unsere Erde hat wohl keine Chance, dank Religion und Überbevölkerung und den daraus resultierenden Konsequenzen.

14. Dezember 2014
13:51 Uhr

von kalahari

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