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Sabotage

Sabotage

Action. USA 2014. 109 Minuten.

Regie: David Ayer
Mit: Arnold Schwarzenegger, Sam Worthington, Josh Holloway, Joe Manganiello, Mireille Enos

Da warens nur noch Neun: Als die harten Knochen einer Drogenfahnder-Truppe der Reihe nach das Zeitliche segnen, steht ihr Anführer (Arnold Schwarzenegger) mit dem Rücken zur Wand. Rasant-ruppiger Actioner von David Ayer (End of Watch).

Filmstart: 11. April 2014

Wildes Haar, kernige Sprüche, kübelweise Tinte in der Haut. Richtig stramme Typen, ganze zehn an der Zahl. Sie tragen Namen wie Monster (Sam Worthington, Avatar), Neck (Josh Holloway, Lost), Grinder (Joe Manganiello, True Blood), Pyro (Max Martini, Pacific Rim) und, ähm, Sugar (Terrence Howard) - und nehmen als Task Force der US-Drogenvollzugsbehörde DEA unter der Ägide des Haudegens Breacher (Arnold Schwarzenegger) ein Kartell nach dem anderen auseinander. Just nach ihrem größten Coup, bei dem ein mächtiger mexikanischer Kartellboss eingesackelt wurde, stellen sich aber Ungereimtheiten ein: Vom sichergestellten Geldberg fehlen plötzlich 10 Millionen Dollar - für Breacher und seine Truppe tougher Typen und -innen (wir wollen die arschcoole Mireille Enos, bekannt aus der TV-Serie The Killing, nicht vergessen) gehen die Troubles damit aber erst richtig los. Nach und nach geht es ihnen nämlich an den Kragen - was bei all diesen kampfbewährten Killern schon mal keine geringe Leistung ist. Handelt es sich hierbei um eine Vergeltungsaktion des Kartells? Ist gar ein Verräter aus den eigenen Reihen involviert?

Schluss mit Selbstironie. Wer zuletzt den Eindruck gewonnen hatte, dass Arnie in der ersten Phase seiner grande Leinwand-Wiederauferstehung ein wenig zu empfänglich gewesen sein mag für Rollen mit erhöht selbstreferentiellem Schmunzelfaktor, der sollte einen Film wie Sabotage nun mit umso offeneren Armen empfangen. Für die glorreiche Rückkehr zu jenem No-Bullshit-Action-Kino à la Predator, das die steirische Eiche gerechterweise groß gemacht hat, erwies sich Regisseur/Schreiber David Ayer, seit dessen schonungslosem Cop-Drama End of Watch so etwas wie der Mann der Stunde für harte und dennoch smarte Crime-Thriller, denn auch gleich als denkbar kongenialer Kollaborateur. So wie hier in Sachen Tempo, Twists und Testosteron unbändig immer noch einer draufgesetzt wird, könnte man fast meinen, es mit einem Radikal-Remake von Agatha Christies Und dann gabs keines mehr zu tun zu haben, in dem der Cast von Zero Dark Thirty ums nackte Überleben kämpfen muss. Stark.

Text:  Christoph Prenner

Credits

Titel Sabotage
Originaltitel Sabotage
Genre Action
Land, Jahr USA, 2014
Länge 109 Minuten
Regie David Ayer
Drehbuch David Ayer, Skip Woods
Kamera Bruce McCleery
Schnitt Dody Dorn
Musik David Sardy
Produktion David Ayer, Bill Block, Paul Hanson, Palak Patel, Joe Roth, Albert S. Ruddy, Ethan Smith, Skip Woods
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Sam Worthington, Josh Holloway, Joe Manganiello, Mireille Enos, Terrence Howard, Harold Perrineau, Ralph Moeller, Max Martini, Olivia Williams, Ralf Moeller, Martin Donovan
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Schwarzenegger eben!

Viel Blut, viele Leichen - überraschend viel Inhalt! Hat mir gut gefallen!

17. April 2014
09:31 Uhr

von Silke1208

Auszählreim für die ganz Harten

Es liegt nicht unbedingt an Arnold Schwarzenegger, dass der unnötig brutale Mix aus investigativem Krimi und hartem Actionthriller ziemlich kalt lässt. Die Charaktere sind durch die Bank unsympathisch - und ob nun einer von ihnen das Katz-und-Maus-spiel überlebt oder nicht, ist völlig gleichgültig. Regisseur David Ayer schuf schon in seinem Vorgänger "End of Watch" teils abstoßende Figuren ohne Charisma - diese gefühlskalte Erzählmethode setzt er in diesem B-Movie fort.

10. Februar 2015
21:52 Uhr

von filmgenuss

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